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Fliegende Fische und eine eklige Entdeckung in der Dusche

Autor: Tanyel

Position: Afrika/Nouakchoot,Mauritanien

(19.18,33’N 21.26,22‘W)

Mein Tag fing damit an, dass ich um 0:55 Uhr von Thorben geweckt wurde.

Später bei der Wache kam dann raus, dass mich meine Wachleiterin Regina eigentlich erst um 02:30 Uhr wecken wollte, weil ich den Tag davor Küchendienst hatte und dieser sehr anstrengend war. Doch dieser Befehl ging leider unter und ich bin um Punkt 01:00 Uhr verschlafen zu meiner Wache erschienen. Die Wache verlief eigentlich ruhig. Ich machte mit Karl ein paar Sporteinheiten, aber das war auch alles, bis Karl um 03:00 Uhr nachts Cornflakes für die Wache machte und zweimal bei einer großen Welle die Schüsseln auffing und die Milch über seinen kompletten Arm schüttete. Dies war auch schon der Höhepunkt dieser spannenden Wache. Als dann die Wachübergabe um 05:00 Uhr stattgefunden hatte, konnte ich dann endlich schlafen gehen und beim Einschlafen war mir schon klar, dass ich das Frühstück auslassen und bis zum Mittagessen schlafen würde.

Als ich um 11:00 Uhr zum sechsten Mal in der Zeit zwischen 10:00 und 11:00 Uhr aufgeweckt wurde, weil meine Kajütenkameraden einen Wettbewerb machten, wer die Tür am lautesten und in kürzester Zeit zuknallen kann, bin ich aufgestanden und habe mich mühselig aufs Deck geschleppt.

Hier verbrachte ich die Zeit bis zum Mittagessen. Es gab geschmeidige Rosmarinkartoffeln mit Hühnchen und Gemüse.

Nach dem Essen fing der Unterricht an: wir hatten zuerst eine Stunde Deutsch und danach zwei Stunden Spanisch. Die Konzentration war leicht am Schwanken, als jemand rief:„Draußen sind fliegende Fische!“, und tatsächlich sprangen Fische in 10er Gruppen mit Flügeln aus dem Wasser. Komplett weg war die Konzentration dann, als 10 Minuten später jemand laut brüllte: „Da sind in der Dusche menschliche Ausscheidungsprodukte!“ Naja, es wurden nicht genau diese Worte gewählt, aber gemeint war das. Nach langen Überlegungen und Nachforschungen kam raus, dass es durch den Duschabfluss und den welligen Seegang von der Toilette zur Dusche gepumpt wurde.

Nachdem das geklärt wurde, war der Spanischunterricht schon zu Ende. Ich setzte mich dann in die Messe und arbeitete an meinem Referat über Plattentektonik weiter, bis mir ungefähr 90 Minuten vor Abgabe des Tagesberichts auffiel, dass ich den Tagesbericht noch schreiben musste… Also fing ich schnell an zu schreiben. Ungefähr bei der Hälfte, als ich noch das Gefühl hatte, dass ich noch genug Zeit habe, klingelte die Essensglocke und ich musste den Laptop zur Seite legen und essen.

Jetzt sitz ich nach dem Essen allein im Salon und schreibe meinen Tagesbericht zu Ende.

Euer Tanyel

 

3 comments

  1. christiane goerens - 18. November 2017 13:03

    da ist ja ganz schön was los bei euch – hihi !

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  2. hakan - 18. November 2017 16:13

    bin stolz auf dich mein Sohn:)

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  3. Nihal - 20. November 2017 14:38

    Ich auch mein Schatz und mein Respekt wegst mit jedem Tag…

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