Ocean College

Reiseblog 18/19

Navysealteam Ocean College

Date: 11.11.2018
Author: Louiz
Position: Santa Cruz
Geographical Position: 28º27.8 N 16º14.6 W
Etmal: 0 NM (total: 1964 NM)

02:00 Uhr nachts auf der Pelican of London. Normalerweise wäre jetzt nur die Nachtwache wach, aber heute stehen ca. 25 Leute auf dem Deck und beobachten, wie das Dinghy (Motorboot) des Nachbarschiffes langsam auf sie zutreibt. Im Wasser sind Nils, Sinan und eine dritte Person, welche anonym bleiben will. Die drei und die 25 anderen gehen durch „Klauen“ des Dinghys einer langen Tradition der „Pranks“ (Streichen) unter Schulschiffen nach. Sie begleiten es mit Schwimmwesten und Sicherheitsleine durch das Hafenwasser, während die anderen das Dinghy zur Pelican ziehen. Zumindest bis wir die Rufe von einem ziemlich aufgebrachten Lehrer der Thor Heyerdahl hören und uns mitgeteilt wird, dass wir fünf Minuten Zeit haben, um zurück zu kommen. So endete das nächtliche „Abenteuer“ und startete unser Tag. Nach fünf Stunden Schlaf und dem Frühstück trafen wir uns dann alle an Deck des Schiffes und gedachten der Opfer und Leidtragenden des 1. Weltkrieges, da sich das Kriegsende heute zum hundertsten Mal jährt. Nachdem wir dazu Reden von Poldi und Nils gehört haben und zwei Schweigeminuten eingelegt haben, durften wir wieder abtreten. Der Strandausflug nach dem Mittagessen war das Highlight des Tages. Alle zusammen liefen wir zur Bushaltestelle, an der wir gefühlte 20 Minuten auf den Bus warteten, der laut der Anzeige in fünf Minuen kommen sollte. Also alles wie gewohnt. Endlich im Bus sitzend fuhren wir dann ca. 15 Minuten, bis wir am Strand waren. Dort angekommen, stürmten die meisten sofort in das schon wieder lang ersehnte Meer. Bei einer Wassertemperatur von 21,5º Celsius ließ es sich dort sogar für einen Badewannenliebhaber wie mich aushalten.
Nach dem Schwimmen und einem kleinen Snack hatten wir dann ein Gruppen-Meeting am Strand, bei dem mir zum ersten Mal richtig klar wurde, dass wir jetzt schon einen Monat unterwegs sind. Auch wenn ein Tag an Bord sich meist anfühlt wie zwei, war ich ziemlich überrascht, dass wir alle schon so lange von zuhause weg sind. Als wir uns auf den Rückweg zum Schiff gemacht haben, kam sogar noch der Eiswagen vorbei. Nach einem sehr leckeren Abendessen entschieden sich dann einige dazu, nochmal in die Stadt zu gehen, während eine andere Gruppe sich dazu entschied, den Tag mit einem Film ausklingen zu lassen, obwohl der Film „1492- Die Entdeckung des Paradieses“ dazu wirklich nicht zu empfehlen ist.

Alles in Allem mal wieder ein ereignisreicher, wenn auch ein bisschen chaotischer Tag.

P.S.: Viele Grüße an Zuhause und an Lukas und Mascha

OC News Flash

Date: 10.11.2018
Author: Justus
Position: Santa Cruz
Geographical Position: 28º27.8 N 16º14.6 W
Etmal: 0 NM (total: 1964 NM)

Welcome to our 29th spectacular Ocean College News Flash. Prepare for the latest (sometimes maybe a little late) most stunning and adventures news and stories all about the Ocean College from the view of the brave students and mentors. As always, we’re are going to begin with the weather. The day started sunny with clouds as fluffy as our cook‘s cake, got even sunnier during the day and a little less sunny in the evening. You could describe the day with the German saying „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ (summer, sun, sunshine), except for the fact that it’s autumn. But it seems to be more and more irrelevant as we‘re heading south.
Moving on with the Daily News. After our newest crew member Sybille, who arrived the day before, introduced herself and gave a little preview of what she is going to do with the media pathway in the next ten days, it was time for school. Continuing the „media touch“ Sybille created, we had two lessons of German covering the topic „interview questions and how to ask them“ followed by a lesson of Chemistry – the best subject ever (at least Miriam told me so). As soon as we finished the delicious sandwiches for lunch, everyone started going outside to start our city tour through Santa Cruz except for the media pathway. They stayed at the ship to record some interviews in their first sitting with Sybille.

Time for Santa Cruz traffic news. A big group of German talking students, looking like half of them didn’t take a shower in the last seven days, has been sighted walking across the streets in Santa Cruz from one park to another. But no worries, they never ran across a red light. In the evening, they split up and disappeared to shop and have dinner.

