Ocean College

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Day off und Zusammenkunft der beiden Gruppen

Autor/in: Tobias B.
Position: Coclés, Costa Rica
(One World Farm)

Das Gebrüll war mal wieder deutlich zu hören. Wie jeden Morgen höre ich die Brüllaffen aus dem Dschungel schreien, weil das Fenster mit Fliegengitter die ganze Nacht über geöffnet war. Auch die harte Matratze und die dünne Bettdecke machten das Aufwachen nicht entspannter. Nachdem ich eine Stunde lang „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ gelesen habe, fing ich an, ansatzweise mein Zeug vom Boden zu sortieren und mich umzuziehen. Der Bungalow, der an sich sehr groß ist, ist mit Dreck vom Vortag verschmutzt und die Erwartung auf ein weiteres Reis-mit-Bohnen-Frühstück lies meine Laune nicht gerade steigen. Schließlich machte ich mich mit Finn und Nils zum Haus der Anderen auf, wo es dann tatsächlich das Übliche gab und ich den Großteil meiner Portion an noch Hungrige vergab. Nachdem der zweite Teil der Gruppe (vom Pazifik reisten sie zu uns für eine Nacht an) abends ankommen wird, ordnet uns Kathrin an, wieder den fünf Minuten Fußmarsch zurück zu nehmen und alles sauber zu fegen/wischen. Ich meldete mich freiwillig für das Bad, in dem diesmal zum Glück keine Spinne von zehn Zentimetern Größe auf mich lauerte, wie am Vortag. Unsere Motivation, in die Stadt zu dürfen, wenn wir alles ordentlich und zeitlich gut erledigt haben, trieb uns voran und so waren wir schon vor dem Mittagessen fertig. Als große Überraschung wurde uns Nudeln mit Thunfisch oder in meinem Fall mit Gemüse und Tomatensauce (Vegetarier) serviert und die am meisten waren über diese willkommene Abwechslung froh. Nach Finns Küchendienstplan durfte ich mit ihm noch Teller und Tassen abspülen und dann ging auch schon die Pickup-Fahrt zur Hauptstraße, wo wir herausgelassen wurden, los. Ab dann wanderten Finn, Nils, Nico und ich los Richtung Stadt, die laut Ken, dem die Farm gehört, nur 30 Minuten entfernt ist, in der wir gegen 14:00 Uhr ankamen, in der wir in den größten Supermarkt der Gegend liefen. Nach reichlichem Oreo-Einkauf, Ginger Ale (Ingwerlimonade) und ein Becher Eis setzen wir uns an den Strand mit Internetzugriff, jedoch wurde das bei meinem 2% Akku nicht viel außer ein wenig Bilder anschauen. Gerade als wir auf dem Rückweg waren, kam die Frau von Ken mit ihrem Pickup vorbei und bot uns an, einzusteigen und mitzufahren, was wir nicht ausschlugen. Der eigentliche Treffpunkt war für 17:30 ausgemacht, Ken haben wir Bescheid gegeben, dass er es den anderen mitteilt, wir seien schon oben, und so hatten wir noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen. Als die restliche Gruppe mit über einer Stunde Verspätung ankam, war jeder entrüstet, dass wir uns nicht abgemeldet hatten, da sie sich große Sorgen gemacht und bereits Suchaktionen geplant hatten. Letztendlich stellte sich alles als Kommunikationsfehler von Ken heraus. Kann ja mal passieren. Nach dem Reis-Bohnen Abendessen haben sich alle noch lange unterhalten und den Abend mit einem Reisgetränk ausklingen lassen. Der Rückweg zum Bungalow und das Schlafengehen war nichts Besonderes mehr.

Euer Tobias

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