Ocean College

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Strand und DnD

 

Autorin: Lisa

Position: Kuba, Marina Hemingway

(Nautische Position)

 

Da ich ein sehr kritikfähiger Mensch bin, folge ich nun dem Rat von Matthias Freunden und beginne meinen Bericht nicht mit der Beschreibung meines Morgens, sondern mit dem Abend. Jedoch habe ich mich in meinen vorherigen Tagesberichten schon sehr bemüht, meine Einleitung zu differenzieren (siehe zweiter Tagesbericht von mir). Um ehrlich zu sein, werde ich meinen Tag nicht verkehrt herum beschreiben, da mir das im Moment zu aufwendig ist und neben mir drei Leute sitzen, darunter Matthias, die mich zum einen ablenken und auch darauf warten, dass wir endlich das so genannte `Nerd-Spiel´ spielen. (We call it DND not Schnitzel)
Nun ja, nach dem Konflikt zwischen Johan und Martin brauchten diese ein wenig Zeit und Raum, sich auszusprechen, was zu unserem Vorteil in einem Strandtag endete. Außerdem wurde uns nun endlich offiziell unser neuer First Officer Hendrik vorgestellt. Ich hatte mich mit ihm schon am Vortag unterhalten und finde ihn ziemlich cool.

Zum Strand ging es dann um 11:00 Uhr. Irgendwie haben wir es geschafft, einen Bus der deutschen Botschaft zu bekommen und fuhren, wie Johan es so schön ausgedrückt hatte, mit „Technik des nächsten Jahrtausends“ an den Strand. Der Buskomfort war halt echt um einiges besser, bloß die Flasche Rum neben dem Fahrer erinnerte noch an die kubanische Kultur. Im Schatten einer Palme bauten Mona, Leon, Lucas, Matthias, Nico, Nils, Tobi B., Finn und ich unser Handtuchlager auf und begannen Dnd zu spielen. Mit Leon als Game Master machten wir uns auf den Weg zu einem alten Maya-Tempel. Langweilig wie wir sind, gingen wir auch nicht ins Wasser, sondern spielten einfach die gesamte Zeit durch. Unterbrochen wurde unser Abenteuer bloß durch unsere reelle Wanderung in ein Restaurant, wo wir zu Mittag aßen.

Kurz vor 17:00 Uhr gingen wir wieder in Richtung unseres Strandplatzes, jedoch entschieden wir uns doch dazu, vor dem Bus zu warten, da wir eh um 17:00 Uhr zurück fahren wollten. Lucas und ich unterhielten uns noch ein wenig mit dem Busfahrer über das Tauchen und die Sportsegelmöglichkeiten hier in Kuba. Bevor wir am Vormittag die Marina verlassen hatten, bat uns Johan, darauf zu achten, bei der Rückfahrt keinen Sand mit in den Bus zu schleppen, was nach einem Tag am Strand fast unmöglich ist. Als wir dann endlich im Bus saßen, kam Mona auf die Idee, eine Reizwortgeschichte zu schreiben. Die Wörter, die wir bekamen, waren Bus, Baum und Schiff und ich bastelte daraus die Geschichte von Martins gestohlenem Auto und dem dadurch ausgelösten Butterfly Effekt.

Das war der erzählenswerte Teil des Tages, denn danach rief ich bloß noch meine Eltern an, spielte erneut mit den anderen Dnd und Lucas, Matthias und ich lieferten uns noch eine kleine Wasserschlacht in der Küche. Als alle Mitglieder meines Zimmers dann in ihren Betten lagen, las uns Mona noch aus Johans Buch: „Dieser Mensch war ich“ vor. Das Buch ist aus Kurzgeschichten aufgebaut, in welchen Leute, die wahrscheinlich bald sterben werden, ihr Leben reflektieren.
Tja, das war es. Leider ein wenig trocken und random, jedoch hoffentlich doch ein wenig informativ.

Eure Lisa

1 comment

  1. Finn - 3. März 2018 10:07

    Liebe Lisa

    Das ist ein sooo schöner Bericht! Herzlichen Dank dafür!

    Johanna (Mama von Finn)

    Antworten

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