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Day 2 on the Biscay

Autor: Nora
Position: Biskaya
(45° 45,524 N 06°51,296W)

Noch ein welliger Tag mit vielen Seekranken!

Heute ist der zweite Tag in der Biskaya. Es sind immer noch sehr hohe Wellen, wodurch das Schiff ganz schön schwankt. Beim Schlafen ist das noch auszuhalten, aber sobald ich aufstehe geht es mit der Seekrankheit wieder los.

An Frühstück ist bei mir deshalb nicht zu denken und es geht erstmal zum Brechen an die Reling. Draußen hält sich die Übelkeit in Grenzen, deshalb ist der Wachdienst bis auf Kälte, Wind und Regen gut. Jetzt beim Schreiben dieses Textes in der Messe wird mir wieder schlecht und es geht wieder an die Reling, wo ich dann auch gleich nach dem Spucken von einer Welle überspült worden bin. Deshalb heute auch nur dieser kurze Text.

Sehr bemerkenswert ist es aber, dass jeder, der nicht seekrank ist, den Kranken hilft und mit Essen, warmer Kleidung und aufbauenden Worten unterstützt. Morgen möchte ich auch zu dieser Gruppe gehören!

Außerdem müssen wir unseren anvisierten Kurs etwas ändern und in Finisterre („Das Ende der Welt) halten, da unser Schiffskoch leider bei einer Welle gestürzt ist, sich den Arm ausgekugelt hat und wir einen Arzt aufsuchen müssen. Hoffentlich ist es nichts Schlimmes!

Ein Wort noch von der Projektleitung: Wir verschicken die Mails vom Schiff mit dem Programm „SailMail“ und da werden die Mails nicht wie an Land sofort, sondern nur einmal am Tag versendet. Entsprechend kann es dann mit dem letzten Bericht immer etwas dauern. Aber ganz grundsätzlich gilt: Keine Nachrichten von uns sind eigentlich gute Nachrichten. Ich habe mir jetzt auf mein Telefon eine Satellitenverbindung legen lassen und wäre also in der Lage, sofort auch vom Schiff aus anzurufen, wenn etwas mit Ihrem Kind passieren würde wie jetzt etwa mit Erlin, dem Schiffskoch. Und falls er die Reise nicht weiter fortsetzen könnte, was natürlich bedauerlich wäre, plant Martin natürlich genau wie wir auch mit einem Backup und könnte einen neuen Koch einfliegen.
Und mit der Seekrankheit wird es jetzt ab Spanien auch besser werden, wenn wir die ersten Ausläufer vom Passat bekommen wie überhaupt das Schiff stabiler steht, wenn gesegelt wird. Heute sind wir den ganzen Tag direkt gegen den Wind anmotort und da rollt das Schiff dann nach allen Seiten und das kann wirklich unangenehm sein.

Eure Nora / Johan

5 comments

  1. LisaK - 24. Oktober 2017 5:35

    Wir sind bei Euch. Ihr macht das super! Liebe Grüße aus dem nassen und kalten München.
    Holger (Papa von Lisa)

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  2. Markus Stojan - 24. Oktober 2017 10:05

    Unglaublich, was ihr alle erlebt – und bei allem Unangenehmen ist doch eins immer wieder in euren Berichten zu lesen: Freude und Zusammenhalt. Stark! Viel Kraft und gute Besserung an Erlin,
    Markus (Vater von Merle)

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  3. marco nosbusch - 24. Oktober 2017 10:09

    Alles klar jetzt .Habe wieder Position von marinetraffic.
    Ihr seid super.

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  4. christiane goerens - 24. Oktober 2017 12:10

    haltet die Ohren steif bei dieser steifen Brise – hihi !

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  5. Finn - 24. Oktober 2017 15:56

    Hallo Nora
    Ein großes „Danke“ Dir und den anderen Autoren für die wunderbaren Berichte! Ich genieße meine täglich „Bordzeitung“ in der Kaffee-Pause im Büro, und Ihr habt hier inzwischen noch paar interessierte Landratten mehr die Eure Berichte gern lesen. Wir freuen uns jeden Tag mit Euch!
    Herzliche Grüße aus Frankfurt an die gesamte Crew!
    Johanna (Mama von Finn)

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