OceanCollege

FAQ

 

Ist das Schiff im Notfall erreichbar?
  Das Schiff ist mit modernen Kommunikationstechnologien ausgestattet und kann im Notfall auch auf hoher See erreicht werden. Zudem wird jeden Tag ein Tagesbericht vom Schiff über eine Internetsatellitenverbindung geschickt. Das Schiff kann jederzeit von verschiedenen Diensten genau geortet werden.

 

Wie sind die Teilnehmer an Bord untergebracht?
 Die Unterbringung erfolgt in Mehrbett-Kammern mit maximal drei Kojen. Mädchen und Jungen sind in getrennten Kammern untergebracht. Zur sanitären Ausstattung des Schiffes gehören Toiletten mit Wasserspülung und Duschen. Jede Kammer verfügt über eine eigene Dusche und Waschbecken. Die Duschen können auf hoher See aufgrund des Wasserverbrauchs nur sehr sparsam genutzt werden. Eine Waschmaschine und ein Trockner stehen bei ruhigem Seegang zur Reinigung der Kleidung zur Verfügung.

 

Wie sind die Teilnehmer während der Landexkursionen untergebracht?
 Während der Landexkursionen sind die Teilnehmer in Hotels, Pensionen, Internaten oder in Zelten untergebracht.

 

Was ist bei Seekrankheit?
 Seekrankheit gehört zur Seefahrt dazu. Auch erfahrene Seeleute können immer wieder seekrank werden. Unter Seekrankheit versteht man Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Diese Krankheit resultiert aus einer vorübergehenden Störung des Gleichgewichtssinns durch das schwankende Schiff. Seekrankheit ist aber kein dauerhafter Zustand; normalerweise ist sie nach ein bis zwei Tagen vorüber und man ist erstaunt, warum man sich überhaupt schlecht gefühlt hat. Dennoch gibt es einige Regeln, die man bei Seekrankheit beachten kann: Man sollte keinen ganz leeren Magen haben, aber keine Nachtschattengewächse wie etwa Tomaten essen, keinen Kaffee, dafür aber viel Vitamin C zu sich nehmen. Warme Kleidung und Mütze sind ebenso hilfreich wie nicht unter Deck zu gehen. Wer nach einem Mittel gegen Seekrankheit sucht, dem empfehlen wir Nausyn® von Weleda. Es ist rein natürlich und hat keine gefährlichen Nebenwirkungen. Dringend abraten möchten wir aber von allen gängigen Mitteln gegen Seekrankheit, da es sich hier um teilweise heftige Medikamente mit Nebenwirkungen handelt.

 

Welche Fächer werden bei OceanCollege unterrichtet? Der Stundenplan orientiert sich an der Stundenkontingententafel des Landes Brandenburg. Der Unterricht erfolgt neben den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch in allen relevanten Unterrichtsfächern. Darüberhinaus gibt es ein Angebot von Wahlpflichtfächern wie z. B. Astronomische Navigation. Zudem werden externe Experten in einzelnen Modulen Angebote wie z.B. Projektmanagement oder Wetterkunde anbieten. Eine genaue Auswahl dieser Module erfolgt im Sommer 2016. Zudem soll eine regelmäßige Evaluation der Teilnehmer stattfinden, um gemeinsam an Fähigkeiten und Ressourcen zu arbeiten. Weiterhin wird an Bord eine Berufsorientierung durchgeführt.

 

Was ist mit den Fächern, die bei OceanCollege nicht unterrichtet werden?
 OceanCollege fördert die SchülerInnen auch in selbstständigem Lernen. Speziell auf der Rückreise werden Lernzeiten eingeräumt, in denen die Schüler in Lerngemeinschaften selbstständig die Inhalte der Fächer, die bei OceanCollege nicht unterrichtet werden, aufarbeiten können. Sehr gute Schüler werden dabei als Leiter der Lerngemeinschaft eingesetzt. Die Lehrkräfte stehen ihnen dabei beratend zur Seite. Durch die permanente Internetverbindung bzw. Möglichkeiten für Skypekonferenzen in manchen Häfen ist es zudem möglich, dass Schüler unter der Aufsicht der Lehrer an Bord Klausuren aus ihren Heimatschulen mitschreiben bzw. von dort mit schulspezifischem Material versorgt werden. Die finale Zusammensetzung der Schüler wird schliesslich auch die Auswahl der Lehrer beeinflussen, um etwaige Fächer wie etwa Latein oder Französisch abdecken zu können. 

 

Wer ist für die schulische Freistellung verantwortlich? Für die Dauer des Törns muss ein Antrag auf Beurlaubung des Teilnehmers beim Schulleiter der Heimatschule eingereicht werden.

