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Letzter Tag in Brest, noch ein Museum, Burger und Zollbesuch

Autor: Ben Busse

Position: Brest, Frankreich

(48°23´20´´N 4°28´19´´E)

Mein Tag begann, als ich um ca. 8:30 Uhr schläfrig aus meinem Bett stieg. Die anderen Jungs aus meiner Kammer, Tobias M., Win und Nicolas waren alle schon am Start und ich musste mich beeilen, um noch einen Platz beim Frühstück zu kriegen. Da wir ja im Hafen keine Wachen haben, reicht es, wenn man um 9:00 mit dem Frühstück fertig ist. Nach dem Frühstück verkündete Johan, dass wir um 15:00 Uhr zum Brester Marinemuseum aufbrechen würden. Dann hatte ich eine Besprechung mit Sebastian, unserem Mathematiklehrer. Hier ging es vor allem um meine MSA-Vorbereitung ging. In Berlin und Brandenburg gibt es ja den sog. „Mittleren Schulabschluss“ und der muss hier auf dem Schiff gut vorbereitet werden, weil die erste Klausur schon drei Tage nach unserer Ankunft im April 2018 sein wird. Ich werde gemeinsam mit anderen MSA-Schülern vor allem diesen Abschluss vorbereiten. Theoretisch müsste ich danach nie wieder zur Schule gehenJ Anschließend hatte ich eine Stunde frei, in der ich Musik hörte und Karten spielte.

Um 10:00 Uhr begann meine Doppelstunde Mikroplastik mit Rüdiger, in der wir erklärt bekamen, wie ein Laborbericht geschrieben wird. Hierbei geht es vor allem um eine objektive Beschreibung der Beobachtungen und man darf zum Beispiel nicht aus der Ich-Perspektive schreiben.

Als wir um 15:00 im Museum eintrafen, bekamen wir jeder einen Audioguide auf deutsch, um das Museum wirklich verstehen zu können und ich zog mit Tanyel, Lennard und Emil los, um das Museum zu besichtigen. Es gab viele interessante Sachen zu sehen wie zum Beispiel ein altes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg in Originalgröße. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf diesem U-Boot nochmal deutlich enger zuging als bei uns auf der Regina Maris.

Um 17:00 Uhr trafen wir uns alle vor dem Museum um gemeinsam zurück zu laufen und wollten eigentlich noch Crepes essen, aber leider ist man hier am Samstag nachmittag eben nicht in Berlin-Kreuzberg, sondern in Brest und da ist dann schon Schluss mit der Crepeparty, woran man sich erstmal gewöhnen muss.

Zurück auf der Regina Maris erzählte uns Johan, dass der Zoll das Schiff durchsucht hatte. Sie nahmen sich eine Jungs- und eine Mädchenkammer vor und Merle, Emma, May und Alisa sowie Tanyel, Thorben, Lucas und Leon mussten den Kopf hinhalten. Überraschung: Es wurden keine Drogen gefunden (c’est bon!) und der Zoll wurde wohl im Laufe der Durchsuchung immer freundlicher und hat dann auch einige Flyer von Ocean College mitgenommen. Der Chef der Truppe bot sich am Ende als Lehrer an, als er unsere Route sah. So schnell kann es gehen. Aber Waffen sind an Bord nicht erlaubt, da geht es ja schon mal los.

Allerdings machte Johan dann doch nochmal eine Ansage, wie wir uns zu verhalten haben, wenn zukünftig der Zoll an Bord kommt und wir da sind. Dumme Sprüche sind dann wohl fehl am Platz, denn die Jungs vom Zoll können einen richtig festnageln, wenn sie wollen.

Gegen 18:30 Uhr pokerten wir eine Runde und danach gab es tatsächlich Burger zum Abendessen.

Nach dem Essen durften wir noch bis 22:00 Uhr in die Stadt, immerhin unser letzter Landausgang für die nächste Zeit. Und dann… wir haben unseren ersten internationalen Pressebericht! Besten Dank an dieser Stelle an Win, der in Frankreich unser Pressesprecher ist. Also, jeder der noch nicht weiß, wo sein Kind hier eigentlich dabei ist, kann das hier auf französisch gerne nochmal nachlesen. Und da kann man auch sehen, wie romantisch wir hier im Hafen von Brest liegen.

http://www.letelegramme.fr/finistere/brest/trois-mats-regina-maris-six-mois-d-ecole-en-mer-20-10-2017-11709405.php#

Euer Ben

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