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„Soloday“ mit Ameisen

Autor: Tobias M.

Position: Hafen Hortas, Azoren

(38° 31,9 N 28° 37,4 W)

Der heutige Tag begann tatsächlich gar nicht genau wie jeder andere, denn ich ging untypischerweise ganz schnell zum Frühstück. Dieses tat ich, da es aufgrund dessen, dass wir an Land waren, etwas wirklich Essbares gab. Also nach Brot MIT AUFSTRICH und etwas zu trinken, ging es erstmal zur Diskussionsrunde (alle Schüler und Johan) über die Geschehnisse der letzten Tage und über die Dinge, die schiefgelaufen sind.

Nachdem ich mir dann dort eine Stunde lang die Füße abgefroren hatte, wobei ich eigentlich ins Bett gewollt hätte, da ich noch sehr müde war, gab es auch noch das Briefing von Johan, was wir denn alles für die „24 Stunden alleine im Wald“ bräuchten.

Der weitere Vormittag verging dann mit aufräumen, umräumen und Sachen packen. Als wir dann um 16:00 Uhr (1 ½ Stunden zu spät) mit dem Putzen fertig waren, ging es voll beladen los. Als erstes stand Einkaufen auf dem Plan. Jeder bekam 7,50 € und konnte sich damit etwas zu essen für die 24 Stunden kaufen. Etwa um 17:00 standen wir dann am Anfang des Wanderweges. Johan fing dort an, den Leuten ihre Plätze zuzuweisen. Wie jedoch bereits erwartet, war man weder allein, noch außer Hörweite, geschweige denn außer Sichtweite anderer Camper, noch war der Wanderweg wenig frequentiert.

Nachdem ich dann von Johan etwa 20 cm neben dem Wanderweg abgeladen wurde, versuchte ich mich auf meinem einen Quadratmeter zurechtzumachen. Ich schlief also erstmal etwa eine Stunde in der Sonne, bis es dann kühler wurde. Ich aß dann etwas Müsli und packte mich warm genug für die Nacht ein. Doch als ich dort in meinem Schlafsack lag und auf den Boden neben mir schaute, beobachtete ich fünf Ameisen, die dort herumkrochen. Als ich fünf Minuten später nochmal hinschaute, waren es bereits 10 und wieder 10 Minuten später waren es bereits etwa 30 kleine Ameisen. Als ich dann meine Isomatte hochhob, krochen dort etwa 100 Ameisen und ich entschied mich, schleunigst an einen anderen Ort zu gehen. Ich krackselte also weiter den Berg hinauf, wobei ich dann auf Joe, Elena und Charlotte stieß. Naja, das Alleinsein war ja eh schon hinfällig. Später kamen dann auch Simon und Tobi B. zu uns hoch, mit denen ich dann zu Abend aß. Danach suchte ich mir dann ein Plätzchen zum Schlafen, an dem keine Ameisen waren. Die Nacht war auch ziemlich beschissen. Mir war zwar nicht kalt, aber meine Isomatte ist kaputt gegangen. Ich lag also auf Fels und Steinchen. Naja soweit erstmal von mir.

Liebe Grüße an meine ganze Familie!

Euer Tobi

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