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Der Aufstieg auf den Teide

09Autor: Lucas

Position: Santa Cruz de Tenerife, Spanien

(28°28,07 N 016°14,56 W)

Um 08.30 Uhr wachte ich auf, da ich, wie fast jeden Tag, die Glocke verschlafen habe. Nachdem ich mich umgezogen hatte, wollte ich nach oben in die Messe gehen, um zu Frühstücken, doch als ich in den Gang trat, sah ich eine fast unüberwindbare Mauer an Wanderrucksäcken, die sich im Flur stapelten. Nachdem ich über die Rucksäcke geklettert bin, habe ich erst einmal gefrühstückt und Brote geschmiert, denn heute würden wir ja den Teide besteigen. Nachdem alle ihre Rücksäcke an Deck getragen hatten, wurden sie gewogen und dann wurde der Inhalt ein wenig umverteilt, so dass zum Beispiel Nora weniger tragen musste als Basti. Danach mussten alle noch einmal das Schiff sauber machen, da wir ja zwei Tage weg sein würden und das Schiff im sauberen Zustand hinterlassen werden sollten. Ich half die Toiletten zu putzen.

Nachdem die Arbeit erledigt war, liefen wir alle schnell zum Bus, denn wir waren schon etwas spät dran. Rucksäcke einladen, anschnallen und los geht die 1 ½ stündige Fahrt in Richtung Teide.

Nach etwa einer halben Stunde schlief ich ein. Zu der Zeit fuhren wir durch einen Wald. Deshalb erlitt ich einen kleinen Schock, als ich eine Stunde später aufwachte und nur eine komplett karge Landschaft um mich herum sah. Rote Steine und Felsen, vertrocknete Büsche und einen riesigen Berg, der sich bis über die Wolken hin erstreckte. Plötzlich hielt der Bus an, schmiss uns im Nirgendwo raus und fuhr weg. Kurz darauf liefen wir los: Johan als Erstes und Otto und Sebastian als Letzte.

Die ersten 90 Minuten Wandern waren nicht sehr anstrengend, da es nicht sehr steil und der Weg relativ eben war. Danach machten wir alle eine Pause. Nachdem ich einen Energieriegel gegessen hatte, hielt ich mein Referat. Das Thema war Vulkanismus- die Entstehung von Teneriffa. Es lief eigentlich ganz gut. Johan kündigte an, dass es ab jetzt steiler werden würde und dass die „Ochsen“ unter uns, nachdem sie hochgegangen waren, den anderen wieder entgegen laufen sollten, um ihnen mit ihrem Gepäck zu helfen. Die letzte Etappe des heutigen Aufstiegs war wirklich sehr anstrengend. Ich war extrem erleichtert, aber auch total kaputt, als ich nach 2 ½ Stunden bei der Hütte ankam. Nach einiger Zeit schleppten sich die letzten von uns, mithilfe der „Ochsen“, zur Hütte hoch. Als sich alle in den Aufenthaltsraum der Hütte quetschten, war vielen kalt und manche hatten Kopfweh durch die Höhe (3200m).

Wir mussten 1 ½ Stunden warten, bis wir unsere Zimmer beziehen konnten. Ich war in dem 14 Jungen-Zimmer, was ziemlich laut war. Um sieben Uhr haben wir delikate Dosenravioli gegessen. Johan erklärte uns danach, dass wir früh schlafen gehen sollten, denn am nächsten Morgen würden wir um 04:30 Uhr aufstehen, um den letzten Rest des Teide zu besteigen und den Sonnenaufgang anzusehen.

Doch es dauerte noch Ewigkeiten, bis ich zu Schlaf kommen sollte, denn viele verhielten sich wie 12 Jährige auf ihrer ersten Klassenfahrt.

Euer Lucas

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