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Sylvester auf den San Blas Inseln

Autor: Simon Fischer

Position: 09° 35,9 N 078° 49,8 W

Hallo zu Hause,

wir sind am Morgen von einer kleinen Insel der San Blas Inseln vor Panama zu einer anderen Insel gefahren, die menschenleer ist. Ca. 20min nach der Abfahrt merkten wir dann, dass wir den Mast von dem Hobie Cat an Land vergessen hatte und so musste Sietse sich in ein Dinghi schwingen und nochmal zurückfahren, um den Mast einzusammeln.

Als wir alle wieder an Bord waren, ging es auch schon in den letzten Putztag des Jahres 2017, der leider nicht so glorreich verlief. Das lag daran, weil einige ihre Stationen zwei- oder dreimal putzen mussten, weil andere wieder durchgelaufen waren oder Müll liegen gelassen haben. Wir haben heute also zum Jahresabschluss die gute alte Regina Maris doppelt geputzt. In der Zwischenzeit war Martin schon mit Otto an Land gefahren, um die Insel genauer in Augenschein zu nehmen, auf der wir heute Abend Sylvester feiern wollten. In mehreren Dinghifuhren ging es dann mit Sack und Pack und Grill und Schnorchelausrüstungen und Zeltplanen und tralalala an Land zu den Sandflöhen, die uns gleich freudig begrüßten.

Wir richteten dann unser Lager ein, was da hieß, dass wir Holz für das Lagerfeuer suchten (zum Glück hatten wir zwei Macheten und jetzt leider kaputte Axt dabei) und den Strand von Müll reinigten, diesmal aber kein Mikro-, sondern wirklich Makroplastik. Wir fanden im Gebüsch sogar ganze Kühlschränke, die wir diesmal aber nicht mitnahmen. Für das gesammelte Plastik machten wir etwas entfernt ein zweites Feuer und verbrannten alles, was immer noch besser ist, als wenn der Müll am Strand liegt. Wir nahmen natürlich alles auch mit der Drohne auf, um für unseren Kooperationspartner Stop Micro Waste gutes Material zu haben und die besten Sequenzen kann man bald auch auf unseren Kanälen bei Ocean College sehen.

Dann ging ich mit Michael und Nicolas noch eine Runde im glasklaren Wasser schnorcheln und wir haben das ganze Aquarium aus dem Wohnzimmer von zu Hause gesehen. Ich blieb dann noch ziemlich lange mit Unterwassertaschenlampe im Wasser und hatte so nochmal eine ganz andere Beleuchtung auf die Welt unter Wasser.

An Land war inzwischen auch das Feuer zum Grillen angemacht worden und die erste Runde Stockbrot, Grillkartoffeln und Burgerpatties wurden ausgegeben. Unser Abendbrot wurde auch durch selbstgesammelte Kokosnüsse ergänzt.

Aber dann schlug die Karibik mit ihren Wetterspäßen mal wieder zu und es ging ein starker Regenfall über uns nieder, der alle unter ihre Zeltplanen verscheuchte.

Nachdem wir alle gegessen hatten, saßen wir noch um das Lagerfeuer herum um und einige gaben Horrorgeschichten zum Besten.

So verbrachten wir die Zeit zusammen mit unseren Sandflöhen bis kurz vor Mitternacht. 45min vor Ende des Jahres 2017 gab es ein letztes Briefing von Johan… mit ernster Miene stand er da und meinte: „Wir brauchen mehr Feuerholz, so überleben wir die Nacht hier draußen am Ende der Welt nicht“. Also mussten wir alle nochmal los, um für die Nacht ausgestattet zu sein und die Sandflöhe weiter grillen zu können.

Dann war es auch schon 23:50 und die Lehrer hatten tatsächlich Sekt für die Schüler dabei, wenn auch nur ein halbes Glas pro Schüler und Schülerin. Und dann zählten wir natürlich die letzten 10 Sekunden des alten Jahres runter und begrüßten das Neue Jahr. Wir sahen eine Rakete von einem anderen Schiff und in der Ferne ein paar kleine Feuerwerke. Wir hatten selbst leider keine Raketen dabei, da wir schon am 26.12. auf Curacao losgefahren waren und der Verkauf dort nicht gestartet war.

Nach ausgiebigem Feiern gingen wir alle in unsere noch trockenen Zeltbauten schlafen, aber in der Nacht bekamen wir noch einige kleine Huschen (Regengüsse) ab und so konnte jeder testen, ob seine Zeltkonstruktion gut gebaut worden war (bei den meisten noch nicht).

Ein Frohes Neues Jahr aus der Karibik, euer Simon!

1 comment

  1. Christiane Goerens - 2. Januar 2018 13:20

    gegrillte Sandflöhe haha – ich lach mich kaputt ! Alles Gute zum Neuen Jahr !

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