Ocean College

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Ein wunderschöner, langer Tag in Mexiko

Autorin: Lotte
Position: Isla Mujeres
(21°14,85N 86°44,70W)

Unser erster Tag in Mexiko: wir waren alle sehr gespannt. Als wir gestern Nachmittag hier ankamen, waren die Erwartungen groß und wir wurden nicht enttäuscht. Schon aus der Ferne sahen wir große Hochhäuser in den Himmel ragen und türkises, klares Wasser an weiße lange Strände plätschern. Wir wussten was das bedeutet: Zivilisation! Seit dieser Reise schätze ich Supermärkte, Läden, Wlan und feste Straßen mehr, als ich je gedacht hätte.

Heute hatte ich mich zunächst erstmal an die Hausaufgaben gesetzt, um dann die vorgesehene Zeit an Land genießen zu können. Voller Erledigungseifer schrieb ich sogar nach langer Zeit wieder Tagebuch, wobei ich plötzlich von einer Zollkontrolle überrascht wurde. Da wir das mittlerweile schon gewohnt sind, war ich nicht weiter verwundert. Mich irritierte lediglich, als wir an Deck geklingelt und unsere Temperatur gemessen wurde, um festzustellen, ob wir krank sind. Ein Drogenschnüffelhund durchsuchte das ganze Schiff und wurde zwischendurch ausführlich von uns gestreichelt.
Als ich gerade in der Messe weiterarbeiten wollte, rief Chantal, dass noch zwei mit an Land zur Immigration kommen sollten. Wanda und ich hüpften ins Dinghi und die Spannung stieg. Wir legten an und liefen nun die Einkaufsstraße entlang. Alles war bunt, voller Läden und überall waren Touristen. Ein komisches Gefühl

Alles lief weiter nach Plan und wir kamen pünktlich zum Essen wieder an Bord an. Jetzt wollten wir erst recht alle los an Land, doch es sollte anders kommen.
Die Erwachsenen hatten Probleme bei der Immigration und obwohl wir schon alle mit gepackten Taschen abfahrtsbereit an Deck standen, wurde leider die Nachricht verkündet, dass wir uns noch gedulden mussten. Schüler, die schon an Land waren, mussten nach zehn Minuten wieder zurück fahren und letztendlich dauerte es noch zwei Stunden, bis wir uns endlich doch in die Menge der Touristen stürzen konnten. Vorher konnte ich über Emmas Handy noch meine Mama anrufen und so meine Kurse fürs ABI anwählen. Paula, Emma, Nora, Hannah H. , Wanda und ich setzten uns and Land in die erste Strandbar, die wir fanden. Schön mit einer kalten Limo mit Blick auf die Bootsstege, die Füße im Sandstrand vergraben. Ich schrieb viel mit Freunden zu Hause und telefonierte mit meiner Familie, was mich mal wieder echt glücklich gemacht hat. Als es kurz nieselte, setzten wir uns nach drinnen und bestellten typisch mexikanisch Nachos mit Guacamole. Der Kellner war ein bisschen verwundert, dass wir uns eine Vorspeise zu sechst teilten, aber wir müssen sparen und es schmeckte trotzdem sehr, sehr lecker (es schmeckte so gut, als wär`s eine ganze Portion gewesen). Kurzerhand beschlossen wir, noch einen Bummel durch die Stadt zu starten und schlenderten in ein bisschen schönere Ecken, die nicht so zugestopft mit Krimskramsläden waren. Wir entdeckten einen schönen Laden: Mono Malo. Paula beschloss glatt, dort beim nächsten Landgang ein Geschenk zu kaufen. Da wir um 19:00 wieder am Steg sein sollten, machten wir uns entspannt auf den Rückweg und liefen unter einem schönen Sternenhimmel am Strand entlang, von wo wir die Regina Maris schon in der Ferne liegen sahen.

An alle zu Hause: Ich hab euch ganz, ganz doll lieb und genieße es jedes Mal, von euch zu hören!
Ich hoffe es geht euch gut und ihr seid alle gesund, obwohl es zu Hause so kalt ist. Bis in jetzt nur noch zwei Monaten!

Eure Lotte

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