Ocean College

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Kakao-Plantage und Spanischunterricht

Autor: Lucas
Position: Costa Rica, Coronado
(San Jose)

Heute Morgen wurde ich um 07:15 von einem Klopfen an Emils und meiner Tür geweckt. Win, Emil und ich sind in einer Gastfamilie und Win hat das Einzelzimmer bekommen. Nachdem ich verschlafen aufgestanden bin und mich fertig gemacht habe, haben wir von unserer Gastoma ein Sandwich bekommen. Danach packten wir unsere Taschen und machten uns auf den Weg zur Sprachschule. Unsere Gastfamilie wohnt relativ nah an der Schule und deshalb müssen wir nur fünf Minuten laufen. Ausnahmsweise erwartete uns heute kein Regen, sondern eine hinter Wolken halb-verdeckte Sonne.
In der Sprachschule angekommen, fing dann sofort der Unterricht an. Ich bin in einer Gruppe mit Hannah W., Mika und Lisa. Wir sprachen sehr viel Spanisch und übten das „preterito imperfecto“. Am Ende spielten wir spanisches Scrabble und ich schlug Lisa sehr knapp.
Um 11:40 Uhr war der Unterricht zu Ende und wir trafen uns alle vor der Sprachschule. Mittlerweile regnete es wieder. Da es so regnerisch war und viele keine Lust hatten, schlug Noemi vor, dass der Kakao-Plantagen-Besuch freiwillig war. Es waren dann nur ca. 14 Leute, die mitkamen. Die Fahrt zur Plantage dauerte 1 ½ Stunden. Als wir ankamen, regnete es immer noch.
Ein hochmotivierter Guide hieß uns alle willkommen. Er führte uns alle auf einem kleinen Pfad durch einen Urwald. Hin und wieder stoppte er kurz und erklärte uns etwas über Kakao oder er zeigte uns einen kleinen, grün-schwarzen Pfeilgiftfrosch. Emil entdeckte sogar einen großen Centipede. Viele Frösche deuten auf einen gesunden Urwald hin, da die Frösche nicht an verschmutzten Stellen leben. Der Guide erzählte uns gefühlt alles, was mit Kakao zu tun hat. Schließlich kamen wir an einem kleinen überdachten Platz an. Dort erzählte der Guide uns die Geschichte vom Kakao und dessen Bedeutung für die Mayas. Für die war Kakao so heilig, dass die Person, die das Kakaogetränk verschüttet, geköpft wird. Dieses Getränk wurde für uns gemacht. Es war sehr lecker. Danach zeigte der Guide uns, wie Schokolade gemacht wird. Die Kakaobohne muss erst einmal fünf Tage lang fermentieren. Danach werden die Bohnen für drei Wochen getrocknet und anschließend geröstet. Diese gerösteten Bohnen werden dann zerkleinert und die Schalen weggepustet. Diese kleinen Kakaostückchen werden dann mit der beliebigen Menge an Zucker oder Milchpulver vermischt. Milch darf man nicht verwenden, weil die Schokolade sonst nicht flüssig wird. Das Gemisch wir dann 72 Stunden mit einem feinen Fleischwolf immer wieder gemahlen. Danach hat man dann eine flüssige Masse, die man in eine Form gießt und in den Kühlschrank stellt. Fertig ist die Schokolade! Am Ende konnten wir uns verschiedene Dinge kaufen, wie zum Beispiel Kakaopulver, Kakaobutter oder Schokolade. Danach liefen wir den Weg durch den Urwald zurück, verabschiedeten uns und fuhren mit dem Bus wieder nach Coronado.
Zuhause angekommen bekamen Emil, Win und ich ein leckeres Steak, da es schon 19:30 Uhr war. Wir spielten noch ein paar Runden Billard und danach ging ich müde ins Bett.

Euer Lucas

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