Ocean College

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Die Schiffsübergabe, bei der die Taue rissen

Autor: Matthias
Position: Bermuda Dreieck
(31° 36,8´N 066° 50,3´W)

Trotz der Schiffsübergabe wurde ich wie immer normal zur Morgenwache um kurz vor 05:00 Uhr geweckt. Da ich aber während der Schiffsübergabe Bäcker bin, habe ich gleich mit meiner Aufgabe angefangen; Tobi B. und Mona, aus dem Küchendienst von heute, hatten nämlich beschlossen, Zimtschnecken zu machen, weshalb ich ihnen natürlich half.

Wir breiteten den Teig auf unserem großen Tisch aus, er bedeckte mindestens 1m², wenn nicht sogar mehr und bestrichen ihn mit einer Margarine-Zucker-Mischung. Danach rollten wir den Teig ein und schnitten ihn in viele kleinere Schnecken, die dann später gebacken werden sollten.

Gerade als wir fertig waren, schaute Lucas Kopf durch eine der Luken und teilte mir mit, dass ich helfen sollte, den Flieger zu setzen. Als wir dann auf dem Vordeck standen und den Flieger gesetzt hatten, begann dessen Schot zu schlagen und plötzlich gab ein Tau nach, zog sich wieder ein Stück weit nach oben, und dann fiel der Metallvorläufer der Schot an Deck; unglücklicherweise traf mich ein Teil des Metalldrahtes an der Hand. Nachdem Wessel dann einen neuen Vorläufer am Segel festgemacht hatte, zog ich die Schottaue durch die Schlaufen des neuen Vorläufers und räumte den alten weg, nachdem ich markiert hatte, dass dieser kaputt sei.

Nach der Wache durften wir duschen, weil heute der allgemeine Duschtag war, welcher gestern ausgefallen ist. Für das Mittagessen half ich nochmal dem Küchendienst, der geplant hatte, Flammkuchen zu machen; wir rollten den Teig aus und dann wurde er gebacken. Am Ende war er echt lecker!

Um 15:00Uhr hatte ich mit Simon, Basti, Alisa, Nora und Lisa eine Stunde in Projektmanagement bei Natija, das war ganz interessant, vor allem, weil es ohne unnötige Theorie war, sondern direkt auf den Punkt gebracht wurde. Danach beschloss dann Paula, unsere Kapitänin, dass alle Segel, bis auf die Gaffelsegel, heruntergenommen werden müssen; als ich gerade damit beschäftigt war, ein Top-Segel einzupacken, riss der Bullenstander vom Besan, der dann auch runtergezogen wurde. Als dann die Top-Segel verstaut waren, ging ich in die Messe, da wir dort eine Arbeit in Chemie über Erdöl schreiben mussten, dazu gab es die Zimtschnecken vom 16:00-Snack.

Nach der Arbeit fing ich direkt damit, an Brötchen zu backen, weil ja morgen Sonntag ist und ich finde, dass es an einem Sonntag auch mal Brötchen geben muss. Ich habe dann mit Chantal abgesprochen, dass es für jeden zwei „Brötchen“ geben soll, eine normale Semmel und eine Laugenbrezel. Die Lauge setzten wir in der Küche an und tunkten den Brezenteig immer kurz in diese ein, danach buken wir die Brezen.

Liebe Grüße noch an meine Familie und Freunde zu Hause. Ich hoffe ihr genießt den Winter und es schneit viel zu Hause!

Euer Matthias

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