Ocean College

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Noch ein Tag mit Seekrankheit und Ankunft in Providenzia

Autor/in: Nora
Position: Providenzia, Kolumbien
(13°22,45 N, 81°22,57 W)

Als ich heute aufstand, ging es mir schon deutlich besser als gestern. Ich frühstückte, musste dafür aber nach draußen gehen. Anschließend war ich erst mal eine Zeit lang an Deck. Da es Marta und uns auch noch nicht gut genug ging, um Englischunterricht zu machen, fiel dieser heute aus. Stattdessen probierten Hannah W. und ich, an unserer MSA Präsentation weiter zu arbeiten. Wir mussten uns dafür mit dem Laptop in die Messe setzen, wodurch das Ganze nach kurzer Zeit abgebrochen werden musste, da uns drinnen wieder schlecht wurde. Wir gingen also wieder aufs Achterdeck zu den vielen anderen Seekranken, denen es heute jedoch schon besser ging als gestern. Auch Lotte und Hannah H. waren dort, die sich gestern in der Sonne ganz schön verbrannt hatten und ich legte mich zu ihnen. Nach einiger Zeit in der Sonne, zog ich jedoch in den Schatten um, damit ich mich nicht auch noch verbrannte.

Um ca. 11:00 Uhr begann dann unser etwas anderer Biounterricht: Wir versammelten uns alle auf dem Achterdeck in der Sonne, weil fast alle noch mit Übelkeit zu kämpfen hatten. Dort besprachen wir, was wir in der Zeit in Costa Rica gemacht hatten und teilten uns in die Gruppen Genetik und Evolution auf. Die Genetik-Gruppe besprach sich dann noch ein bisschen über Mitose und Meiose und über den Ablauf der nächsten Stunden. Dann verstreuten sich die Leute wieder übers Deck und ich legte mich in den Schatten.

Um 13:00 Uhr gab es wie immer Mittagessen, jedoch heute Suppe mit Brot und Spiegelei. Damit setzte ich mich wieder aufs Achterdeck zu Lotte, die zu der Zeit Wache hatte und Emma kam nach einiger Zeit auch dazu. Durch die Seekrankheit war ich sehr müde geworden und so ging ich in meine Kabine, wo schon May, die sich erkältet hat, und Mika, die auch seekrank ist, in ihren Betten lagen und legte mich ebenfalls ins Bett. Ich schlief bis zum 16:00 Snack. Dann stand ich auf und holte für mich und meine Zimmergenossinnen Kakao.

Meine Wache, die ich jetzt bis zum Ende der Reise mit Simon, Lukas, Tanyel, Alisa, Charlotte und Wessel, dem neuen Steuermann haben werde, hätte eigentlich um 17:00 Uhr begonnen. Da wir aber schon fast angekommen waren, wurden wir wieder nach unten geschickt, damit die andere Wache in Ruhe einlaufen konnte. Also ging ich in meine Kabine zurück. Dort war mittlerweile auch Mona. Ich unterhielt mich ein wenig mit ihr und May.

Als wir um ca. 17:45 Uhr in Providenzia vor Anker gingen, war ich sehr froh, dass es mit der Übelkeit jetzt erst mal für einige Zeit vorbei war. Mit Emma und Paula sprang ich kurz darauf, wie auch noch viele andere, von Bord ins warme Wasser. Es war sehr schön und erfrischend. Die Sonne war gerade dabei unter zu gehen und so war die Aussicht auch noch toll.

Nach einer kurzen Ansage von Johan über den Ablauf der nächsten Tage ging ich duschen und anschließend mit dem Abendessen (Ofenkartoffeln mit frischem Salat) aufs Achterdeck zu Hannah H. und Lotte.

Bis gerade habe ich jetzt noch ein bisschen mit Hannah W. an der MSA-Präsentation weiter gearbeitet. Diesmal auch zum Glück mit ein bisschen mehr Erfolg als am Vormittag. Jetzt sitze ich in der Messe und freue mich auf den weiteren Abend mit Hannah H., Lotte, Emma und Paula, weil wir mal wieder eine kleine Pyjamaparty geplant haben. Auch auf die Ankerwache morgen von 04:00-05:00 Uhr mit Wanda und Lotte freue ich mich sehr, auch wenn es mir schwer fallen wird, mitten in der Nacht aufzustehen.

Ich grüße meine Familie und Freundinnen zu Hause in dem winterlichen Deutschland. Ich hoffe sehr, dass es euch gut geht! Ich habe euch lieb und vermisse euch! Meiner Schwester wünsche ich am 5. Februar einen wunderschönen Geburtstag! Ich finde es schade, dass ich dieses Jahr nicht dabei sein kann!

So, das wärs mit meinem Tag heute. Es tut mir leid, dass ich heute über nicht so viel berichten kann und hoffe, dass euch der Tagesbericht trotzdem gefällt.

Eure Nora

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