Ocean College

From the Blog

Ein ganz normaler Tag auf der Regina Maris.

Autorin: Mika

Position: Kurz vor Curaçao

(12°32,35 N 68°28,25 W)

Heute Morgen wurde ich gegen 09:00 Uhr von der Schiffsglocke geweckt, also hieß es ganz schnell anziehen und hoch rasen, denn die anderen hatten schon begonnen zu zählen. Da ich Nummer 28 bin, habe ich es noch rechtzeitig nach oben geschafft… zwar halb angezogen, aber immerhin musste ich keine 2,50 Euro zahlen. Die Ansage kam, weil wir einen Kurzschluss unten bei den Lehrern hatten und Martin wollte uns erklären, was wir tun müssen, wenn so etwas nochmal passiert. Weil meine Wache jetzt immer abends von 21:00 – 01:00 Uhr geht, hatte ich heute erst um 10:00 Uhr Unterricht. Also konnte ich noch ein genüssliches Stündchen schlafen.

Merle weckte mich dann mit einem eindringlichen: „Kind Gottes, wir haben jetzt Spanisch!“ Dann flitzten wir gemeinsam zu Marta. Diesmal waren wir draußen, was vielleicht nicht die beste Idee war, da der Wellengang etwas stärker war und unsere Schulsachen überflutete. Das könnte auch daran liegen, dass wir heute einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 11 Knoten aufgestellt haben! Um 11:30 wurde dann für Tobias B., der heute Geburtstag hat, gesungen. Dieses geschah wie immer auf Deutsch und auf Holländisch. Alles Gute zum 16. Geburtstag Tobi 🙂 ! Nach Spanisch habe ich dann versucht, meine Schulsachen wieder zu trocknen. Da ich heute nur diese beiden Spanischstunden hatte, habe ich mich danach hingesetzt, um für meine Wirtschaftsfächer zu lernen, für die ich zwei Arbeiten für zuhause schreiben muss. Gegen zwölf klopfte es oben an der Lucke über meinem Bett und Merle lächelte mir strahlend entgegen und fragte, ob ich uns beiden Essen holen könne, da sie noch Bio hatte.

Nach dem Mittagessen saßen wir beide dann draußen und beobachteten einen vorbeiziehenden Kühlschrank. Da wir allerdings gerade Segel gesetzt hatten und wirklich Seegang herrschte, konnten wir ihn dieses Mal bedauerlicher Weise nicht aus dem Wasser fischen. Zum Mittagssnack gab es dann leckere Pfannkuchen mit Nutella und Zimt und Zucker.

Danach lernte ich mit Merle in der Messe noch fleißig Wirtschaft bzw. Deutsch.

Gerade hatten wir beide eine Wette abgeschlossen, dass sie es nicht schafft die, Glocke zum Abendessen zu läuten und sich dann gleichzeitig die erste Brotscheibe zu ergattern (es gibt heute Kürbiskernbrot und das ist echt lecker). Leider habe ich verloren und sie hat es mit einem Sprint geschafft. Jetzt muss ich ihr erstmal auf Curaçao ein Eis spendieren. Aber die Situation war echt lustig. Ich muss nun schnell nach unten rasen, um mein Bett aufzuräumen, da gleich Zimmerkontrolle ist und es bei mir doch noch etwas chaotisch aussieht.

Danach habe ich noch Wache und wir kommen voraussichtlich heute Nacht noch in Curaçao an. Ich freue mich schon wieder an Land zu sein.

Also bis dann und Grüße gehen raus an meine Familie und Freunde.

Eure Mika

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: