Ocean College

Das Ökosystem Pelican

Datum: 20.03.19
Autorin: Elisa
Position: Atlantik
Nautische Position: 30 52,6 N; 060 41,9 W
Etmal: 9807

Ein so großes Ökosystem wie die Pelican beherbergt verschiedenste Spezies. Wir alle leben in unseren eigenen ökologischen Nischen. Ursprünglich stammen wir alle von einer Art ab, aber durch zeitliche Separation (andere Tageszeiten, zu denen wir aktiv sind) haben wir uns in verschiedenste Arten entwickelt.

Mit den meisten leben wir in einer Symbiose, aber natürlich konkurrieren wir auch manchmal, wie zum Beispiel am Frühstückstisch. Wir streiten darum, wer die Haferflocken als Erstes bekommt. Wenn man zu langsam ist, kann es sein, dass an sich mit “nur” Cornflackes zufrieden geben muss.

Durch “Survival of the fittest” essen bei langem nicht mehr alle Frühstück. Ich selbst habe auch aufgegeben aufzustehen, was unter anderem daran liegt, dass ich nachtaktiv bin und somit meinen Schlaf brauche.

Ich bin eine der Nachtwandler*innen der Whitewatch. Wir besetzen die ökologische Nische der Brücke jeweils von 00:00-04:00. In dieser Zeit wird viel geredet, gelacht und Musik gehört, um nicht einzuschlafen. Eine Studie hat auch ergeben, dass man mit Musik weniger seekrank wird.

Wasserscheu ist unsere Art nicht, denn wir sind dem Regen häufig ausgesetzt. In den Morgenstunden, in denen die Whitewatch sich in ihre Betten verkriecht, werden die meisten anderen Arten aktiv. Draußen werden Segel gesetzt, die wagemutigen Affen klettern bis ganz nach oben auf den Mast, in der Kombüse wird geschnippelt, gebrutzelt und abgewaschen, während die restliche große Mehrheit, zusammengemischt aus verschiedensten Spezies, sich in der Messe trifft.

Dies ist der Ort, wo die ökologischen Nischen sich alle überschneiden und aufeinander treffen. Um 11:00 wachen dann alle bis dahin noch schlafenden Arten auf und draußen wird fleißig geschliffen und unser Ökosystem gewartet. Kurz nach der Fütterung treffen alle verschiedenen Spezies aufeinander. Normalerweise findet dieses Treffen draussen statt, doch heute wurde es wegen schlechtem Wetter nach drinnen verlegt. Beim Treffen zeigt sich jeweils eine Genmutation einiger Individuen: das Zuspätkommen. 

Da wir ja alle von der selben Art abstammen und nur durch Evolution zu unseren eigenen Arten wurden, haben wir die gleiche Geschichte und die gleichen Interessen. Von einer alten Weisen wurden wir in Allgemeinbildung belehrt, während draußen der Regen prasselte. Alle anderen Arten standen draussen im Sturm. Alle sahen sie gleich aus, trugen dieselben Jacken mit knallgelben Kapuzen. Zu fast zwanzigst zogen sie an einem Seil und spielten somit Seilziehn gegen den Wind. 

Vor dem Schlafengehen bildeten wir uns alle noch gemeinsam weiter. Von einem Individuum wurden wir als Ökosystem über andere Ökosysteme wie zum Beispiel Mangroven aufgeklärt.

Wie alle von meiner Art machte ich mich möglichst schnell auf den Weg in die Heia. Einem UNO Spiel konnte ich jedoch nicht davonlaufen. Dort treffen jeweils die verschiedensten Arten aufeinander und nicht immer verlaufen die Runden friedlich. Vor allem wenn jemand 15 Karten ziehen muss, wird gegrölt und geschimpft.

Genmutationen, wie den unheimlichen Drang, anderen in die Karten zu schauen oder einfach die Kunst des Pokerfaces zu beherrschen, zeigen sich.
Es ist doch schön, wie wir alle einer oder mehreren Arten angehören und trotzdem alle einzigartig sind, mit all unseren Genmutationen..

P.S.: An dieser Stelle möchte ich alle meine Lieben zu Hause ganz herzlich grüßen. Die Zeit vergeht ja wie im Flug und ich kann’’s kaum erwarten euch alle wieder zu drücken. Ich habe euch alle ganz doll lieb! Hebets guet und bis gli, euri Elisa

P.P.S.: Laura, ich wünsche Dir alles, alles Gute zum Geburtstag. Ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag und ihr seid gemeinsam Essen gewesen, so wie jeden Mittwoch. Ich freue mich schon auf euch. Liebe Grüße, Marlen

Das Ökosystem Pelican

Datum: 20.03.2019
Autorin: Elisa
Position: Atlantik
Nautische Position: 30 52,6 N; 060 41,9 W
Etmal: 9807

Ein so großes Ökosystem wie die Pelican beherbergt verschiedenste Spezies. Wir alle leben in unseren eigenen ökologischen Nischen. Ursprünglich stammen wir alle von einer Art ab, aber durch zeitliche Separation (andere Tageszeiten zu denen wir aktiv sind) haben wir uns in verschiedenste Arten entwickelt.

