Ocean College

Reiseblog

Lernen, die Hüften zu schwingen

Autorin: Hannah W.
Position: Costa Rica, Coronado
(San Jose)

Nachdem unsere Wecker geklingelt hatten, standen wir um 8:30 Uhr auf. Die Uhrzeit war für uns praktisch purer Luxus, weil wir sonst meist um 6:00 Uhr aufstehen müssen. Wir machten uns in Ruhe fertig und nutzten die restliche Zeit, um mit unseren Freunden und Eltern zu telefonieren. Unsere Gastfamilie hat sehr gutes WLAN, was sehr erfreulich ist, da man so immer auf dem Laufenden ist. Wir guckten während den Telefonaten nicht auf die Uhr und darum mussten wir uns etwas beeilen, um noch zu unserem heutigenxf Treffpunkt, der Kirche, sprinten. Dort standen schon Busse bereit, die uns zu einer Tanzschule bringen sollten. Nach einer kurzen Busfahrt, bei mal wieder ziemlich schlechtem Wetter, waren wir da und wurden von einem aufallend extravaganten Tanzlehrer reingelassen. Zuerst standen Aufwärmübungen auf dem Programm, welche jedoch bereits Po und Hüftenschwingen beinhalteten. Dies sah bei allen dementsprechend komisch aus.
Weil man Salsa jedoch nicht allein tanzt, sondern mit einem Partner, hieß es: Männerwahl. Ich habe mit Emil getanzt, was am Anfang auch ganz gut geklappt hat. Als es dann hieß, dass wir die Partner wechseln sollten, streikten wir nach einer Runde und fragten ob wir bei unseren alten Partnern bleiben könnten. Dies war viel entspannter, da man sich nicht ständig an neue Körpergrößen gewöhnen musste.
Nach schon einer Stunde war die Sache beendet und es war wirklich anstrengender als erwartet. Nun ging es auf direktem Wege zur Sprachschule, wo uns schon Pizza bereitgestellt wurde, worüber sich denke ich mal alle sehr freuten. Wenn der Tag schon mit Reis und Bohnen, oder auch „Gallo Pinto“ genannt, beginnt, ist Essen ohne Reis bei allen sehr beliebt.
Anschließend hatten wir wie immer vier Stunden Spanischunterricht. Ich bin in einer Gruppe mit Lisa, Mika und Lucas. Unsere Lehrerin ist todeslieb und so geht die Zeit jedes Mal sehr schnell vorbei. Nachdem wir in unserer kleinen Gruppe die letzte Übung „Scrabble“ beendet hatten, war es schon fast 17:00 Uhr. So machten wir uns schnell auf den Heimweg, da Zuhause das Essen bereits auf dem Tisch stand. Heute gab es nochmal Pizza, weil unsere Gastmutter nicht da war. Diese machten wir uns warm und genossen sie bei Netflix. Nachdem wir aufgegessen hatten, fragten uns Merle und Wanda, ob wir mit Ihnen noch weggehen wollten. Spontan schlossen sich auch noch ein paar andere an und es wurde ein ganz lustiger Abend.

Ich hoffe es geht euch allen gut!

Eure Hannah

Que la fuerza te acompañe

Autorin: Merle
Position: Coronado, Costa Rica

Ich würde ja gerne sagen, dass mein Tag so begann wie jeder andere hier in Costa Rica, doch leider war das nicht der Fall. Wir, Wanda und ich, sind zu zweit bei einer alten, netten Dame untergekommen, mussten heute sehr, sehr früh aufstehen. Mit sehr, sehr früh meine ich 4:45Uhr. Unser Wecker klingelte und wir mussten unsere Gastmutter aufwecken gehen. Um 5:00 Uhr gab es dann Frühstück, wie fast immer Reis mit den schwarzen Bohnen, die hier alle immer essen und dazu ein Rührei mit Bacon. Danach machten wir uns schnell startklar, denn heute stand auf dem Programm Water-Rafting! Eigentlich sollte das das Highlight aller Programme werden, aber darauf kommen wir später nochmal zurück…

Zum Glück wurden wir heute Morgen gefahren, da es die ganze Nacht schon durchgeregnet hatte und es einfach nicht mehr aufhörte. Dadurch waren Wanda und ich heute sogar ausnahmsweise Mal pünktlich an der Kirche, wo schon zwei Busse für die Tour bereitstanden. Im Bus hielt mir Mika einen Platz frei und wir versuchten es uns halbwegs bequem zumachen, da die frühen Umstände schon echt hart waren.

