Ocean College

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Que la fuerza te acompañe

Autorin: Merle
Position: Coronado, Costa Rica

Ich würde ja gerne sagen, dass mein Tag so begann wie jeder andere hier in Costa Rica, doch leider war das nicht der Fall. Wir, Wanda und ich, sind zu zweit bei einer alten, netten Dame untergekommen, mussten heute sehr, sehr früh aufstehen. Mit sehr, sehr früh meine ich 4:45Uhr. Unser Wecker klingelte und wir mussten unsere Gastmutter aufwecken gehen. Um 5:00 Uhr gab es dann Frühstück, wie fast immer Reis mit den schwarzen Bohnen, die hier alle immer essen und dazu ein Rührei mit Bacon. Danach machten wir uns schnell startklar, denn heute stand auf dem Programm Water-Rafting! Eigentlich sollte das das Highlight aller Programme werden, aber darauf kommen wir später nochmal zurück…

Zum Glück wurden wir heute Morgen gefahren, da es die ganze Nacht schon durchgeregnet hatte und es einfach nicht mehr aufhörte. Dadurch waren Wanda und ich heute sogar ausnahmsweise Mal pünktlich an der Kirche, wo schon zwei Busse für die Tour bereitstanden. Im Bus hielt mir Mika einen Platz frei und wir versuchten es uns halbwegs bequem zumachen, da die frühen Umstände schon echt hart waren.

Mit dem Bus fuhren wir 3 Stunden zur Karibikseite von Costa-Rica und es regnete und regnete. Aber eigentlich machte der Regen die Fahrt ziemlich entspannend. Wir hörten Musik und versuchten etwas die Augen zuzumachen, bevor es dann zu dem Actionteil kommen sollte.

Als wir nach den 3 Stunden an einem Restaurant ankamen, war der Plan, dass wir dort noch einmal frühstücken, dann water-raften gehen und danach bei dem gleichen Restaurant Mittag essen. Dieser Plan fiel jedoch leider wortwörtlich ins Wasser. Wir erfuhren dann, ich betone nochmal: nach der 3 stündigen Busfahrt, dass der Fluss überflutet ist und wir dadurch nicht unser Programm durchführen konnten. Die eine Hälfte von uns, zu der gehörten Wanda und ich, war ziemlich enttäuscht, denn wir hatten uns eigentlich schon sehr gefreut mal etwas actionreicheres zu unternehmen. Die andere Hälfte jedoch war anscheinend ziemlich erleichtert, da sie nicht so unglaublich viel Lust hatten und vielleicht sogar etwas Angst, oder sagen wir Respekt, vor der ganzen Sache hatten.

Naja, auf jeden Fall konnten wir dann auch nicht mehr in dem Restaurant essen, da es hieß, dass der Damm, welcher neben der langen Bergstraße lag, die wir hochgefahren waren, brechen könne und deswegen die Straße gesperrt wird. Weil wir aber noch heute zurück nach Coronado wollten und wir nicht wussten wann die Straße geöffnet werden würde, fuhren wir schnell wieder runter und suchten uns ein anderes Restaurant aus, bei dem wir auf dem Hinweg schon eine kleine Toilettenpause eingelegt hatten.

Zum zweiten Frühstück gab es für Wanda und mich dann einen Käse Tortilla der irgendwie aus so gut wie nur Käse bestand. Das war ziemlich mächtig und weil wir nicht alles aufessen konnten, hatten die Jungs noch ein bisschen mehr.

Um 12:30 Uhr kamen wir wieder an der Kirche von Coronado an. Wir waren also über 6 Stunden unterwegs. Die Busfahrt zurück war aber eigentlich ganz lustig, weil wir uns aufgeteilt hatten, wer zurück nach Hause wollte, oder wer ins Kino gehen wollte und wir dann eine kleine, nette Truppe im Bus waren. Wanda und ich entscheiden uns ja dann dafür wieder zurück zum Gasthaus zu fahren, einmal, weil wir momentan echt viel zu lernen haben und weil wir dachten, dass wir nochmal etwas Schlaf aufholen könnten. Das beides machten wir letztendlich nur halb.

(Aus der Sicht eines Kinogängers: Der Großteil, 24 Schüler, machte sich mit Falco und Noemi auf den Weg nach Cinepolis in der Lincoln Mall. Wir hatten zunächst 2 Stunden Zeit, um in der Mall etwas Bummeln zu gehen. Manche aßen ein Eis, manche gingen Shoppen und andere entspannten bis es dann um 14.00 Uhr Mittagessen in einem Food Court gab. Wir konnten uns zwischen zwei Läden entscheiden. So kam es, dass Alisa Sushi gegessen hat, während es für Andere Pizza, Salat, Panini, Mozzarella Sticks oder Sandwiches gab. Nach dem Mittagessen bekamen wir unsere Kinokarten und stellten uns in die Popcorn Schlange. Jeder durfte sich auch hier wieder etwas zu essen und zu trinken aussuchen. Für die Meisten gab es dann ein großes Popcorn (welches echt sehr interessant schmeckte, da das süße Popcorn hier Caramellpopcorn ist) und eine große Coke. Wir setzten uns in Kinosaal 14 und warteten bis der neue Star Wars anfing. Zum Glück lief der Film auf Englisch mit spanischem Untertitel. Wir fanden ihn alle spitze und diskutierten im Bus noch darüber. So kam es z.B. dazu, dass sich ein Ocean College Team Ren (Ben und Rey) gebildet hat und wir nun alle gespannt sind, ob sich unser Traum in den nächsten Filmen erfüllen wird (Star Wars Insider Wissen).  Dann fuhren wir Kinogänger auch schon zurück nach Coronado)

 

Zurück zu Merle: Als wir ankamen, waren wir allein im Haus und ich facetimte erst einmal mit ein paar Freunden. Danach lernte ich eine Stunde lang für meinen Bioleistungskurs. Wir schauten ein paar YouTube Videos und machten uns einen ruhigen Sonntag. So um 17:00 Uhr lief ich zu einem kleinen Supermarkt, der in unserer Straße ist und kaufte Müsli, Obst und Milch zum Essen ein, da unsere Gastmutter immer noch nicht da war. Ich deckte schön den Tisch, rief Wanda zum Essen und wir redeten ganz viel wie eigentlich durchgehend momentan. Als wir grade alles abgespült hatten, kam unsere Gastmutter wieder und wir quatschten so gut es ging mit ihr, was manchmal etwas schwierig abläuft, da wir beide kein Spanisch in der Schule zu Hause haben und sie nur Spanisch sprechen kann und kein Englisch. Aber wir bekommen das meist gemeistert. Im Notfall verständigt man sich halt mit Händen und Füßen.

Als wir wieder im Zimmer waren, machten wir ein 20 Minuten Workout aus dem Internet, denn wir machen seit wir hier sind jeden Tag Sport, ob joggen, Workout oder wandern.

Jetzt gleich um 20:00Uhr treffen wir uns noch mit Inga und Mika wieder vor der Kirche und wir lassen gemeinsam den Sonntag ausklingen, da wir morgen erst um 9:45 Uhr wieder parat sein müssen. Deswegen mache ich mich jetzt noch schnell fertig und beende den Tagesbericht.

Ich möchte noch viele Grüße an meine Familie und Freunde ausrichten und ich hoffe ihr hattet auch einen schönen Tag. Denn auch wenn heute so einiges schiefgegangen ist, war der Sonntag schön ruhig und das muss ja auch mal sein. Also bis dann,

Eure Merle

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