Mit den meisten leben wir in einer Symbiose, aber natürlich konkurrieren wir auch manchmal, wie zum Beispiel am Frühstückstisch. Wir streiten darum, wer die Haferflocken als Erstes bekommt. Wenn man zu langsam ist, kann es sein, dass an sich mit ‘nur’ Cornflakes zufrieden geben muss. Durch ‘Survival of the fittest’ essen bei langem nicht mehr alle Frühstück. Ich selbst habe auch aufgegeben aufzustehen, was unter anderem daran liegt, dass ich nachtaktiv bin und somit meinen Schlaf brauche.

Ich bin eine der Nachtwandler*innen der Whitewatch. Wir besetzen die ökologische Nische der Brücke jeweils von 00:00-04:00. In dieser Zeit wird viel geredet, gelacht und Musik gehört, um nicht einzuschlafen. Eine Studie hat auch ergeben, dass man mit Musik weniger seekrank wird. Wasserscheu ist unsere Art nicht, denn wir sind dem Regen häufig ausgesetzt. In den Morgenstunden, in denen die Whitewatch sich in ihre Betten verkriecht, werden die meisten anderen Arten aktiv.

Draußen werden Segel gesetzt, die wagemutigen Affen klettern bis ganz nach oben auf den Mast, in der Kombüse wird geschnippelt, gebrutzelt und abgewaschen, während die restliche große Mehrheit, zusammengemischt aus verschiedensten Spezies, sich in der Messe trifft. Dies ist der Ort, wo die ökologischen Nischen sich alle überschneiden und aufeinander treffen. Um 11:00 wachen dann alle bis dahin noch schlafenden Arten auf und draußen wird fleißig geschliffen und unser Ökosystem gewartet.

Kurz nach der Fütterung treffen alle verschiedenen Spezies aufeinander. Normalerweise findet dieses Treffen draussen statt, doch heute wurde es wegen schlechtem Wetter nach drinnen verlegt. Beim Treffen zeigt sich jeweils eine Genmutation einiger Individuen: das Zuspätkommen. 

Da wir ja alle von der selben Art abstammen und nur durch Evolution zu unseren eigenen Arten wurden, haben wir die gleiche Geschichte und die gleichen Interessen. Von einer alten Weisen wurden wir in Allgemeinbildung belehrt, während draußen der Regen prasselte. Alle anderen Arten standen draussen im Sturm.

Alle sahen sie gleich aus, trugen dieselben Jacken mit knallgelben Kapuzen. Zu fast zwanzigst zogen sie an einem Seil und spielten somit Seilziehen gegen den Wind. 

Vor dem Schlafengehen bildeten wir uns alle noch gemeinsam weiter. Von einem Individuum wurden wir als Ökosystem über andere Ökosysteme wie zum Beispiel Mangroven aufgeklärt.

Wie alle von meiner Art machte ich mich möglichst schnell auf den Weg in die Heia. Einem UNO Spiel konnte ich jedoch nicht davonlaufen. Dort treffen jeweils die verschiedensten Arten aufeinander und nicht immer verlaufen die Runden friedlich.

Vor allem wenn jemand 15 Karten ziehen muss, wird gegrölt und geschimpft. Genmutationen, wie den unheimlichen Drang anderen in die Karten zu schauen oder einfach die Kunst des Pokerfaces zu beherrschen, zeigen sich.

Es ist doch schön wie wir alle einer oder mehreren Arten angehören und trotzdem alle einzigartig sind, mit all unseren Genmutationen..

P.S.: An dieser Stelle möchte ich alle meine Lieben zu Hause ganz herzlich grüßen. Die Zeit vergeht ja wie im Flug und ich kann’s kaum erwarten euch alle wieder zu drücken. Ich habe euch alle ganz doll lieb! Hebets guet und bis gli, euri Elisa

P.P.S.: Laura, ich wünsche dir alles, alles Gute zum Geburtstag. Ich hoffe du hattest einen schönen Tag und ihr seid gemeinsam Essen gewesen, so wie jeden Mittwoch. Ich freue mich schon auf euch. Liebe Grüße, Marlen