Ocean College

Plastic everywhere in Panama (by Lisa)

Plastic is a topic we have often encountered on our trip so far, for example through our microplastic project and also real life experiences like finding a fridge swimming in the ocean. But after the last two days of 2017, we all have seen how much we damage our surrounding with all the waste we produce.

We were travelling through the San Blas Islands and on the 31st of December we went to one of the small island where we slept on the beach and celebrated New Year’s Eve. As we arrived with the Dinghy you could already see pieces of plastic laying around. I was in the group that left the ship at last so the others had plenty of time to explore the Island and one of them showed me a small clearing with the ground full of glass.

Before the dinner we collected the waste we could find. We started with a little distance from our camp and slowly came back. Using a tarp we originally had with us to build tents we carried bottles, wrappings, lost shoes, light bulbs, etc. from the beach and the bushes beside it to a fire we had built to burn it.

I had even found pieces of a printer! After about an hour we had already collected about 50kg but honestly, I couldn’t really see a change.

 

 

The day before we had visited the inhabitants of another island. They showed us around and as we walked we saw mountains of trash lying in every corner that wasn’t in use. In front of houses, on the sides of paths and nobody seemed to care or even notice. Many of us started to take a closer look and pulled out big beautiful mussels that were hidden in the depths of these mountains. I’m not sure if they just ignore it, but I saw a little girl playing with a Barbie doll, that had only the torso and arms left and probably was also found there.

Today here in Panama we made a spontaneous Safari Tour with the Dinghy through a near river and on the reeds we also encountered lots and lots of trash. It was really sad to find things like bicycles in a really impressing scenery like this one.

Later I talked about it with the owner of a restaurant, and he felt the same. He said, that most of the garbage came from the ocean and had been washed to the islands and land. But I think, that the fault lies also with the inhabitants, not only from Panama but every single one of us not looking after our environment.

Author: Lisa. Lisa is a very talented writer and one of our students taking part in the current voyage of Ocean College. 

Schnipp, Schnapp, Haare ab

Autorin: Hannah H.

Position: Portobello, Panama

(09° 33,43´N 079° 39,72´W)

 

Nichts ist schöner als um 07:00 Uhr von Nico geweckt zu werden und gleich mit der Frage konfrontiert zu werden, wer heute Brot backen muss. Ich war mit nur fünf Stunden Schlaf dezent überfordert, ihm eine brauchbare Antwort zu geben. Jeder kennt das bestimmt, wenn man meint, nur 10 Minuten geschlafen zu haben, aber dann in Wirklichkeit doch eine Stunde um ist. In der entsprechenden Stimmung blinzelte ich der schon hochmotivierten Emma entgegen.

Nach dem Frühstück gab es eine Ansage von Steffi, die uns mitteilte, dass wir unsere ganze Wäsche in einer Wäscherei waschen können. Also gingen Emma, Lotte und ich erstmal über das ganze Schiff, um unsere Wäsche einzusammeln. Der Stop im Maschinenraum brachte Erinnerungen in meinem Kopf hervor. Gestern sind wir, nach einem relativen starken Regenschauer, zu dritt in den Maschinenraum gegangen, samt Box, Handy und frischen, trockenen, aber ein wenig muffelnden Klamotten. Weil es oben immer noch geregnet hat, mussten wir leider unten auf die verschiedensten Ocean College-Lieder (Meanwhile in Russia; Bad Karma;  Jim Bean und Voddi; A.S.S.N) abgehen.

Nachdem Emma netterweise schon die Wäsche mit hochgenommen hatte, ging es wieder runter in unser Zimmer. Bei uns allen drei wurden all unsere wenigen Kleidungstücke zur Wäsche gepackt und im Gegensatz zu den anderen Zimmern war unser Sack irgendwie trotzdem komplett voll. Keine Ahnung, wie das ging. Die starken „Ochsen“ Basti und Karl haben Gott sei Dank unser Monstrum die Treppe hochgetragen bekommen.

Vor Bastis Vortrag über den Panama-Kanal wurde unser Wäscheberg gegen Hannah W. eingetauscht, die wir schon sehnlich erwarteten.

