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Ein ganz normaler Tag mit kleinen Vorfällen…

Autorin: Mika

Position: Atlantischer Ozean/ Höhe Cap Blanc, Afrika

21°35´,89 N 22°35´,00W

Man mag es glauben, oder nicht. Es ist aber wahr! Mit dem heutigen Tag sind wir jetzt bereits seit genau einem Monat unterwegs. Ein Sechstel unserer Reisezeit ist damit schon um. Manchmal kommt es einem so vor, als seien wir schon Ewigkeiten auf Tour, in anderen Momenten beschleicht einen das Gefühl, als wären wir gerade erst aus Amsterdam abgefahren.

Wie unvorhersehbar und flexibel unsere Reise ist, kann man schon nach dieser „Anfangsphase“ allein feststellen. Ich bin gespannt, was wohl noch kommen wird.

Für mich begann der Tag um 08:00, als Merle ihren Kopf von Paulas Hochbett zu mir nach unten reckte und rief: „Mika aufstehen und duschen! Aber zack! Wenn du wieder da bist, weck mich wieder…ich schlaf jetzt nochmal ne Runde weiter.“ Ich hab dann etwas die Zeit verpennt, sodass wir dann beide zu spät zum Frühstück kamen. So fiel unser Frühstück leider schon mal aus.

Dann hatten wir erstmal von 09:00 bis 13:00 Uhr Wache. Diesmal blieb ich verschont und musste keinen Müll schneiden, dafür aber ein paar Mal in den mega warmen Maschinenraum runter krakseln. Steuern und Ausguck war in dieser Wache auch drin, außerdem segeln wir die komplette Zeit über ohne Motor. Zum Mittag um 13.00 Uhr gab es dann sehr leckere, aber leider auch sehr zeitaufwendige  Käsespätzle.

Um 14:00 Uhr hätte meine Wache, also Charlie 1, dann Physik gehabt, allerdings hatte tatsächlich nur noch einer regulär Physik in der Schule, so dass der Rest dann einfach Mathe gemacht hat.

Zur Pause zwischen Physik und Chemie (meinem nächsten Fach, welches ich eigentlich auch nicht habe), gab es dann Würstchen im Blätterteig. Als Wache Charlie dann so bei Chemie saß, kam Leon auf einmal komplett verstört vom Essenslager zurück. Er erzählte uns dann von seiner Begegnung mit fünf Kakerlaken, die da unten drin hausen und wie der „Anführer“ der Kakerlakenhorde ihm direkt in die Augen sah und ihn angeblich aus ihrem Revier vertreiben wollten…

Ich schreibe das jetzt gerade während des Abendessens. Es gibt Suppe mit dem selbstgefangenem Fisch von gestern drinnen, die laut den Testern lecker schmeckt.

Zum Abschluss möchte meiner Oma Elke alle Gute zum Geburtstag (morgen), oder wenn sie es liest heute wünschen. Also herzlichen Glückwunsch Omi!

Eure Mika

1 comment

  1. Petra - 18. November 2017 11:22

    Hey Ihr Weltentdecker,

    schön, endlich wieder was von Euch zu hören, wir waren schon auf Entzug. Wenn nichts im Blog steht, ist das so, als ob es morgens keinen Kaffee gibt…
    Leon Auge in Auge mit den Kakerlaken, oh mein Gott, wie groß waren Dee-Dee, Joey und Marky, nicht dass die das Schiff übernehmen…

    Wir wünschen Euch eine schöne Zeit auf den Kapverden und sind ein klein wenig neidisch auf 29 Grad, Strand und tiefblaues Wasser.

    Liebe Grüsse, passt auf Euch auf und habt die Zeit Eures Lebens !

    Petra und Andreas (Eltern von Leon)

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