Ocean College

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Ankunft in Mexiko

Autorin: Elena

Position: Cancun, Mexiko

(21°14,85’N 86°44,70‘W)

Als ich heute um 00:55 Uhr durch den nächtlichen Gang der Regina Maris schlich, wunderte ich mich, dass alle anderen aus meiner Wache noch in ihren Betten lagen und schliefen. Ich dachte zuerst, es sei vielleicht ein Versehen gewesen mich zu wecken und meine Wache würde ausfallen, weil wir bald in Mexiko ankommen würden und es sich deshalb nicht mehr lohnen würde, die nächste Wache zu wecken. Aber als ich auf der Brücke ankam und nachfragte, stellte sich meine Vermutung als falsch dar und ich rannte schnell wieder nach unten, um die anderen nochmal zu wecken. Aus diesem Grund traten wir unsere Wache 47 Sekunden zu spät an, weshalb Emil uns eine Strafe aufdrücken wollte. So begann mein Tag erstmal mit viel Stress und einer Auseinandersetzung. Und es sollte noch nicht enden! Zu Beginn meiner Alpha 1- Watch machte Jonas erstmal eine Ansage, dass wir uns beim Steuern mehr konzentrieren sollen und auch gründlicher die Toiletten putzen müssen, da das in den letzten Tagen anscheinend noch nicht so gut geklappt hätte. Zum Glück gehöre ich zu denen, die nicht immer todmüde in der 01:00 – 05:00 Uhr Wache sind, weswegen meine Wache mit Paula, Mona, Karl und Tobi B. bis jetzt immer sehr lustig war. Zum Frühstück gab es Nuss-Nougat-Brote und aufgrund der Ansage strengten Paula und ich uns besonders an beim Toiletten putzen.

Nach Wachende fiel ich komplett k.o. in meine Koje und schlief fast bis zum Mittagessen durch. Leider verpasste ich dadurch die Anreise in Mexiko. Um euch wenigstens ein bisschen was davon beschreiben zu können, holte ich mir einen kleinen Bericht von Alisa: Zuerst sah man eine Reihe von weißen Wolkenkratzern am Horizont aus dem Meer emporsteigen. Beim Näherkommen sah man riesige weiße Hotelblöcke und das Meer färbte sich hell türkis, wie kristallisiertes Schlumpfeis. Kurz vorm Ankerplatz bargen wir die Segel und passierten einen großen Touristenstrand in 20m Entfernung. Zu unserer großen Überraschung liegt direkt neben unserem Ankerplatz die Thor Heyerdahl.

May und Charlotte weckten mich zum Mittagessen, das von Emma, Mona und Matthias zubereitet wurde. Es gab Spaghetti Agio y Olio und die ganze Zeit fuhren Touristenschiffe an uns vorbei. Während des Essens gab es noch ein Briefing von Johan zum kommenden Programm. Ich habe das Gefühl, es wird sehr spannend und interessant werden. Morgen vormittag werden wir Unterricht und nachmittags Landgang haben.

Danach setzte ich mich runter zu Mika und May, die dabei waren, ihr Zimmer aufzuräumen. Etwas später begab ich mich in die Messe und gestaltete zwei Seiten von Mays Reisetagebuch, während neben mir Lucas Tagebuch schrieb und Nico Französischvokabeln lernte. Zum Nachmittagssnack gab es Kaiserschmarren, der mit Tobias B. und Lisas Hilfe gebacken wurde.

Da die Lehrer bis auf Johan und Sebastian in der Stadt waren, war das mit dem Nachmittagsunterricht dann etwas flexibler mit dem Lernen individueller Inhalte. Bis zum Abendessen vertrieb ich mir die Zeit erst bei May und Nils und nach dem Essen, das aus Brot und Yucasuppe bestand, bei Charlotte und Nico.

Ich muss ehrlich sagen, dass der heutige Tag nicht sonderlich aufregend war, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich die Hälfte verschlafen habe.

Zum Schluss möchte ich noch liebe Grüße an Freunde und Familie rausschicken. Mir geht es gut und ich genieße die Reise von Tag zu Tag mehr. Bald geht es schon wieder Richtung Heimat und ich kann es immer noch nicht wirklich fassen, was ich hier alles erlebe. Ich vermisse euch und habe euch ganz doll lieb. Besonders meine Schwester und meine beste Freundin sollen sich fest gedrückt fühlen.

Ich kann sagen, das ist einer der schönste Sommer, die ich bis jetzt erlebt habe.

Eure Elena

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