Ocean College

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Gute Laune trotz Nutella Engpass

Autor: Sophie und Nele (Stellvertretend für Louiz)

Datum: 30.10.2018

Etmal: NM (total): total: 1091 NM


„Zieh dich schnell an und lös die Wache fürs Frühstück ab!“ – mit dieser Nachricht wurden wir, Nele aus ihrem Holzkasten und Sophie aus ihrem Babybett, gerissen. Oben angekommen, überraschten uns unsere triefend nassen Mitschüler_innen mit der nicht ganz so erfreulichen Nachricht, dass mittlerweile zwei unserer Segel gerissen waren. Nachdem wir Elisa und Tabea geholfen hatten, ihre Gummistiefel auszuleeren, erreichte uns schon die nächste schlechte Nachricht: Unser Brot-, Nutella- und Früchtevorrat war aufgebraucht (wohlbemerkt, wir hatten noch nicht gefrühstückt!).

Dementsprechend gut gelaunt standen wir am Lookout, während uns der Regen ins Gesicht klatschte. Nach 20 Minuten Hin- und Hergerutsche an Deck stolperten wir hungrig und klatschnass die Treppe hinunter und hatten den ersten Lichtblick unseres Tages: Marlen hatte uns zwei Nutellabrote reserviert! Schwankend ging es für uns weiter zum Umziehen – für heute war das die Sporteinheit. Die Härte der wenigen Gegenstände in unseren Zimmern können wir spätestens seit heute mit all unseren Körperteilen bestimmen.

Weiter auf dem Tagesplan stand für uns der Biologieunterricht, welcher, wie von Johan versprochen, anders als zuhause ablief: Bereits nach 20 Minuten lief Miriam, unsere Lehrerin, nach unten, um sich zu übergeben. Sie ist seekrank, genauso wie Louiz, weshalb wir seinen Tagesbericht für heute übernehmen.

Tapfer torkelte sie direkt danach die Treppe wieder hinauf, um den Unterricht fortzusetzen. Aber das blieb nicht die einzige Unterbrechung: Nils wurde losgeschickt, um eine Wasserprobe zu holen, doch zurück kam er mit einem von Hendrik gefangenen Tintenfisch, welcher bereits tot war. Bei dem Versuch, diesen zu sezieren, wurden wir von einem “all hands on deck“-Ruf unterbrochen.

Nachdem wir uns in unser bereits nasses Ölzeug hineingezwängt hatten, erhielten wir draußen die nächste schlechte Nachricht: Mittlerweile sind vier unserer Segel gerissen. Mit einer wankenden Kette von zehn Leuten verstauten wir das zuletzt gerissene Segel. Nach dem Mittagessen ging dann der lang erprobte Feueralarm an. Doch glücklicherweise sorgte dafür nur der qualmende, mittlerweile tote Trockner.

Am Nachmittag war dann nicht nur der Tag ins Wasser gefallen, sondern auch Sophie. Ganze drei Mal in Folge wurde sie OHNE Ölzeug von einer überschwappenden Welle überrascht. Immerhin hatte sie somit eine Dusche umsonst und ganz viel lachendes Publikum.

Am Ende des Tages konnten wir dann aber doch alle Marlens poetischen Gute-Nacht-Worten zustimmen: Wir fühlen uns alle ziemlich glücklich hier. Wir haben ein Bett, manche haben noch einen vollen Magen und Menschen, die wir mögen, um uns herum.

PS: Grüße an die Haarmänner, Pfitzners und an Elisas Familie, uns geht es super 🙂

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