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Ein ereignisreicher Tag

Autorin: Wanda Reinhardt
Position: Isla Mujeres

 

Liebe Leser/innen,

mein heutiger Tag begann in einem Zimmer in einem Hostel in Tulum. In meiner schönen, fröhlichen Welt der nichtsagenden Probleme und existenziellen Gedanken über meine bisherige Existenz, die ja freilich existent ist, aber nicht unbedingt für alle existierend. (Gleich nachdem ich das schrieb meinte Mika zu behaupten, dieser Satz wäre ja nun schon etwas existenziell. Da kann ich ihr nur zustimmen).
Ich schlief da nun natürlich nicht alleine. Nein, für wahr, das tat ich nicht. War es doch schon ein reiner Luxus, mit nur fünf anderen Mädchen ein Zimmer teilen zu müssen, anstatt mit ganzen elf anderen Zimmergenossen, so wie es die anderen Mädchen tun mussten.

Nun wachte ich also, wie ich es mir auf dieser Reise seltsamer Weise angewöhnt hatte, mit einer ziemlich ungeheuren unglaublich starken positiven Energie auf. Doch wie konnte ich auch anders, schließlich war ich mit der guten Emma, Hannah H., Nora, Lotte und Paula in einem Zimmer.
Gleich nachdem wir aufwachten, wurde auch schon durch die Tür gerufen, es gäbe ja jetzt Frühstück.
Oben auf der erstaunlich schön gehaltenen Dachterrasse angekommen, merkte ich, dass das Essen wie schon am vorigen Tag möglicherweise etwas mager war. Doch man lebt ja von Luft und Liebe und davon gibt es hier, was beide Dinge anbelangt, echt genug. Als ich dann mein Toastbrot aß und dabei etwas schaukelte, wurde uns gesagt, wir sollten nun langsam anfangen zu packen, denn heute ginge es ja wieder zurück zum Schiff! Doch davor würden wir noch eine der berühmtesten Mayastädte besichtigen.

Kurz darauf saßen wir dann auch schon im Bus. Heute saß ich neben Lotte, eine wirklich gute Freundin von mir. Wir unterhielten uns sehr gut und die Zeit verging wie im Flug. Jedenfalls standen wir dann auf einmal schon auf dem Parkplatz und wir mussten wohl oder übel aussteigen.
Und ja, es gab dann leider doch einen gewissen Temperaturunterschied zwischen dem klimatisierten Bus und die Hitze der erbarmungslos herab scheinenden Sonne.
Aber ich will mich ja nicht beschweren, denn bei euch wäre es mir wiederum schon wieder zu kalt, denke ich. Naja, mir kann man es halt nicht wirklich Recht machen.
Jedenfalls machten wir dann noch lange neben dem Parkplatz Rast und aßen Sandwiches und Oreos.

Dann ging es los, denn die Mayatempel warteten nun schon viel zu lange auf uns. So ca. 2418 Jahre. Das war dann auch echt interessant, vor allem, weil Alisa einen hochinformativen Vortrag hielt.
Wusstet ihr beispielsweise, dass die Mayas früher eine Art Ballspiel spielten, dessen Ziel es war einen Ball in einen Ring hoch über dem Spielfeld zu befördern? Dafür durften die Spieler nur ihren Oberkörper benutzen. Da an den Wänden der Arena Aufzeichnungen mit Köpfungen gesichtet wurden, vermutet man, dass es sich dabei um die Strafe für das Verliererteam handelt. Was für ein riskantes Spiel.

Leider konnte ich nicht voll und ganz in der Geschichte der Mayas versinken, da mich das Erscheinen der amerikanischen Touristen immer wieder in die Neuzeit zurückholte. Übrigens sind Lotte und ich jetzt auf ein paar Bildern fremder Personen zu sehen, dank unserer Gabe, Fotografien durch unser “rein zufälliges Erscheinen “ im Hintergrund zu verschönern.
Nun, nachdem wir dann alles besichtigt hatten und ich mir zusammen mit Lotte und Paula noch eine erfrischende Limonade gegönnt habe, sind wir dann langsam wieder zurück zum Bus geschlendert.
Auf dem Weg nach Hause zum Schiff mussten wir dann noch Tanyel und Johan zum Flughafen bringen, da Tanyel uns heute verlassen hat. Viele waren sehr traurig und dementsprechend war die Stimmung dann im Bus.

Gebessert wurde meine Stimmung dann wieder ein bisschen durch die Fahrt mit der Fähre, bei der ich und meine Freunde ordentlich unsere Haare flattern ließen und dem Musiker an Bord lauschten.
Abends waren dann alle sehr müde und so ging ich kurz nach dem Abendessen ins Bett.

Grüßen möchte ich meine Freunde, die ich echt ziemlich vermisse und auf die ich mich jetzt schon wie sonst was freue! Außerdem meine Super-Oma Rosi, meine ebenso tolle Mama, meinen Papa, Fähe und Kleinstfuchs, die ganze Klasse 10b und Fr.Specht. Ich hoffe ihr geniest die Zeit auch ohne mich. Ich hab euch lieb!

Eure Wanda

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