Ocean College

OceanCollege Blog

Ein entspannter, unbeschwerter Tag

Autor: Merle

Position: Santa Cruz de Tenerife

(28°28,07 N 016°14,56 W)

Heute Morgen erblickte ich unsanft das Tageslicht. Regina hatte keine Gnade mit uns und riss uns alle radikal aus unseren Träumen. Dann mussten wir wohl oder übel aufstehen und zum Frühstück gehen. Gleich danach hatte ich eine Doppelstunde Mikroplastik bei Rüdiger, in der wir uns eine Reportage über Plastikmüll in unseren Meeren ansahen. Weil wir alle noch sehr müde von gestern Abend waren, es wurde etwas später, gönnten sich Mika und ich ein kleines Schläfchen. Ich schlief dabei, wie so oft, in Lottes Bett…denn was ihr gehört, gehört auch mir und andersherum. Doch dann kam Paula und erinnerte mich daran, dass ich ja heute diesen wundervollen Tagesbericht schreiben muss. Deswegen wurde ich erneut aus dem Bett geschmissen, diesmal von Paula, und wir gingen an Deck, um Kathrins Computer zu holen. Jedoch fanden wir diesen nicht. Was nun? Wir liefen wie zwei Verrückte übers Schiff, um ihn zu finden. Er war aber gar nicht an Bord! Also legten wir uns in die Hängematte, entspannten uns und aßen Schokolade, mit der Ausrede wir müssten auf Nils, der mit dem Computer in der Stadt war, warten. Zwischendurch bekamen wir von Karl Kostproben des Kaiserschmarrens, den es später zum Mittagessen gab.

Natürlich haben wir dann um 13:00 Uhr den Kaiserschmarren, der übrigens sehr lecker war, auch in der Hängematte gegessen. Wo denn auch sonst?! Also ihr merkt schon, bis dahin war es ein sehr relaxter Tag. Das änderte sich natürlich schnell, als Johan verkündete, dass wir die Kajüten aufräumen müssen und andere Teile des Schiffes putzen müssen. Das alles wurde dann kontrolliert, damit wir danach zum Freibad laufen konnten. Davor aber hatte Otto eine schmerzhafte Erfahrung mit der Hängematte…das Seil, mit dem diese befestigt war, war gerissen und Otto fiel auf seinen Rücken… An dieser Stelle gute Besserung!

Jedenfalls liefen wir dann zum Freibad. Das war sehr schön mit Palmen angelegt und hatte mehrere Salzwasserbecken. Wir waren aber nur einmal baden, da es richtig kalt war. Um uns anschließend aufzuwärmen, beschlossen wir duschen zu gehen. Dort aber kam die große Enttäuschung: Es gab nur Kaltwasserduschen. Paula entdeckte zum Glück EINE warme Duschkabine. Diese wurde dann komplett ausgenutzt, indem sich fünf Mädels (Lotte, Paula, Mika, Emma und ich) abwechselnd immer DREI Sekunden unter die Dusche stellten. Wir genossen das heiße, unbegrenzte Wasser sehr, hatten dann aber doch etwas Angst, dass jemand kommt und uns nach der längeren Duschphase rausschmeißt, denn an Bord dürfen wir ja nur höchstens zwei Minuten duschen – Wasser an, nass machen, Wasser aus, einseifen, Wasser an, abspülen, Wasser aus, fertig. Versteht ihr, warum wir so lange geduscht haben, bis das Wasser wieder kühl wurde? Das hatten wir glaube ich alle mal wieder nötig.

Um 18:00 Uhr marschierten wir alle zusammen wieder zum Schiff, welches wir mittlerweile schon „zu Hause“ nennen.

Jetzt gerade sitzen wir in unseren Betten und warten auf das Abendessen. Danach wird noch eine Runde Risiko gespielt, dass ich dann hoffentlich auch lerne, da ich das noch nie gespielt habe… mal sehen.

Am Ende möchte ich noch meine Eltern, meine Familie, meine Freunde und nochmal ganz besonders meine beste Freundin Cosi grüßen und euch morgen einen schönen Tag wünschen. Ich hab euch lieb!

Auf Kathrins großen Wunsch hin, grüßt sie hier in meinem Blog ihre Familie, ihre Freunde und ihren Freund Antonino!

Bevor ich es vergesse: alles Gute zum Geburtstag Joe! Wir hoffen du hattest einen schönen Tag!

Und noch an Paula: Danke für deine Unterstützung beim Tagesbericht. Hoffe unsere nächsten Berichte schreiben wir wieder zusammen!

Eure Merle

2 comments

  1. Jörg Schröder - 7. November 2017 7:14

    Das hört sich ja alles sehr relaxt an. Was ist denn eigentlich mit Schule?

    Antworten
  2. Susan

    Susan - 7. November 2017 13:14

    Lieber Herr Schröder,
    mit dem schulischen Unterricht beginnen wir erst nach den Kanaren, weil die Umstellung für die Schüler davor wichtiger ist. Sie müssen in Ruhe in alle für sie komplett neuen Systeme und Abläufe eingeführt werden und sich vor allem auch als Gruppe finden.
    Zudem haben sich die Lehrer mit jedem Schüler / Schülerin hingesetzt und einen individuellen Lernplan für die kommenden fünf Monate entworfen.
    Wir führen jede Woche eine Reflexion durch und es kommen hier Aussagen, die beweisen, dass deutlich mehr als in der Schule gelernt wird, nur eben auf anderen Feldern und nicht im klassischen Notenraster.

    Aussagen wie: „Ich habe gelernt, besser zuzuhören“, „Mir ist die Bedeutung von Teamarbeit klar geworden“, „Ich habe gelernt, wie wichtig Ordnung ist“, halten wir bei Ocean College für mind. genauso wichtig wie klassischen Schulstoff.

    Liebe Grüße
    Team Ocean College

    Antworten

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