Ocean College

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Ernten auf der Kaffeeplantage

Autor: Nils

Position: San Marcos de Tarrazu, 1500m Höhe, Costa Rica

Nautische Position: 9°39’23’’N 83° 59’ 29’’ W

Heute war für uns der erste richtige Tag auf der Kaffeefarm. Geweckt wurden wir vom schrillen Ton einer Pfeife, der für uns außerdem bedeutete, dass es nun auch Frühstück gibt. Während wir frühstückten, hatten wir Zeit, ganz wach zu werden, um uns dann auf das Briefing für heute zu konzentrieren. Nach dem Frühstück durften wir dann auch gleich in die Arbeit auf der Farm einsteigen. Nach einer kurzen Einführung, in der wir erfuhren, wie man eine reife Kaffeekirsche erkennt, was es für verschieden farbige Kaffeekirschen (die Früchte, in denen sich die Kaffeebohnen befinden) gibt und wie sie schmecken, sollten wir uns in Erntepaare aufteilen, die jeweils einen Sammelkorb bekommen haben. Danach ging es für uns direkt an den Hang, an dem die Kaffeepflanzen in Reihen wuchsen. Jedes Erntepaar suchte sich dann eine der Reihen aus und begann damit, die Kaffeekirschen in dieser Reihe per Hand abzupflücken. Die Arbeit wurde uns durch Musik, die über den Hang schallte, etwas erleichtert. Nach eineinhalb Stunden Arbeit wurden wir dann zusammengerufen, um zu präsentieren, welche Mengen an Kirschen wir gesammelt hatten. Entgegen meiner Erwartung wurde die gesammelte Menge nicht anhand des Gewichts, sondern anhand des Volumens erfasst. Die Kirschen aus den Sammelkörben wurden in einen kleinen Kasten aus Metall gefüllt, in dem dann (nach Augenmaß) erfasst wurde, wie viel wir in dieser Zeit geschafft haben. Am meisten hatte das Trio aus Emma, Nora und Hannah H. den besagten Kasten ganz voll gemacht. Nach dem Pflücken hatten wir noch ein wenig Freizeit, die einige nutzten, um in einem Pool im Dorf noch eine Runde schwimmen zu gehen. Nach dem leckeren Mittagessen, welches aus Reis, einer Art Eintopf (für die Vegetarier gab es angebratenes Gemüse) und Salat bestand, gab es für uns erneut ein wenig Freizeit. In der Zwischenzeit kam Joachim, der Experte von der Berlin School of Coffee, an der Kaffeefarm an. Dieser ging auch gleich nach einer kurzen Vorstellung ans Werk und hielt uns eine (meiner Meinung nach sehr interessante) einführende Präsentation über Kaffee. Es ging um die Wichtigkeit des Kaffees im internationalen Handel, die biologischen Aspekte rund um die Kaffeepflanze und der Kirschen. Des Weiteren erfuhren wir etwas über die verschiedenen Kaffeesorten und welche die beiden Wichtigsten sind (Arabica und Robusta -> hierzu ein kleines Zitat aus der Präsentation: „Robusta heißt Robusta, weil er robuster ist“). Nach der Präsentation war der Pflichtteil des Tages für uns beendet. Wir hatten ein wenig Pause bis um 18:00 da es dann planweise Abendessen geben sollte.
Nach dem Abendessen haben sich Leon, Lucas und noch ein paar andere an den Bau von Fackeln gewagt, um auf dem dunklen Zeltplatz für bessere Lichtverhältnisse zu sorgen.
Heute Abend gucken wir noch eine Dokumentation (The European Disaster Movie).

Euer Nils

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