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Auf den Spuren von Santiago de Compostela

Autor: May Hansen

Position: Santiago de Compostela, Spanien

(42° 13,8 N 08° 51,4 W)

Da ich Zuhause daran gewöhnt bin, früh aufzustehen, bin ich so um 07:15 aufgewacht. Unter der Annahme, dass ich noch 45 Minuten Zeit habe, habe ich mir etwas Musik (danke Mama, dass du mir dafür dein Tablet mitgegeben hast) gehört und ein paar Spiele gespielt. Falsch gedacht. Nur 15 Minuten später habe ich den schrillen Klang der Klingel gehört. Ich hielt es zuerst für einen allgemeinen Alarm und habe mich schnell angezogen. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass es die Klingel für das Frühstück war. Gut, gegen essen habe ich nie was. Leider war nur ein Viertel des Teams wach, oder oben beim Essen. Marta beauftragte uns, die anderen zum Frühstück zu bringen. Nun ja, so wie bei jedem Schülerausflug wurde es kurz vor der Abfahrt etwas stressig. Auf der Fahrt saß ich neben Hannah. Ich stand mit ihr die letzten Tage in der Küche, um Brot zu backen. Das schweißt zusammen! Mona und Hannah W. saßen auch in der Reihe.

Angekommen in Santiago de Compostela hielt Marta erstmal einen kurzen Vortrag über die Stadt, wonach es gleich in die Kathedrale. ging. Sie wurde gebaut, da man meinte, die Gebeine des heiligen St. Martin gefunden zu haben. Mal so am Rande, das ist Quatsch! Es ist nur eine Legende, nichts weiter. Als wir zur Kathedrale gingen, hat Kathrin mich zu sich gerufen. Und der Anfang ihres Satzes war: „May, mein kleiner Sonnenschein…“ da war mir schon klar, dass irgendwas los ist… Ich hatte richtig vermutet! Sie erzählte mir, dass ich den Tagesbericht schreiben muss.

In der Kathedrale habe ich Marta darum gebeten, mir eine kleine Informationstour in der Kirche zu geben. Ich fand das unheimlich interessant. Tja, was soll ich sagen, ich liebe Geschichte. Leider mussten wir dann schon wieder weg, weil die Messe anfing, an der wir ja nicht teilnehmen wollten. Danach liefen wir durch die Stadt. Es ist echt eine sehr schöne Altstadt, die mich extrem an die Winkelgasse in Harry Potter erinnert hat. Dabei musste ich sehr an das letzte Weihnachten zuhause denken und an den Onzie, den mein Onkel mir geschenkt hat. Der kleine Stadtrundgang diente eigentlich nur dazu zu, in den Park zu kommen, in dem wir picknicken wollten. Eine kleine Gruppe ging dann mit Johan einkaufen und der Rest weiter zum Park. Im Park angekommen, fiel Hannah W. auf, dass ich einen Sonnenbrand auf dem Kopf habe. Ich hasse manchmal meine empfindliche Haut.

Gestärkt und ausgeruht entließ uns Johan. Freizeit yeey!!! Erstmal saßen wir noch etwas am Picknick Platz, bevor die Gruppen anfingen, sich aufzuteilen. Ich und Hannah haben Leon massiert, bis wir dann los wollten. Unser „Stadtbummel“ bestand daraus, uns Frozen Jogurt und Smoothies zu holen und dann zum Bus zurück zu gehen, auf den wir dann aber noch 1 Stunde und 45 Minuten warten mussten.

Zurück im Hafen und wieder auf dem Schiff wollten Hannah und ich eigentlich einen Kuchen backen, das hat sich dann aber wieder erledigt. Naja jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Bericht und denke die ganze Zeit an meine Familie zuhause. Liebe Mama und Papa ich vermisse euch ganz doll. Vor allem wenn in der Küche Musik läuft. Wenn „If you don´t know me by know“ läuft, muss ich glaube ich heulen. Und Hannes dich vermisse ich natürlich auch. Ovi und Bea, die besten Paten Tante und der beste Paten Onkel, ich wünschte ich könnte wieder bei euch am Tisch sitzen und Fisch essen. Habe seit dem ersten Tag Heimweh. Und so langsam setzt es bei den anderen auch ein. Heute Abend geht es noch mal an Land. Hab euch alle lieb,

Eure May

2 comments

  1. Ovi und Bea - 27. Oktober 2017 23:19

    Liebe May! Das war aber ein schöner Bericht. Vor allem der Schluss hat uns sehr gefallen. Wenn Du wieder zurück bist, geht das los mit dem Fisch essen. Versprochen!
    Bea und Ovi

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  2. LeonB - 29. Oktober 2017 6:37

    Hey May,
    Danke für Deinen Bericht ! Dachte schon wir Eltern sind die einzigen die Entzugserscheinungen nach jemandem der einem die Kuscheldecke auf dem Sofa oder das letzte Schokobon aus der Tüte mopst und getragene T Shirts und Socken liebevoll im Haus verteilt, haben. Aber Achtung beim Leon Kraulen/Massieren, würde ihm als Gegenleistung seine Nachtischportion oder 1x Spüldienstübernahme abknöpfen, lass Dich da bloß nicht um den Finger wickeln …

    Grüßen Euch alle mit Fanta 4 und dem „Tag am Meer“ !

    Petra Bäzner und Andreas Moos ( Eltern von Leon)

    Antworten

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