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Der Abstieg vom Teide

Autorin: Inga

Position: Santa Cruz de Tenerife, Spanien

(28°28,07 N 016°14,56 W)

Liebes Tagebuch,

Heute früh wurde ich sehr früh geweckt. Es war halb fünf und ich befand mich in der kleinen Berghütte auf dem Teide. Wie die meisten Mitschüler hatte ich aufgrund der dünnen Luft dort auf der Höhe nur wenig geschlafen. Wir frühstückten unser Brot, welches wir am Vortag den Berg hoch getragen hatten. Das fiel sehr sparsam aus, denn wir hatten jeglichen Aufstrich auf unserem Schiff vergessen.

Pünktlich um fünf Uhr machten wir uns auf, um unser Tagesziel auch zu erreichen. Wir wollten den Teide vor Tagesanbruch bis zum obersten Gipfel besteigen, um den Sonnenaufgang dann von oben über den Wolken bestaunen zu können. Ich war noch etwas verschlafen, als wir alle mit Stirnlampen ausgerüstet den schmalen Pfad hoch wanderten. Für diesen Abschnitt ließen wir glücklicherweise unsere Rucksäcke an der Berghütte zurück, so fiel der Aufstieg leichter. Es war sehr dunkel, kalt und windig und ich orientierte mich an den Fersen meines Vordermanns, um dem Weg einfacher zu folgen.

Die Aussicht war schon im Dunkeln toll. Wenn man den Berg hinunter schaute, sah man die vielen Lichter von den Städten, aber auch die Lichter der Stirnlampen die den Weg nach oben erleuchteten. Es war sehr anstrengend, denn vor allem die letzten Meter bis nach oben waren sehr steil und der Wind blies dort oben ganz schön stark. Ganz oben, es war bereits schon heller geworden, hatten wir ein wunderschönes Panorama. Mit dem Sonnenaufgang hatten wir echt schöne Farben im Himmel, doch die Kälte trieb mich schnell wieder auf den Rückweg. Ich hätte besser Handschuhe und wärmere Kleidung mitnehmen sollen. Den Berg runter zu gehen war einfacher als hoch, es war hell und ich konnte den Weg nun auch richtig sehen. Bei der Berghütte, in der wir geschlafen hatten, holten wir unsere Rucksäcke ab und machten dort noch eine Pause. Wir hatten tolles Wetter und die Vorfreude, endlich unten am Bus zu sein, war groß. Nach viereinhalb Stunden hatten wir den Rückweg geschafft. Unten am Parkplatz mussten wir jedoch noch auf den verspäteten Bus warten. Auf der Rückfahrt, bei der man die Vulkanlandschaft sehr gut nochmal betrachten konnte, schlief die Hälfte im Bus. Die vielen Serpentinen machten Emil allerdings zu schaffen und wir machten eine kleine Pause, damit er sich erholen konnte. Der Tag war schon ganz schön anstrengend gewesen, dafür hatten wir aber auch eine atemberaubende Aussicht.

Endlich wieder auf dem Schiff, freute ich mich besonders über das Essen und über die Dusche. Den Rest des Tages hatten wir Landgang und die meisten gingen noch mal in die Stadt. Ich blieb an Bord, um noch mein Zimmer etwas aufzuräumen. Auch während des Abendessens waren die meisten Mitschüler in der Stadt, denn bald legen wir wieder ab und fahren weiter nach Kap Verde.

Liebe Grüße, vor allem an meine Familie.

Eure Inga

2 comments

  1. Karin Bruns - 11. November 2017 1:09

    Ich freue mich jeden Tag über die Berichte von Eurer schönen
    Reise und wünsche immer eine HANDBREIT Wasser unter´m
    Kiel!
    K.Bruns 76

    Antworten
  2. Stefan - 17. November 2017 22:10

    Hallo Inga, Hanna und ich habe gerade deinen Blog-Eintrag gelesen. Ich hoffe du hast eine wunderbare Zeit! Wir beneiden dich beide um dein Abenteuerreise. Stefan & Hanna.

    Antworten

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