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Reiseblog Costa Rica-Zusammenfassung von der Pazifikgruppe in Monte Alto vom 24.01.-29.01.

Autorin: Emma

Position: Monte Alto

Das erste Erlebnis seit 80 Tagen, bei dem nicht alle 34 Schüler 24h aufeinander hangen, begann mit einer 6h Busfahrt für mich und alle, die mit mir nach Monte Alto gekommen sind (Karl, Mona, Inga, May, Hannah H, Paula, Matthias, Lukas, Charlotte W, Thorben, Tobias M, Ben, Emil, Mika, Hannah W und Sebastian & Marta). Wie das so mit einer Horde Jugendlicher nun mal ist, bekamen alle nach einer Weile Hunger oder mussten aufs Klo, denn ein Marmeladenbrot macht einen noch im Wachstumsschub steckenden Emil nicht satt! Also einen Stopp mit Tankstellen Hotdogs – ich hoffe, das sagt wie lecker es war. Na gut, im Grunde ging die Fahrt recht schnell vorbei, da wir fast alle Buchstaben bei Stadt – Land – Fluss durch genommen haben. Kurz bevor wir dann da waren, bekamen einige Panik, da wir uns immer weiter von irgendeiner Zivilisation entfernten und der Bus sich durch Flüsse kämpfte…

Aber dann waren wir auf einen gepflegten Platz mit ausgeschilderten kleinen Wegen in den Dschungel und allen fiel eine Last von den Schultern, als uns Miguel, einer der Leiter des Nationalparks, freundlich empfing. Er führte uns einen kleinen Kieselsteinweg entlang, als wir schon die ersten Brüllaffen erspähten – im weiteren Verlauf unseres Aufenthalts wurden sie sehr nervig, denn ihr Gebrüll startete pünktlich morgens um 06:00 Uhr! Unser Haus war eine hellgrün gestrichene Holzhütte mitten im Dschungel – unten gab es vierer und zweier Zimmer und oben standen 11 Betten mit Moskitonetzen quasi draußen, da eine ganze Wand fehlte und wir so jeden Morgen von den Sonnenstrahlen mit Blick auf die Berge geweckt wurden. Neben unserem Haus gab es noch ein Unterstand mit Tischen und dazu ein Häuschen für die Küche.

Am ersten Abend sind wir alle müde ins Bett gefallen oder haben noch entspannt auf drei Matratzen, die wir uns auf unseren Balkon geschoben haben, gelegen und Filme geschaut. Der nächste Morgen dann begann mit ein wenig Stress, da die Jungs, die unten geschlafen haben, sich sehr von den Mädels, die um 06:00 Uhr aufgestanden sind, um zu duschen, gestört gefühlt haben – ein Holzhaus hat nun mal auch nicht die dicksten Wände und Böden! Im Verlauf des Tages erweiterten, begradigten und reparierten wir dann Wege, indem wir uns mit Spaten, Schaufeln und Harken in dem von Vogelspinnen bewohnten Dschungel abschwitzen. Zum Frühstück, Mittag und Abendessen gab es wie zu erwarten Reis mit Bohnen und immer einen frischen Saft. Der nächste Tag begann mit einem Blick durchs Moskitonetz, an der noch schlafenden Hannah vorbei, auf die von den ersten Sonnenstrahlen bedeckten Hügel des Regenwaldes. Darauf folgte ein mordsmäßiger Schrei eines schon genannten Brüllaffen – ab zur Arbeit!
An diesem Vormittag teilte sich unsere Gruppe – die eine Hälfte harkte Wege und die andere baute aus selbst geschlagenem Bambus neue Zäune. Die Späne flogen, als Paula zur Säge griff und mit mir Holzstücke, die zur Stabilität gebraucht wurden, zurecht sägte. Am Nachmittag ging es dann ins Dorf zu einem kleinen „Einkaufsladen“ und von dort dann zu unserem Fußballspiel mit den Einheimischen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, da wir trotz der knallenden Sonne ordentlich Tore erzielten – nachdem einige ihrer Spieler in unser Team gewechselt haben. Abends entspannten wir dann mit Filmen und nach einer erfrischenden Dusche kehrte so langsam Ruhe ein. Der 27.01 – Strandtag am Pazifik! Wir schwammen und stürzten uns Supermann like in die Wellen, wurden von ihnen durch geschüttelt, liefen durch den brennenden Sand, verbrannten in der Sonne und genossen den Anblick des mit Palmen bedeckten Pazifikstrandes. Zum Snack gab es süßes Gebäck und super süßen Eistee.

Auf der Busfahrt zurück grölten wir dann den armen Busfahrer mit „Verdammt ich lieb dich“ von Matthias Reim zu und wieder zurück im National Park bekamen einige die Krise, da ihre Sonnenbrände sie aussehen ließen wie den rosaroten Panda. Am nächsten Tag hieß es Wandern! Auch wenn keiner Lust darauf hatte, prügelten Marta und Sebastian uns den steilen Regenwald hoch. Auf dem Rückweg rutschten wir dann halb auf dem Arsch, halb kopfüber wieder hinunter, wobei sich so einige hinlegten. Nach einer langen Fiesta ging es dann nochmal an das Zäune bauen und danach ans Einpacken- schließlich war unser Landaufenthalt in Costa Rica nun fast vorbei. Der Abfahrtstag am 29.01 beinhaltete eine 12h Fahrt mit Musik, Filmen und nichts tun, bis wir dann bei den anderen an der Karibikküste ankamen.

Monte Alto war ein mega schönes Erlebnis! Der Nationalpark entstand durch eine Bürgerinitiative, durch die einige Bewohner des anliegenden Dorfes Landflächen kauften und diese dann zu einer Fläche zusammenschlossen und bewaldeten. Dies war dringend notwendig, da das Land kein Wasser mehr hatte und unfruchtbar war, wodurch das Dorf sogar Wasser importieren musste. Dadurch ist jetzt wieder ein richtiger Regenwald entstanden mit einer Vielfalt an Pflanzen wie Vanille, Orchideen, Palmen und Laubbäumen und auch an Tieren – Brüllaffen, Spinnen, Schlangen, Pumas, Tapiren und vielem mehr.

Übrigens, der 27.01 war der Tag, an dem wir am Pazifik am westlichsten Punkt unserer Reise angekommen sind – jetzt befinden wir uns soz. schon auf dem Heimweg!

Also bis bald in Amsterdam! J

Eure Emma

1 comment

  1. Y. Kügler - 1. Februar 2018 23:31

    Liebe Emma,

    es ist einfach herrlich erfrischend und spannend Eure Blogeinträge zu lesen – ich freue mich jeden Tag darauf und bin ganz enttäuscht, wenn ich einige Tage warten muss (so wie diesmal)…

    Ich kann mir sehr gut so ein paar kugelige, aber sehr zufrieden aussehende rosarote PanDAS vorstellen…aber die würde so ein Sonnebrand nicht aus der Ruhe bringen. Sonst kenne ich nur den rosaroten PanTHER :-))
    Oder ist das eventuell so ein Generationen-Ding???…

    Viele Grüße,
    Yvonne (Mama von Lisa)

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