Unsere Waffelmeister Lisa und Matthias, die 15 Liter Teig machten, standen ab 09:30 in der Küche, um uns regelmäßig mit sehr leckeren Waffeln zu versorgen. Da Lotte heute „Kitchen-Crew“ war, halfen Paula, Nora, Emma und ich ihr beim gelbe Rüben Schnippeln, Tomaten schneiden und Dressing zubereiten.

Eigentlich hätten wir nach dem Mittagessen alle unsere Aufgaben erledigen müssen, bevor wir Landgang haben dürfen, aber die Zimmerkontrolle von gestern Abend hatte ergeben, dass Zimmer 5 und 7 unter dem Motto „Happy Cleaning Zimmer 5/7“ diese übernehmen, da ihre Zimmer nicht ausreichend aufgeräumt waren.

Lautstark hörte ich mit Emma, Lotte und Basti „Baby“(Zuna), “ Was du Liebe nennst“ und „If you feel my love“, während wir den Abwasch erledigt haben. Das Jucken am Kopf konnte ich dabei nicht abstellen. Emil übrigens auch nicht, aber er hat keine Tierchen mehr, sondern stinkt nur noch, nachdem Küchendienst (Sein Zitat.) Da endlich einmal die Sonne schien, wurde direkt ein Salz- gegen Süßwasserschlauch- Battle, bzw. Lotte/Emma gegen Emil veranstaltet. Ich saß dabei nur dumm auf einem Stuhl an Deck, bis mich kurz danach Emma einmal durchgekämmt hat und dabei leider fündig geworden ist. Spontan habe ich die Gelegenheit bzw. Emmas Haarschneidekünste genutzt und mir die Haare schneiden lassen. Die diesmal dazu gehörte Musik war: „ Atemlos“, “Bleib in der Schule“, „Just a dream“ und „Sign of times“. Mit lauter Haaren am Oberkörper und einem von Lotte vorgelesenen Kapitel aus „Die Entdeckung der Langsamkeit“, habe ich oben an Deck mit kaltem Salzwasser geduscht.

Danach wurden die gewaschenen Klamotten zurückgebracht. Zumindest der erste Teil. Bis alles sortiert war und das Abendessen vorbereitet wurde, sind auch Karl und Thorben, unsere Profiwäscher, an Bord gekommen.

Mit einem Sandwich sind Emma und ich auf das Vordeck gegangen, haben uns unter die Plane auf die Taue gekuschelt und mit dem Regenprasseln über dem Kopf einfach nur geredet. Lotte ist später noch dazu gestoßen und dann wurde das Gesprächsthema von Jungs auf die Familie zu Hause gewechselt.

Apropos Familie: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich in Costa Rica mit May in einer Gastfamilie sein werde. Auch wenn wir beide so viel Spanisch sprechen, wie die Berliner hier Bayrisch.

Die Sportstunde haben Kathrin, Inga, Lotte, Paula, Nora, Emma und ich ganz brav nachgeholt, diesmal mit einem neuen Sportprogramm. Und Regen. Die warme Dusche danach war purer Luxus.

Jetzt sitze ich schon seit zwei Stunden hier mit „Papa“; „Palmen aus Plastik“ usw. in den Ohren, während Lennard, Lotte und Nora gelegentlich vorbeischauen und über den Bericht gucken. Gleich werde ich dem Tagesberichtkomitee, das aus Win, Emil und Kathrin besteht, meinen Bericht geben.

Zum Schluss wollte ich noch einmal sagen, dass ich euch alle zu Hause ganz doll lieb habe. Toni, Nici, Ani, Bille, Anna, Eva und meinen kleinen Fettsack. Bis zum 07.02 werde ich Amo erst noch alles Gute zum Geburtstag wünschen, wenn ich dich nicht mehr erreiche, und Schatzi feiere schön deinen 13. in deinem neuen Zimmer und genieße deinen ersten und hoffentlich einzigen Geburtstag als Einzelkind.

Mama, ich vermisse dich sehr und Papa, deine in Speck eingewickelten Hühnchen werden morgen bei meinem Küchendienst gemacht. Steh mir bei.

Eure Hannah