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Entspannter Montag im Klüvernetz

Autor: Nils

Position: Auf dem Meer 😉

(25°43.784‘N 18°01.550‘ W)

Der Tag begann heute für alle eine halbe Stunde früher als gewohnt, denn um 07:30 Uhr wurden alle Schüler für ein „All-Hands-Manöver“ (teilweise) unsanft geweckt. Eine Ausnahme waren dabei Karl und ich, da wieder einmal vergessen wurde uns zu wecken, worüber wir im Nachhinein sehr traurig waren ;-). Nachdem wir bei besagtem Manöver die Segel gesetzt hatten, gab es wie jeden Tag um 08:00 Uhr Frühstück, welches wie jeden Tag super lecker war. Nach dem Frühstück ging für mich um 09:00 Uhr die erste Wache nach dem neuen System los. Unsere wachspezifische Aufgabe bestand darin, den Müll in kleinere Stücken zu schneiden, um etwas Platz zu sparen. Diese, zugegebener Maßen etwas unschöne Aufgabe, wurde in unserer Wache von Inga und Merle übernommen, während Lennard und ich mit Sietse die „Stellung“ auf der Brücke hielten.

Währenddessen begann für die Schüler der erste planmäßige Unterrichtstag an Bord. Um 13:00 Uhr war sowohl das Ende meiner ersten 4-stündigen Wache als auch das Mittagessen, welches heute aus „Bratkartoffeln“, einer Burger Bulette mit Käse und angeschmorten Zwiebeln und Salat bestand. Für die Vegetarier unter uns gab es stattdessen Tofu, welches wohl auch ganz in Ordnung war. Nach dem Mittag hatte ich etwas Freizeit, welche ich damit verbrachte eine gekühlte Cola im Klüvernetz zu trinken und mit Karl und Leon ein wenig die Aussicht von meinem Lieblingsplatz auf dem Schiff zu genießen. Jedoch wurde die Idylle abrupt von Kathrin unterbrochen, welche mich zu meinem Feedbackgespräch abholte. Als Ich mein Feedback für den ersten Monat unseres Abenteuers erhalten hatte, ging es für mich direkt damit weiter Otto beim Geographieunterricht als „Hilfslehrer“ zu unterstützten. Wir fingen damit an einen Steckbrief für die Länder anzufertigen, an denen wir vorbei segeln. Anschließend befassten wir uns auch noch mit den Klimazonen, die wir durchsegeln werden. Es war eine sehr interessante Erfahrung den Unterricht einmal aus der entgegengesetzten Perspektive zu erleben. Mit dem Ende der Doppelstunde, welche in Wirklichkeit nur 1 ½ Stunden dauerte, begann meine Freizeit. Wobei ich diese größtenteils damit verbrachte meine Kajüte aufzuräumen, was aufgrund des Platzmangels gefühlt jeden Tag ansteht.

Außerdem tagte heute erstmalig der Schiffsrat, welcher aus drei Schülern, einem Lehrer und Martin dem Kapitän der Regina Maris, besteht und sich mit den begangenen Regelverstößen auseinandersetzt.

Pünktlich um 19:00 Uhr klingelte die Glocke zum Abendessen. Erlin und der Küchendienst hatten schmackhafte Tomatensuppe mit Hackfleischbällchen gemacht. Der Tag endete für die meisten mit einer Stunde „Lernbuch“, wo sich die Schüler mit der Reflexion der vergangen Woche beschäftigten. Andere ließen den Tag bei einer entspannten Runde Poker ausklingen.

Nach dem Ende des ersten Monats auf der Regina Maris kann man sagen, dass wir uns alle gut eingelebt haben und sich alle gut verstehen. Auch die Seekrankheit, welche den meisten in den ersten Tagen schwer zu schaffen machte, ist zum jetzigen Zeitpunkt größtenteils überwunden ist.

Grüße gehen an meine Freunde und Familie.

Euer Nils

1 comment

  1. Andi G.

    Andi G. - 17. November 2017 22:53

    …endlich wieder Berichte;-) ! Danke für die Grüße und vor allem HAPPY BIRTHDAY Nils, von allen die Zuhause bleiben mussten….

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