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Thalassa

Gründung von OceanCollege aus der Sicht von Falco Aust Teil 2

Von: Falco Aust

Die anfängliche Gründer-Euphorie wurde schnell getrübt. Nach Beginn des Projektes gerieten wir damals mit FIKO finanziell in Schwierigkeiten, sodass sich unsere Prioritäten verschoben. Für OceanCollege war keine Zeit. Nach einem intensiven und kurzen Kampf um das Unternehmen FIKO, der viele Kräfte zehrte und viele von uns fast sprachlos zurückließ, mussten wir das Unternehmen Ende August verlassen. Doch trotz dieses schweren Schlages waren wir uns sicher: Wir wollen weitermachen! Mit dieser Marschrichtung saßen wir im Gesellschafterkreis beisammen, um über die Zukunft von OceanCollege zu entscheiden und merkten schnell, dass die Vorstellungen von Johan und mir nicht mit denen der anderen Gesellschafter vereinbar waren. Wir gingen mit unterschiedlichen Vorstellungen im Streit auseinander. Heute sind wir reifer und schlauer und wissen, dass man auch einmal Einsicht walten und nachgeben muss. Auf unserem Weg hat es Johan und mir jedoch dabei geholfen, zusammen zu wachsen und kommende Herausforderungen zu meistern.

In der Zwischenzeit gingen wir unseren Weg weiter, stellten die Webseite fertig und begannen, alle Schiffsbetreiber Europas, die ein für unser Projekt geeignetes Schiff im Portfolio hatten, anzurufen und die Schiffe nach und nach zu besichtigen. Wir fuhren nach Kiel, Hamburg, Wilhelmshaven, Rostock und weitere Hafenstädte Deutschlands. Selbst in Malaga, Spanien, bekam ich ein geeignetes Schiff zu Gesicht. Zusammengerechnet sind wir bis zum Ende des Jahres 2014 über 5.000 km mit dem Auto gefahren, um uns Schiffe anzusehen. Wir hatten viele Gespräche und Verhandlungen, bis wir uns nach der Besichtigung von elf Schiffen am Ende für eines entschieden hatten: die Thalassa! Jacob und Arnold, zwei holländische Kapitäne, hatten uns mit ihrer sympathischen Art und ihrer Zuverlässigkeit überzeugt und waren ebenfalls Feuer und Flamme für das Projekt OceanCollege!

Doch nur mit einem Schiff war es nicht getan! Wir brauchten eine Schule. Denn die Schüler, die bei uns an der Reise teilnehmen, sollen während des Schulunterrichtes an Bord regulär Noten erhalten, als ob sie an Land zur Schule gegangen wären, und damit nach ihrer Rückkehr nach Deutschland in ihre bisherige Klassenstufe zurückkehren, ohne das Schuljahr zu wiederholen. Ein klarer Vorteil gegenüber dem Auslandsjahr! Auch hier betrieben wir großen Aufwand, recherchierten alle Privatschulen in Deutschland und schrieben über 250 persönliche Briefe an jede dieser Schulen. Bis zum April 2015 sollte unsere Akquise von 34 Schülern für den Start im Oktober 2015 abgeschlossen sein, doch im November 2014 hatten wir noch keine Partnerschule. Die Zeit lief uns davon und ein Gespräch mit einem potentiellen Investor öffnete uns die Augen: die Zeit wird zu knapp, wir können unseren Plan nicht halten…

Fortsetzung folgt…

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