And at the end of the day, our beloved Ocean College rumours. After everyone returned to the ship a few of the students (about 20) had a secret meeting discussing secret stuff. Some rumours say a epic cue against our dear neighbors KuS was planned this evening. But who knows. We’ll surely find out soon. Stay tuned.

Partyabend auf dem Nachbarschiff

Date: 09.11.2018
Author: Helena
Position: Santa Cruz
Geographical Position: 28°27.8 N 16°14.6 W
Etmal: 0 NM (total: 1964 NM)

Mit Kartenspielen und einem Frühstück auf dem Deck in der Morgensonne sowie dem Blick auf die nebeligen, zackigen Berge von Teneriffa begann mein Tag. Ich hatte Hafenwache von 06:00 bis 08:00 Uhr mit Marcel und Penelope.
Zum Frühstück konnten wir heute, dank des späten Einkaufs gestern, endlich wieder das lang ersehnte Porridge essen. Danach durften dreizehn von uns im Vormittagsunterricht von 08:00 bis 12:00 Uhr bei Peer über den 1. Weltkrieg lernen, während die andere Gruppe unter Deck das komplette Schiff putzte. Nach dem Mittagessen besprachen wir alle in einem Meeting unsere Essproblematik. Es passiert nämlich tatsächlich sehr häufig, dass auf einmal Essen verschwindet, das noch verwertet werden sollte. So ist z.B. über letzte Nacht eine ganze Packung Schokomüsli leergeworden, auf die sich viele schon gefreut hatten. Heute hat es erfreulicherweise sehr gut geklappt. Peer hat das Problem angesprochen, die Regeln, die das Essverhalten betreffen, nochmal erklärt und damit hatte sich das Thema erledigt. Es könnte natürlich auch daran gelegen haben, dass die Crew und die Lehrer_innen anwesend waren, aber trotzdem werden unsere Meetings, seit der lustigen Eskalation vor ein paar Tagen, immer besser. Dennoch macht sich die Crew immer noch ab und zu darüber lustig und sagt scherzhaft, wenn wir ein Schülermeeting ankündigen, dass sie sich alle verstecken werden. Aber auch wir Schüler lernen dazu und ich bin sicher, dass wir immer demokratischer werden.
Nach dem Meeting setzten Elisa und ich uns aufs Poopdeck vor das Wheelhouse, um dort Gitarre zu spielen und zu singen. Die freie Zeit war leider sehr kurz, da Elisa zum Nachmittagsunterricht und ich mit meiner Gruppe das Schiff in Schuss bringen musste. Die Pelican braucht einen neuen Anstrich. Meine Traumvorstellung: Ein blaues Wheelhouse, gelbe Außenwände, rote Innenwände usw. Ich nenne die Pelican schon liebevoll das pummelige Partyboot.
Nach unserem Abendessen durften wir unsere Handys nehmen und in die Stadt gehen. Auf dem Weg sind wir an der Thor Heyerdahl vorbeigelaufen, die neben uns im Hafen liegt und wurden da schon von der lauten Musik angezogen. Als gerade zufällig zwei Schüler_innen von KUS die Segel hinuntergeklettert sind, haben Elisa und ich gefragt, ob das bei ihnen normal sei. Da mussten sie lachen und haben erzählt, dass sie für die Schüler_innen ihrer spanisch-deutschen Partnerschule ein Fest feiern.
Nachdem wir also bis 21:30 Uhr in der Stadt waren, Eis gegessen, Fotos gemacht, eingekauft und reichlich telefoniert hatten, haben unsere Lehrerinnen Miriam und Christin uns erlaubt, bis 23:00 Uhr zu den anderen aufs Schiff zu gehen. So war also wirklich fast unsere gesamte Crew auf der Thor Heyerdahl, hat dort getanzt, getrunken (nein, keinen Alkohol 😉 ), das Schiff angeschaut und neue Bekanntschaften geschlossen. Nach der Party saßen wir dann noch zu zehnt in der Messe unserer Pelican, um auf Sinans Geburtstag zu warten. Als er dann um Mitternacht endlich 16 wurde, haben wir ganz leise für ihn gesungen. Elisa und Fabi haben unser Ständchen sogar auf der Gitarre begleitet.
Danach hatte ich die 1,5 Stunden lang ersehnten Schlaf, bis ich dann von 2:00 Uhr bis 4:00 Uhr mit Fabi wieder Wache hatte. Mit unseren Gitarren und Sebi, der nicht schlafen konnte, ging die Zeit aber angenehm schnell vorbei.
Jetzt wünsche ich meiner Familie und vor allem meinem Opa ein ganz schönes Geburtstagsfest und drück euch alle ganz fest. Ganz liebe Grüße auch an meine Freunde, ich denke oft an euch 🙂
P.S.: Robert bedankt sich herzlich für die Post.
P.P.S.: Marcel grüßt ganz lieb seine Familie.
P.P.P.S.: Justus wünscht Hannah alles Gute zum Geburtstag.
P.P.P.P.S.: Viele liebe Grüße von Tabi an ihre Eltern.