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Auf nach St. Blas

Autor: Dominik
Position: Karibisches Meer
(12° 33,00´N 070° 14,00´W)

Mein Tag begann ganz normal, als ich um 08:30 Uhr zum Frühstück aufstand. Nach dem Frühstück kam dann die Ansage von Sietse, die besagte, dass jetzt die letzte Chance sei, um schwimmen zu gehen bevor wir losfahren. Diese letzte Chance nahmen ich und viele andere wahr und so zog ich meine Taucherbrille mit Schnorchel an, um noch eine letzte Runde um unseren Liegeplatz schnorcheln zu gehen, da mir dies am vorigen Tag sehr gut gefallen hatte. Dieser kurze Ausflug hat sich aber sehr gelohnt, denn ich habe außergewöhnliche Fische wie z.B. den gefürchteten Steinfisch oder den Doktorfisch gesehen. Als ich dann zum Schiff zurückehrte, hieß es dann aber erstmal die Hochseenetze anzubringen und für mich das Grillrost zu reinigen. Währenddessen bemerkte ich gar nicht, dass das Schiff schon vom Ponton los gemacht worden war und wir schon unter Martins Kontrolle auf das offene Meer trieben, denn wir legten ausschließlich unter Segeln ab. Als ich meine Aufgabe erledigt hatte, hieß es dann Breitfock setzen.

Weil die Gordinge zu leicht für das Segel sind, müssen diese immer noch per Hand mit einem Bootsmannshaken nachgezogen werden. Diese Aufgabe lag diesmal an mir. Da ich vergessen hatte, das Ende des Hakens richtig am Rest des Stabs festzuschrauben, hing der Haken kurze Zeit später nur noch am Gording über dem offenen Meer. Martin machte mir und den anderen sofort klar, wie wertvoll dieser Stab ist und so mussten wir den Steuerbordhals der Breitfock nach Backbord ziehen, um den Haken nicht zu verlieren. Nach diesem aufregenden Ereignis wollte ich mich noch einmal schlafen legen, was aber nicht so gut funktionierte, da wir Schoner, Groß, Besan und zum Schluss auch noch den Flieger setzen sollten. Beim Setzen des Großsegels gelangte ein Riss in das Segel, was das Segelsetzen um ungefähr 10 Minuten verzögerte, da Sietse und Martin es erst flicken mussten. Als dann alle Segel gesetzt waren, konnte ich endlich meinen Schlaf nachholen. Nach dem Mittagessen wollte ich mich auch wieder schlafen legen, wurde aber von Ben aufgehalten, da er mit Lennard und mir in den Mast klettern wollte. Also zog ich mir meine festen Schuhe an, legte den Sicherheitsgurt an und fing an zu klettern. Durch den Wellengang gestaltete sich dies jedoch als sehr schwierig und als ich dann ganz oben kurz vor dem Ziel fast zur Seite wegkippte, entschied ich mich, wieder herunter zu klettern. Anschließend legte ich mich hin, um mein Buch zu lesen und den restlichen freien Tag zu genießen.

Dann klingelte die Glocke zum Abendessen, was aus einer leckeren Gulaschsuppe bestand. Zu dem Zeitpunkt passierten wir die Insel Aruba, wo sehr viel Schiffsverkehr war und sich auch viele Bohrinseln befanden.

Ich gehe jetzt schlafen, weil morgen unsere Wache um 05:00 Uhr beginnt.

Euer Dominik

1 comment

  1. Hella Körner - 2. Januar 2018 18:52

    Tolles Foto von dir. Ganz liebe Grüße von Hella

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