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Auswertung und Aufbereitung der Reise

Von: Johan Kegler

Nachdem die letzten Einträge vor allem auch um den Unterricht kreisten, möchte ich in diesem Artikel auf zwei Maßnahmen kommen, die uns auf dem Schiff damals meiner Meinung nach weit nach vorne gebracht haben und vor allem auch einen sehr nachhaltigen Nutzen hatten.

Irgendwann auf dem Nordatlantik fiel uns ein, dass wir ja auch dringend mit den Schülern eine Art Auswertungsgespräch über die Reise und sich selbst machen sollten. Wie immer, die wichtigsten Dinge fallen einem selten zuerst ein.

Aber nun hatten wir die Zeit und luden jeden Schüler für ein Feebackgespräch ein. Es gab Schokolade und wir stellten allen Schülern einige einfache Fragen zu sich, der Reise, der Mannschaft etc. Und was ich hier mitschreiben konnte, war und ist ein wahrer Schatz an Ressourcen und Möglichkeiten. Jeder Schüler gab sehr gute bzw. ernsthafte Antworten, mit denen wir sehr gut arbeiten konnten. Es wurden sehr gute Verbesserungsvorschläge gemacht, die ich im übrigens fast sämtlich bei OceanCollege integriert habe. Es wurde sehr gute und konstruktive Kritik geäußert an uns als Projektleitern und am Projekt selbst. Ich war persönlich sehr erstaunt, wie reif die Antworten teilweise schon waren.

Und gleichzeitig gaben wir selbst auch ein Feedback über unseren jeweiligen Eindruck der persönlichen Entwicklung, was natürlich idealerweise von der gesamten Erwachsenencrew hätte kommen müssen.

Und dann hatte ich vielleicht die beste Idee meinerseits auf der ganzen Reise, als ich ein Bordbuch für die gesamte Reise vorschlug. Damit waren alle sofort einverstanden und es wurde schnell eine Schülergruppe dafür gebildet. Additiv dazu gab es dann noch das Projekt „Bordfilm“ und natürlich eine Foto CD der gesamten Reise. Und so entstand unter ziemlich großen Aufwand ein Kompendium unserer gesamten Reise. Alle Tagesberichte kamen rein, unser Sprüchebuch der gesamten Reise (bester Spruch bei der Nachtwache von mir: „Ich kann die Sterne nicht fotografieren, mein Blitz ist zu schwach!“), und schließlich, als bester Teil und auch größter Aufwand: Jeder schrieb jedem an Bord einen Abschiedsbrief. Das waren dann immerhin jeweils 30 Briefe, aber das ist bis heute wohl die persönlichste Note.

Und wir machten einen Bordfilm, der den Zuschauer einmal durch das komplette Schiff führte und jeden Teilnehmer unserer Reise zu Wort kommen ließ. Schönster Spruch einer Schülerin hierbei war sicherlich: „Hallo Mama, hallo Papa, ich vermisse euch überhaupt nicht und es geht mir sehr gut!“

Aber bei diesen Projekten waren alle Schüler sehr motiviert dabei und das machte uns allen großen Spaß. Und bis heute schaut man sehr gerne in das Buch rein.

 

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