Mit dem Bus fuhren wir 3 Stunden zur Karibikseite von Costa-Rica und es regnete und regnete. Aber eigentlich machte der Regen die Fahrt ziemlich entspannend. Wir hörten Musik und versuchten etwas die Augen zuzumachen, bevor es dann zu dem Actionteil kommen sollte.

Als wir nach den 3 Stunden an einem Restaurant ankamen, war der Plan, dass wir dort noch einmal frühstücken, dann water-raften gehen und danach bei dem gleichen Restaurant Mittag essen. Dieser Plan fiel jedoch leider wortwörtlich ins Wasser. Wir erfuhren dann, ich betone nochmal: nach der 3 stündigen Busfahrt, dass der Fluss überflutet ist und wir dadurch nicht unser Programm durchführen konnten. Die eine Hälfte von uns, zu der gehörten Wanda und ich, war ziemlich enttäuscht, denn wir hatten uns eigentlich schon sehr gefreut mal etwas actionreicheres zu unternehmen. Die andere Hälfte jedoch war anscheinend ziemlich erleichtert, da sie nicht so unglaublich viel Lust hatten und vielleicht sogar etwas Angst, oder sagen wir Respekt, vor der ganzen Sache hatten.

Naja, auf jeden Fall konnten wir dann auch nicht mehr in dem Restaurant essen, da es hieß, dass der Damm, welcher neben der langen Bergstraße lag, die wir hochgefahren waren, brechen könne und deswegen die Straße gesperrt wird. Weil wir aber noch heute zurück nach Coronado wollten und wir nicht wussten wann die Straße geöffnet werden würde, fuhren wir schnell wieder runter und suchten uns ein anderes Restaurant aus, bei dem wir auf dem Hinweg schon eine kleine Toilettenpause eingelegt hatten.

Zum zweiten Frühstück gab es für Wanda und mich dann einen Käse Tortilla der irgendwie aus so gut wie nur Käse bestand. Das war ziemlich mächtig und weil wir nicht alles aufessen konnten, hatten die Jungs noch ein bisschen mehr.

Um 12:30 Uhr kamen wir wieder an der Kirche von Coronado an. Wir waren also über 6 Stunden unterwegs. Die Busfahrt zurück war aber eigentlich ganz lustig, weil wir uns aufgeteilt hatten, wer zurück nach Hause wollte, oder wer ins Kino gehen wollte und wir dann eine kleine, nette Truppe im Bus waren. Wanda und ich entscheiden uns ja dann dafür wieder zurück zum Gasthaus zu fahren, einmal, weil wir momentan echt viel zu lernen haben und weil wir dachten, dass wir nochmal etwas Schlaf aufholen könnten. Das beides machten wir letztendlich nur halb.

(Aus der Sicht eines Kinogängers: Der Großteil, 24 Schüler, machte sich mit Falco und Noemi auf den Weg nach Cinepolis in der Lincoln Mall. Wir hatten zunächst 2 Stunden Zeit, um in der Mall etwas Bummeln zu gehen. Manche aßen ein Eis, manche gingen Shoppen und andere entspannten bis es dann um 14.00 Uhr Mittagessen in einem Food Court gab. Wir konnten uns zwischen zwei Läden entscheiden. So kam es, dass Alisa Sushi gegessen hat, während es für Andere Pizza, Salat, Panini, Mozzarella Sticks oder Sandwiches gab. Nach dem Mittagessen bekamen wir unsere Kinokarten und stellten uns in die Popcorn Schlange. Jeder durfte sich auch hier wieder etwas zu essen und zu trinken aussuchen. Für die Meisten gab es dann ein großes Popcorn (welches echt sehr interessant schmeckte, da das süße Popcorn hier Caramellpopcorn ist) und eine große Coke. Wir setzten uns in Kinosaal 14 und warteten bis der neue Star Wars anfing. Zum Glück lief der Film auf Englisch mit spanischem Untertitel. Wir fanden ihn alle spitze und diskutierten im Bus noch darüber. So kam es z.B. dazu, dass sich ein Ocean College Team Ren (Ben und Rey) gebildet hat und wir nun alle gespannt sind, ob sich unser Traum in den nächsten Filmen erfüllen wird (Star Wars Insider Wissen).  Dann fuhren wir Kinogänger auch schon zurück nach Coronado)

