Ocean College

From the Blog

Exkursion zum Eisenwarenladen und zum Strand

Autor: Lennard
Position: Coclés, Costa Rica
(One World Farm)

Als heute Morgen um ca. 07:30 Uhr Finn zur Tür vom Zimmer von Dominik und mir reinkam, ließ mich der Blick aus dem Fenster auf ein Neues erstaunen. Der Urwald mit all seinen Farben und Geräuschen ist schon echt etwas Außergewöhnliches. Kurz nachdem ich geduscht hatte, kam dann die Nachricht von Otto, der seit gestern auch in unserem „Jungs-Bungalow“ wohnt, da Johan und Johannes ja nun schon bei der Pazifik-Gruppe sind, dass unsere Toilette verstopft ist. Kurze Zeit später bekam er sie dann aber irgendwie wieder mit der Klobürste in Ordnung. Wie jeden Morgen machten wir uns also auf den Weg durch den Dschungel zum Haupthaus. Dort angekommen waren die anderen schon am Frühstücken. Heute gab es, wie so oft in Costa Rica, Reis mit Bohnen, Mais und Kochbananen. Dann wurde der Plan für heute verkündet. Er lautete: Vormittags an den Strand und nachmittags eine kleine Einführung in den Umgang mit einer Machete für die große Wanderung morgen. Nach dem Frühstück hieß es dann also fertigmachen für den Strand. Glücklicherweise war ich vorbereitet und hatte alles dabei. Sogar die Zahnbürste, so dass ich nicht noch einmal zurückgehen musste. Zum Strand wurden wir dann in zwei Gruppen auf der Ladefläche von Kens Truck gefahren. Ich war mit Merle, Nora, Wanda, Lotte, Basti, Win, und Dominik in der zweiten Gruppe. Da Ken noch einmal Benzin nachfüllen musste, machten wir an einem Supermarkt halt, vor dem auch ein Trampolin stand. Während die anderen also noch etwas kauften, verbrachte ich die Zeit mit Trampolin springen. Am Strand angekommen machten wir uns erstmal auf die Suche nach der anderen Gruppe. Als diese gefunden waren, ging es direkt ins Wasser. Das Wasser war sehr warm und nur wenig salzig. Außerdem kamen immer wieder größere Wellen bis an den Strand. Also tobten Win, Basti, Dominik und ich in den Wellen herum und genossen den Waschmaschinen-Effekt, der mit jeder großen Welle kam. Nach ungefähr drei Stunden machten wir uns dann vollkommen eingesandet auf den Weg zurück zum Haupthaus. Einige wurden schon vorher bei einem Eisenwarenladen rausgelassen, um sich eine Machete zu kaufen. Ich hingegen ging zurück in unser Haus, nahm erstmal eine Dusche und legte mich aufs Bett. Kurze Zeit später schlief ich ein, bis ich irgendwann von den schreienden Brüllaffen geweckt wurde. Alleine machte ich mich auf den Weg zu den anderen, die schon mit dem Mittagessen begonnen hatten. Nach dem Mittagessen gab es die Einführung zu den Macheten, bei der die Gruppe wieder aufgeteilt wurde. Mein „Lehrer“ war natürlich Ken, der Parkbesitzer. Uns wurde beigebracht, dass man am besten immer im 45° Winkel schneidet und den Daumen auch immer an der Machete lässt, damit sie nicht aus der Hand rutscht. Nach dem Machetentraining machten Otto, Kathrin und Ken noch eine Ansage, in der sie uns mitteilten, was morgen auf uns zukommen würde. Nach dem Abendessen, das heute aus einer sehr leckeren Suppe mit Reis bestand, lief ich zusammen mit Simon zurück zu unserem Haus, wo uns Otto auf mysteriöse Fußspuren aufmerksam machte, die einmal quer über unsere Terrasse führten. Außerdem befand sich noch eine etwas größere Spinne (10cm Durchmesser) in unserem Badezimmer. Zuerst bekämpfte Otto sie mit einer ordentlichen Ladung Insektenspray, bis Simon sie heldenhaft in einem Glas nach draußen beförderte. Danach fiel ich erschöpft ins Bett, gespannt auf das, was uns morgen erwartet.

Euer Lennard

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: