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Der Fisch ist auf dem Tisch.

Autor: Nicolas

Position: Atlantik

(16° 59,3N 031° 54,6W)

 

Da ich gestern zwei Stunden beim Putzen helfen musste, war ich dementsprechend müde und nicht wirklich motiviert, Unterricht zu haben. Doch dieser war letzten Endes sehr nützlich, um den nicht vorhandenen Schlaf ein bisschen nachzuholen.

Mittags gab es unseren selbst gefangen Fisch. Dieser war als Filet gebraten. Obwohl ich eine generelle Abneigung gegen Meerestiere auf dem Tisch habe, muss ich sagen, dass er sehr gut geschmeckt hat und auch die anderen waren begeistert. Das lag vielleicht auch daran, dass der Fisch dieses Mal nicht in der Suppe gelandet ist.

Nach dem Mittagessen hat Sietse Leute zusammengetrommelt, von denen er glaubt, sie hätten Sport bitter nötig. Ich mache also mit in seinem Einführungskurs, in dem er uns verschiedene Übungen erklärt hat, die wir immer machen können. Trotz des Wellengangs habe ich mein Glück probiert und man hatte mal endlich wieder das Gefühl, etwas getan zu haben. Obwohl es wahrscheinlich doch nur sehr wenig war. Zum Abschluss hat Sietse mit uns einen groben Übungsplan gemacht und wir haben eine Zeit ausgemacht, an der wir uns täglich treffen.

Meine letzten zwei freien Stunden an diesem Nachmittag habe ich damit verbracht, mein Referat vorzubereiten, da ich dieses schon auf Dominica halte. Währenddessen gab es den 16:00 Uhr Snack vom Küchendienst. Doch leider waren die sehr leckeren Cookies schneller aufgegessen, als man gucken konnte und mein übrig gebliebener Hunger hat die Lust auf Lernen nicht wirklich verbessert.

Die heutige Wache war trotz einiger Zwischenfälle wieder einmal entspannend, da ich noch Französischunterricht hatte, dieser aber so ungünstig (bzw. günstig für mich) auf abends gelegt wurde, denn dann durfte ich nämlich für eine Stunde meine Wache verlassen.

Erschreckenderweise habe ich in der Zeit, in der ich schon weg bin, bereits jegliches Wissen, das je vorhanden war (keine Sorge, es war nicht viel) vergessen. Deswegen habe ich ernste Zweifel, ob ich überhaupt je dieses Fach in der Schule besucht habe. Aber allein, dass ich vor meiner Abreise auf einer zwei stand, sagt einiges zu unserem Schulsystem aus.

Nach 60 Minuten Qual sollte es eigentlich Abendessen geben. Doch der Fakt, dass der ganze übrig gebliebene Fisch (inklusive Kopf) letzten Endes doch in der Suppe gelandet ist, hat dazu beigetragen, dass die allgemein schon beliebte Sandwichmaschine komplett überfüllt war. Und obwohl die Wache eigentlich zuerst zu Essen bekommt, bekamen wir erst nach einer dreiviertel Stunde EIN Sandwich. Bevor man runtergehen konnte, um sich zu beschweren, gab es schon eine Ansage von Martin. Anscheinend hatten sich einzelne Personen schon mehrere Sandwichs gemacht, bevor überhaupt jeder eins hatte. Deshalb wird die Sandwichmaschine für eine Woche gesperrt. Für mich ist dies sehr unvorteilhaft. Erstens war ich immer noch hungrig und zweitens ist die Aussicht für eine Woche auf Sandwichs verzichten zu müssen sehr karg.

Mit einem Kinderriegel bewaffnet, habe ich mich dran gemacht meinen heutigen Tagesbericht zu schreiben. Zum Glück habe ich hierfür so lange gebraucht, dass Hannah H., mit der ich heute eigentlich den Küchenboden hätte putzen sollen, irgendwann die Geduld verloren und schon ohne mich angefangen hat.

Da es anscheinend so ein Brauch ist irgendwelche Freunde oder Familienangehörigen zu grüßen, will ich dieses Mal nicht die Ausnahme bilden! Alles Gute nachträglich wünsche ich meinem Bruder Yannick zu seinem 19. Geburtstag. Ich wünsche ihm viel Spaß bei seiner neuen Arbeit als Tauchlehrer auf den Philippinen!

Euer Nicolas

 

1 comment

  1. Madame Muehlbach - 11. Dezember 2017 13:12

    Hey, frecher Kerl,
    erstens: nicht 2 sondern 2,5 und zweitens: das können wir dann ja ändern, wenn es allzu unverdient erscheint!! – et au moins les leçons sur la Guadeloupe n’étaient pas tout à fait „pour le chat“, hein??
    Bon voyage!

    Antworten

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