 

Zurück zu Merle: Als wir ankamen, waren wir allein im Haus und ich facetimte erst einmal mit ein paar Freunden. Danach lernte ich eine Stunde lang für meinen Bioleistungskurs. Wir schauten ein paar YouTube Videos und machten uns einen ruhigen Sonntag. So um 17:00 Uhr lief ich zu einem kleinen Supermarkt, der in unserer Straße ist und kaufte Müsli, Obst und Milch zum Essen ein, da unsere Gastmutter immer noch nicht da war. Ich deckte schön den Tisch, rief Wanda zum Essen und wir redeten ganz viel wie eigentlich durchgehend momentan. Als wir grade alles abgespült hatten, kam unsere Gastmutter wieder und wir quatschten so gut es ging mit ihr, was manchmal etwas schwierig abläuft, da wir beide kein Spanisch in der Schule zu Hause haben und sie nur Spanisch sprechen kann und kein Englisch. Aber wir bekommen das meist gemeistert. Im Notfall verständigt man sich halt mit Händen und Füßen.

Als wir wieder im Zimmer waren, machten wir ein 20 Minuten Workout aus dem Internet, denn wir machen seit wir hier sind jeden Tag Sport, ob joggen, Workout oder wandern.

Jetzt gleich um 20:00Uhr treffen wir uns noch mit Inga und Mika wieder vor der Kirche und wir lassen gemeinsam den Sonntag ausklingen, da wir morgen erst um 9:45 Uhr wieder parat sein müssen. Deswegen mache ich mich jetzt noch schnell fertig und beende den Tagesbericht.

Ich möchte noch viele Grüße an meine Familie und Freunde ausrichten und ich hoffe ihr hattet auch einen schönen Tag. Denn auch wenn heute so einiges schiefgegangen ist, war der Sonntag schön ruhig und das muss ja auch mal sein. Also bis dann,

Eure Merle

Schwarze Vulkanasche

Autor: Finn
Position: Irazu Vulkan, Costa Rica

Es hätte ein entspannter Morgen sein können. Um 7:00 aufstehen, dann frühstücken, Sachen packen und zur Sprachschule laufen. Leider habe ich den Wecker verschlafen, also musste alles etwas schneller gehen. Ein schnelles Frühstück, bestehend aus zwei Toast, dann den Rucksack schnappen und zur Sprachschule laufen. Auf diesen etwas hektischen Tagesbeginn folgten 3,40 h Spanisch-Unterricht bis 11:40. Danach stiegen wir in den Bus, der uns nach Cartago brachte. Zum Mittagessen gab es Reis, Bohnen und Fleisch oder Käse. Dann ging es hoch zum Krater des Vulkans Irazu. Der Weg dorthin führte durch eine ländliche Gegend. Die Spitze erschien wie in Nebel gehüllt, da sie genau in den Wolken lag. Der „Krater“ an sich bestand aus zwei Kratern in denen sich Wasser gesammelt hatte und einem dritten, erloschenen Krater, den man betreten konnte. Das Wasser in den Kratern war blau von Mineralien und der Boden bedeckt mit schwarzer Vulkanasche. Wir hatten eine Stunde Zeit uns die Krater an zu schauen, dann müssten wir wieder in den Bus. Der Bus brachte uns, mit einem kurzen Stopp auf einer Aussichtsplattform um Fotos zu machen, nach Catago City, wo wir eine katholische Kirche besuchten. Die Kirche war sehr eindrucksvoll und über und über mit Gold verziert. Leider haben wir außer der Kirche nicht viel von der Stadt gesehen, denn bald mussten wir wieder zurück in den Bus und auf ging es nach Coronado. Als wir dann um ca 20 Uhr nach hause in die Gastfamilie zurück kamen, hab ich nur noch schnell zu Abend gegessen und bin dann ins Bett, denn morgen muss ich früh aufstehen.

Euer Finn