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Ankunft auf den schönen San-Blas-Inseln

Autorin: Nora
Position: San-Blas Inseln
(9°32,91N, 78°57,19W)

Ankunft auf den schönen San-Blas-Inseln!

Wie jeden Morgen, stand ich heute um 08:00 Uhr morgens auf, um bei Hannah und Wanda in der Wache zu frühstücken. Es waren schon die San-Blas-Inseln, kleine Inseln mit Sandstränden und Palmen, zu sehen. Eigentlich sollte heute Morgen der Mikroplastik-Test geschrieben werden, was schon seit Wochen anstand. Weil wir jedoch um 09:30 schon vor einer der San-Blas Inseln ankamen, fiel der Test ins Wasser. Es wurden weitere Nissen entdeckt und diese und die Läuse wurden heute weiter behandelt.

Sobald der Anker ausgeworfen war, kamen schon einheimische Frauen und Kinder mit ihren ausgehöhlten Baumstamm-Kanus angepaddelt. Von einer Sekunde auf die nächste war das ganze Deck in einen Markt voller Armbänder, Padgets, Taschen und Haarbändern verzaubert worden. Alle haben sich die traditionellen Sachen angeschaut und einige haben auch ganz schön zugeschlagen. Die Frauen haben ihre Waren angepriesen, die vereinzelt sogar aus China stammten, aber das meiste war natürlich traditionell. Zwischen dem ganzen Stöbern zwischen den Waren gab es den 11:00-Uhr Snack, der heute nicht wie üblich aus Obst bestand, sondern aus einem leckerem Grießbrei mit Apfelmus und Zimt und Zucker. Nach einiger Zeit sind die Frauen wieder abgefahren und haben unsere neue kleine Freundin Caralayn an Bord zurückgelassen.

Ich habe mich erstmal Wandas Haaren gewidmet. Dafür habe ich ihr Läuseshampoo einmassiert, es wieder ausgewaschen und ihre Haare mit einem Nissenkamm durchgekämmt. Anschließend sind wir aufs Achterdeck gegangen, wo Emma, Lotte und Caralayn etwas gemalt haben. Nach dem Mittagessen wurde der Abwasch gemacht und das Deck aufgeräumt. Einige von uns sind mit zum Zollamt auf eine der Inseln gefahren. Dort mussten wir uns nur einmal kurz zeigen und den Rest hat Marta geregelt. Währenddessen haben alle anderen am schönen Sandstrand mit Palmen Kokosnüsse gesammelt. Diese haben zuerst die Jungs und dann auch Hannah und ich, mit Steinen und harten Gegenständen probiert aufzubekommen. Es war sehr mühselig und hat auch sehr lange gedauert. In die äußere Schale musste erst ein Loch gebohrt werden und die Schale dann nach und nach abgelöst werden. Das Kokosnussfleisch und die Kokosmilch haben sehr gut geschmeckt und es war ein tolles Gefühl mit einer selbst geknackten Kokosnuss an einem so schönen Strand zu sitzen. Ein paar Kokosnüsse haben wir dann mit an Bord genommen.

Nach einer Viertelstunde, die wir wieder auf der Regina Maris verbracht haben, sind wir weiter zu einer anderen Insel gefahren, wo schon der Rest der Gruppe war. Dort sind wir zuerst durch das Dorf gelaufen, was aus großen, ovalen Bambushütten bestand. Viele kleine Kinder sind herum gerannt, Wäsche hing zwischen den Hütten und es gab sogar einen Basketballplatz. Wir sind zum Küstenstreifen der Insel gelaufen, der natürlich ganz in der Nähe war, weil die Inseln in wenigen Minuten überquert werden könnte. Das Wasser und die Küste waren voller Müll, aber auch voller riesiger Schneckenhäuser, die wir natürlich vorsichtig gesammelt haben. In einem kleinen Segelboot aus einem Baumstamm konnten wir mit Einheimischen langsam aufs Wasser rausschippern und wieder zurück. Die Boote haben ein wenig geschwankt und es ist Wasser reingelaufen, sodass wir nass geworden sind. Als wir wieder an Land waren, sind wir langsam wieder zurück zum Steg gelaufen, wo wir dann auch noch ein bisschen Zeit mit den Kindern verbracht haben.

Zurück an Bord gab es Abendessen. Die Uhr wurde um eine weitere Stunde zurück gestellt. Es sind nun also ganze sechs Stunden Zeitverschiebung von hier bis nach Hause! Mit der Sportgruppe Mondschein, die heute etwas erweitert war, habe ich dann wie jeden Abend ein Sportprogramm gemacht. Die Sonnengrüße waren wie immer sehr entspannend, die restlichen Übungen waren dafür umso anstrengender und werden uns bis zum Ende der Reise sicherlich sehr fit machen.

Jetzt werde ich Hannah kleine Zöpfe flechten, während sie an ihrem Referat weiter arbeitet und wir mit Emma entspannte Musik hören. Wanda und ich hatten außerdem geplant, draußen zu schlafen.

Viele Grüße an meine Familie und Freunde! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest und entspannte Feiertage. Für morgen wünsche ich euch eine tolle Silvesterfeier und dann ein schönes Neues Jahr!!!

Eure Nora

1 comment

  1. josteinbach@arcor.de - 1. Januar 2018 19:00

    Liebe Nora
    Viiiielen Dank für Deinen schönen Bericht!! Magst Du noch sagen, was für ein Wesen Caralayn ist? Ich bin so neugierig…
    Liebe Grüße,
    Johanna (Mutter von Finn)

    Antworten

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