 

Zeugnisse Jeder Schüler erhält am Ende der Reise zwei Zeugnisse: Erstens ein Projektzeugnis von OceanCollege, in dem die Entwicklung jedes Teilnehmers/ Teilnehmerin über die gesamte Reise dargestellt wird. Zweitens erhält jeder Teilnehmer/ Teilnehmerin ein Notenblatt vom staatlich anerkannten Campus im Stift Neuzelle, der Partnerschule von OceanCollege in Deutschland. Mit diesem Notenblatt kann nach vorheriger Absprache mit der Heimatschule die Klasse wie geplant beendet werden, wobei die Jahresendnoten von der Heimatschule gemacht werden. Das Curriculum wird auf gymnasialem Niveau durchgeführt, was es uns möglich macht, Schüler aus jeder Schulform aufzunehmen. Zudem ist es aufgrund der kleinen Unterrichtsklassen auf verschiedene Kompetenzstufen der Schüler eingehen.

 

Disziplinarmaßnahmen Vor der Reise werden vom Projektteam in enger Abstimmung mit der Schiffsbesatzung klare Regeln für das Verhalten an Bord und für den Umgang miteinander festgelegt und an die Schüler kommuniziert. Diese allgemeinen Regeln zum Zusammenleben und spezifischen Törnbedingungen werden zum großen Teil mit dem Vertrag schon vor der Reise unterschrieben. Die Schüler wählen einen Vertreter und dieser hat im Schiffsrat (bestehend aus Kapitän, Projektleiter und jeweils einem Vertreter des Stamms und der Lehrer) eine gültige Stimme und kann hier ebenfalls die Wünsche der Schüler hinsichtlich der Regeln an Bord vertreten. Es gibt neben dem Klassenbuch und Logbuch ein Bordbuch, in dem u.a. Einträge für grobes Fehlverhalten eingetragen werden. Bei drei Einträgen wird ein Teilnehmer von der Reise ausgeschlossen.

 

Ausrüstung Jeder Schüler erhält mit ausreichend Vorlauf eine detaillierte Packliste. Diese ist unbedingt einzuhalten, da der Stauraum an Bord begrenzt ist. Es können keine Koffer mit an Bord gebracht werden, nur Reisetaschen oder Seesäcke. Jeder Schüler benötigt Ölzeug, d.h. eine Garnitur wasserdichte Hochseekleidung. OceanCollege bemüht sich, mit einem Sponsor die Kosten dafür zu senken.

 

Schulmaterialien Es wird eine Bordbibliothek mit einem Kernbestand an Büchern geben. Drucker und Projektrechner werden an Bord sein. Durch die kleinen Unterrichtsgruppen ist ein individualisierter Unterricht vielfach möglich und es somit realisierbar, dass verschiedene Inhalte in einem Fach gleichzeitig bearbeitet werden. Auch kann Kontakt mit der Heimatschule gehalten werden, damit Teilnehmer etwaige spezifische Inhalte von zu Hause nicht verpassenJeder Schüler muss für 240,- einen kompletten Satz Schulmaterialien erwerben.

 

Lehrer OceanCollege fährt im Projektteam ausschließlich mit staatlich genehmigten Fachlehrern, um eine hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten. Diese Lehrer und der Projektleiter erhalten vor der Fahrt zudem ein ausführliches Sicherheitstraining für Traditionssegelschiffe, um auch im Bordbetrieb im Notfall kompetent handeln zu können.

 

Crew Die Crew des Schiffes ist einerseits qualifiziert für das Hochseesegel auf Traditionsseglern, andererseits aber auch nach pädagogischen Richtilinien ausgewählt. Auch wenn die Aufgabe der Crew (bestehend aus Kapitän, drei Steuerleuten, Maschinist, Bordarzt und Koch) vor allem darin liegt, das Schiff sicher zu führen, sind sie auch für die nautische und seemännische Ausbildung der Schüler zuständig.

 

Das Schiff Das Projektschiff von OceanCollege ist die Thalassa (tallshipthalassa.nl/de/). Hierbei handelt es sich um eine Barkentine, die allen Ansprüchen von OceanCollege gerecht wird. Neben sämtlichen Sicherheitsvorschriften für weltweite Fahrt bietet dieser Traditionssegler ausgezeichnete räumliche Bedingungen für Unterricht in Kleingruppen, eine großzügige Messe, eine große Küche und viel Platz an Deck für eine hervorragende logistische Umgebung auf hoher See. 

