Ocean College

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Ein entspannter Tag auf dem Schiff

Autor: Lucas

Position: Roseau, Dominica

(15°17,29’ N 61°22,75‘W)

„Aufstehen! Um halb neun müssen alle spätestens in der Messe sein!“ Mist! Schon wieder die Glocke verschlafen. Müde machte ich mich fertig und öffnete das 13. Türchen meines Lindt-Adventskalenders. Nusscremekugel. Lecker! In der Messe angekommen, gucke ich erst einmal auf den Stundenplan der Bravo II- Watch. Eine Doppelstunde Deutsch gefolgt von zwei Stunden Geschichte. Na toll! Nachdem ich ein Erdnussbutterbrot und ein Nutellabrot gegessen habe, sprang ich noch mal kurz ins kristallklare Wasser, um mich noch vor dem Unterricht zu erfrischen.

In Deutsch mussten wir heute eine Kurzgeschichte schreiben mit den Begriffen: Insel und Cola-Dose. Danach lasen wir diese gemeinsam vor und gaben unser Feedback darüber. Die Pause zwischen Deutsch und Geschichte nutzte ich wieder zum Schwimmen. In Geschichte bereiteten Finn und ich uns alleine für eine Präsentation über den Vietnamkrieg vor, denn Nico hatte Küchendienst. Danach stellte uns Hannah den Kalten Krieg vor.

Zum Mittagessen gab es Truthahn Curry. Danach bestand die Möglichkeit, mit einem Dinghi in die Stadt zu fahren, doch ich beschloss, an Bord zu bleiben, weil ich so den gesamten Tag entspannen und gelegentlich ins Wasser springen konnte. Nach einer halben Stunde kam das Dinghi jedoch wieder mit allen Passagieren. Diesmal wurde es jedoch mit dem anderen Dinghi gezogen, denn der Motor des Dinghis ist auf halber Strecke zum Steg kaputt gegangen. Karl und Leon haben es davor vergeblich versucht, das zweite Beiboot zu ziehen aber es war einfach zu weit. Irgendwann kam Martin dann mit einer irren Geschwindigkeit angefahren und knotete sich prompt vorne dran und zog uns. Mit dem anderen Dinghi sind sie dann wieder an Land gefahren, während Martin und Win, versuchten das kaputte Dinghi zu reparieren.

Dann hatte Nico die geniale Idee, den Topf im Meer zu waschen, anstatt kostbares Süßwasser dafür zu verwenden. Heute hatte ich Waschtag. Deswegen konnte ich endlich die zwei Wochen lang angestaute Wäsche waschen. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich mehr im Wasser als auf dem Schiff. Ich sprang häufig vom Mast und vom Klüverbaum ins Wasser. Dann bereiteten Paula, Lotte, Merle, Emma und Hannah den Nachmittagssnack, Cookies, vor, während ich Nico half beim Brot backen. Die Cookies waren sehr gelungen und da fast alle an Land waren blieb umso mehr für die Leute an Bord. Und all das bei den Klängen zu „Last Christmas“ bei karibischen Temperaturen, auch wenn man sich hier Schnee wirklich nicht vorstellen kann.

Am Abend kamen die anderen wieder und es gab Abendessen. Martin und Johan machten dann eine Ansage und erklärten uns, wie die nächsten drei Tage ablaufen würden und was wir alles packen müssen. Morgen werden wir eine Wanderung zum „Boiling Lake“ machen und anschließend zwei Tage bei den Rastafaris verbringen. Und entsprechen werden wir die kommenden zwei bis drei Tage keine Tagesberichte verschicken, also bitte nicht wundern, wir sind im Dschungel!

Liebe Grüße nach Hause. Ich vermisse euch alle sehr und ich hoffe ihr habt eine schöne Weihnachtszeit.

Euer  Lucas

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