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Ankunft auf den Azoren

Autorin: Nils

Position: Horta auf Faial, Azoren (Portugal)

(38° 31,9 N 28° 37,4 W)

Heute war der letzte Tag der zweiten Atlantiküberquerung und somit auch der Schiffsübergabe. Als Steuermann der Charlie Wache musste ich pünktlich um 09:00 Uhr auf dem Achterdeck sein, um die Wache von Lisa zu übernehmen. Zum Glück schien die Sonne, so dass man die Azoren, welche inzwischen am Horizont erschienen waren, gut sehen konnte. Schon vom Weiten konnte man erkennen, dass die Azoren eine wunderschöne Landschaft, die Hendriks Aussage nach sehr der von Wales ähnelt, haben. Besonders beindruckend ist meiner Meinung nach der Pico (ein großer Berg auf der Nachbarinsel), welcher von Wolken gesäumt wurde und daher einen sehr schönen Anblick bot.

Ich bekam dann nach einiger Zeit den Befehl die Segel zu bergen und beauftragte damit meinen Bootsmann (Tobias B.), welcher dies auch sehr gut koordinierte. Um 11:00 Uhr übergaben wir (die Schülercrew) das Schiff zurück an die Stammcrew, welche meine Wache dann ablösten, was uns Zeit gab, uns auf die Ankunft vorzubereiten, das Schiff noch einmal auf Vordermann zu bringen und die Insel zu begutachten.

Kurze Zeit später liefen wir dann in den Hafen von Horta ein, wo wir schon von der Thor Heyerdahl (KuS) und der Roald Amunsen (Highseas Highschool) erwartet und begrüßt wurden. Der Hafen in Horta ist unter Seglern weltweit bekannt und zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Schiff, was hier anlegt, ein kleines Bild auf den Pier malt. Dies macht den Hafen zu einer Sammlung aus kleinen Bildern, mit denen sich Segler aus der ganzen Welt verewigt haben. Nachdem wir angelegt, gegessen und zu Ende geputzt hatten, durften wir dann an Land. Viele (ich zähle mich selbst dazu) haben sich direkt auf die Suche nach dem erstbesten Supermarkt gemacht, um sich mit Süßigkeiten einzudecken. Aber auch ein Spaziergang durch Horta ist durchaus lohnenswert, da es ein echt schönes Dorf ist. Im Laufe des Tages lief auch die Thalassa (School at Sea) in den Hafen ein.

Zum Abendessen mussten wir alle nochmal zurück zum Schiff und durften dann anschließend noch einmal bis um 23:00 Uhr an Land. Einige trafen sich dann noch mit den Schülern der anderen drei Projekte und hatten zusammen einen heiteren Abend. Ich verbrachte die Zeit damit, das europäische Handynetzt auszunutzen und eine Weile zu telefonieren, was ich sehr genoss. Ich ging relativ früh ins Bett, während die anderen (teilweise mit ziemlicher Verspätung) auf dem Schiff eintrudelten.

Wir sind heute an unserem letzten Zwischenstopp der Reise angekommen und so langsam nähert sich das Ende, was zwar sehr schade ist, andererseits ist es schön bald wieder alle seine Freunde und Verwandten wiederzusehen und zurück nach Hause zu kommen. Ich grüße noch einmal alle, die mir wichtig sind und freue mich sowohl auf die letzten Tage Ocean College, als auch auf die Ankunft in Amsterdam.

 

Euer

Nils

 

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