 

Route Die Reise von OceanCollege führt von Hamburg oder Holland aus entlang der Westküste Europas, über die kanarischen Inseln in die Karibik und nach Mittelamerika. Längere Landaufenthalte sind unter anderem auf Teneriffa, in Costa Rica, in Belize, auf Kuba und auf den Azoren geplant. Auf dem Rückweg passiert das Schiff die Bahamas, die Azoren, England und die Niederlande nach Hamburg. Die finale Route kann bis auf den Start- und Zielpunkt nie exakt vorhergesagt werden, da immer auf die WInd- und Wetterbedingungen vor Ort sowie die spezifischen Landprojekte Rücksicht genommen werden muss. 

 

          Der Schiffsalltag auf hoher See besteht für die Jugendlichen an Bord vor allem aus fünf Elementen: 

Backschaft: Jeder Schüler ist in einem rotierenden System für die Verpflegung der gesamten Schiffsbesatzung verantwortlich. Unter der Anleitung von einem erfahrenen Koch bereiten die Jugendlichen drei Mahlzeiten am Tag vor und kümmern sich um die Küchenarbeit.

Wache: Jeder Schüler ist in eine von drei Wachen eingeteilt und hat in diesem Dreiwachsystem in 24h acht Stunden Wache. In der Wache wird das Schiff gesegelt, findet die nautische Ausbildung statt, wird im Rigg gearbeitet und es werden Karten- und Logbucheinträge sowie Maschinen- und Sicherheitsrunden gemacht.

Reinschiff: Wenn viele Menschen auf engem Raum miteinander leben, ist tägliche Hygiene unerlässlich. Entsprechend ist auch hier jeder Schüler in einem rotierenden System für die Schiffshygiene zuständig.

Schule: Jeder Schüler und jede Schülerin erhält an sechs Tagen die Woche vier Stunden Unterricht. Sonntag ist auf See unterrichtsfrei. Während der Landaufenthalte findet kein Unterricht statt. 

Schlaf: Wenn man den ganzen Tag an der Luft ist und teilweise anstrengende Arbeiten im Rigg verrichten muss, ist regelmäßiger und ausreichender Schlaf sehr wichtig. 

 

Unterricht: Jeder Schüler erhält durchschnittlich jeden Tag vier Zeitstunden Unterricht, wobei am Samstag auch Unterricht stattfindet. Aufgrund der Unterrichtsgruppen von max. 15 Schülern kann hier individuell und intensiv gearbeitet werden. Manche Themen werden in Projekt- bzw. Modulform bearbeitet, um den Gegebenheiten der Reiseroute gerecht zu werden. Es ist ein erklärtes Ziel von OceanCollege, dass jeder Schüler nach der Reise sein Klassenziel wie geplant erreichen kann.

 

Verpflegung OceanCollege legt grossen Wert auf eine reichhaltige und ausreichende Ernährung. Dafür wird extra ein Koch mit an Bord sein, der für den gesamten Einkauf und die Verpflegung an Bord federführend verantwortlich ist. Es gibt täglich drei Mahlzeiten und einen Nachmittags- bzw. Mitternachtstee für die fahrende Wache.

 

Handy- und Internetnutzung Handynutzung kann es per se nur an Land geben. Dafür wird den Schülern in den Häfen eine bestimmte Zeit zur Verfügung gestellt. Es ist eines der pädagogischen Ziele von OceanCollege, dass die Schüler ihr Kommunikations- und Onlineverhalten bewusst und nicht wie sonst üblich beliebig verfügbar erleben. Ebenso dürfen private MP3-Spieler, Laptops, Tablets und Handys nur in der eigenen Kabine benutzt werden. Müßig zu erwähnen, dass es an Bord kein W-Lan und auf See auch kein Telefonnetz gibt. 

 

Regeln an Land Das Schiff darf in Häfen erst verlassen werden, wenn alle Aufgaben an Bord verrichtet sind. In Häfen und an Land dürfen Schüler nur in Gruppen von mind. drei Schülern unterwegs sein. Zeitliche Verabredungen sind unbedingt einzuhalten. Fehlverhalten an Land kann ebenfalls zu einem Eintrag ins Bordbuch führen.

 

Impfung Es wird empfohlen, dass jeder Teilnehmer für die Reise gegen die wichtigsten Krankheiten geimpft ist. Eine entsprechende Empfehlung erfolgt mit ausreichend Vorlaufzeit. Die Kosten für die Impfung werden nicht von OceanCollege getragen. Zudem empfiehlt sich vor der Reise ein Besuch beim Zahnarzt.

 

Medizinische Versorgung Auf den beiden Atlantiküberquerungen wird eine Person mit medizinischen Kenntnissen für den Notfall mit an Bord sein. Jeder Schüler muss über eine Auslandskrankenkasse verfügen, um im Notfall auch nach Hause geflogen zu werden. Es gibt eine vollausgestattete Bordapotheke für die Erstversorgung an Bord.