Ocean College

April2020

Another day in paradise as a captain

Date: 3th April 2020
Author: Mara
Geographical position: Bay of Biscay
Position: 48°12,1’N 09°55.8’W
Etmal: 76nm

Captain Mara

Today was the first day of the third handover leg with me as the captain.

I got up early to get breakfast, checked the weatherforecast and got ready for watch. After we had a problem with the engine and had to shut it down, we’re finally not a “three masted motorvessel” anymore.

I don’t know why but somehow everytime when it’s handover time for me, the machinery breaks or blocks… (last time when I was 1st Mate the hydraulic system of the anchor didn’t work, while we were trying to weigh the anchor).

So all that was left was getting as many sails up as possible and sail. Unfortunately, the wind didn’t blow from the right side so we went a bit in the wrong direction (110° off course).

But now, after the engine problem was sorted out, we are heading straight forward to Portland to get fuel, charts and fresh food, so that we’re ready for the last part of the voyage, the English Channel.

After lunch…

… we started with the weekly Happy Hour, which actually lasted 2,5 hours. Lucky me that my job as Captain is only supervising.

But after we saw pilotwales twice diving under the Pelican and then later a school of dolphins fishing and jumping, all of the bad mood was gone.

Even though we’re all quite tired now because we have 8 hours of watch a day, there are still new ideas coming up, how we could spend our freetime.

So why not try out new hairstyles, using a hoover. That was Marlene K.’s idea, while she actually should’ve vacuumed the messroom floor.

In the end Paul, Marco, Ben, Silja, Ella and myself had a really interesting looking bunch of hair and dust on our heads. The day ended with cinnamon rolls as midnightsnack after another cold watch.

Gedanken an früher

Autor: Johannes
Datum: 02.04.2020
Geographische Position: Kurz vorm English Channel
Nautische Position: 48°41.2` N ; 08°01.7` W
Etmal: 91sm

Da es jetzt in Richtung unseres finalen Stopps geht, habe ich mir gedacht, dass es schön wäre, uns an unser erstes Mal auf See und an unseren ersten Stopp (Vigo) zurück zu erinnern. Deshalb hier eine (ungeordnete) Gedankensammlung aller Schüler:

Gedanken zu Bay of Biskay (Hölle) → Vigo

  • White Watch → immer Regen
  • Marcos warme Teeflasche
  • SEEKRANK
  • die Jagd nach Salzstangen
  • Risotto
  • Kekse von Ben S.
  • Kotzeimer
  • getrocknete Tomaten
  • Lilly = 1. Seekranke
  • White Watch (meine Watch) komplett tot (vor allem ich)→ außer Marco
  • Mara läuft überall herum
  • bis zu 3x Watch am Tag
  • Aushilfen: Mara, Linus und Marco
  • Ankern auf der Grenze
  • Seekrankheitstabletten
  • unsere ersten Delfine
  • von zu viel Nachtischen gekotzt
  • „Sharing is Caring“
  • geschlafen bei den Fendern
  • Jens liegt mit Tasse unterm Kopf an Deck
  • Red Watch Mad Watch
  • erste Essenswunschliste für zu Hause
  • Biskaya überstanden
  • erste Hafeneinfahrt
  • andere Luft
  • erfrischend aber wackelig → Landkrankheit
  • zum ersten mal ohne Ölzeug unterwegs
  • cooles Graffitti
  • Pizza für 16€ (keine Angst, die hab ich mir nicht geholt, Mama)
  • fettes Kreuzfahrtschiff neben uns
  • Döner!
  • heiße Maronen
  • Süßigkeitenladen und geiles Eis
  • Churros
  • Crepes
  • erstes mal Shoppen
  • 1. MP3-Player kaputt
  • Instant Nudeln
  • neue Brille kaufen (mit Mascha)
  • beste Schokowaffeln
  • open ship
  • Santiago de Compostela
  • Busfahrt → Deutschrap
  • Briefe an uns selber
  • Jens Bruder (Jens ohne Bart)
  • vor Inseln ankern → erstes mal schwimmen!

Das waren die ersten Eindrücke unserer Reise. Unser erster Eindruck zu Ocean College. Jetzt, wo die Reise langsam zu Ende geht, finde ich es schön, sich nochmal an alles Vergangene zu erinnern und die Reise Revue passieren lassen.

Ich freue mich darauf,…

Autorin: Hannah
Datum: 01.04.2020
Position: Bay of Biscay
Geografische Position: 48°21.2N 11°36.2W
Etmal: 55nm

Ich wache morgens auf, habe erstaunlicherweise nicht mehr das Gefühl, aus meinem Bett zu fallen und freue mich, denn pünktlich zum Monatsanfang hat sich die See beruhigt, man kann wieder normal gehen, stehen, sitzen, essen, ohne dass die Messe am Ende wie ein Schlachtfeld aussieht und man kann die Cabins wieder begehen – alles Dinge, die in den letzten Tagen nicht möglich waren.

Die letzten Tage waren echt hart und auch anstrengend, gleichzeitig aber sehr spannend und erlebnisreich, einfach mal etwas anderes zum Karibiksegeln. Es gibt so Vieles, das wir vermissen werden, selbst bei etwas unangenehmeren Wetterbedingungen, aber gerade in härteren Zeiten wächst die Gruppe besser zusammen und man erkennt immer besser, welche Dinge wirklich zählen und einem wichtig sind.

Aber da wir jetzt auch immer näher an Zuhause kommen, gibt es viele Gedanken daran und an all die Menschen, die dort auf uns warten und all die Dinge, die wir dann machen können, an ganz alltägliche Situationen, auf die wir verzichten müssen. Ich freue mich darauf, ….

  • ein Fenster zu öffnen und frische Luft einzuatmen
  • zu duschen, ohne fünf blaue Flecken zu bekommen
  • zu schlafen, ohne dabei Sport zu machen bzw. überhaupt schlafen zu können
  • ordentlich zu essen, ohne Kurzstreckenflüge
  • Wäsche waschen zu können und dabei Platz zum Aufhängen zu haben
  • selbst entscheiden zu können, wie ich meine Freizeit verbringe und überhaupt Freizeit zu haben
  • mich mit meinen Geschwistern zu streiten und uns dann wieder zu vertragen
  • zur Schule zu gehen
  • sich aufs Sofa zu legen und ein Buch zu lesen
  • Türen zu öffnen, ohne erschlagen zu werden
  • in einen Supermarkt zu gehen und einzukaufen
  • aus einem Glas zu trinken, ohne vorher erst nach Gläsern bzw. Tassen suchen zu müssen, weil fast alle irgendwann zu Bruch gegangen sind
  • Milch oder Kakao zu trinken
  • eine Winterjacke zu tragen und nicht fünf Schichten Pullover

Trotz alledem würde es nichts Schöneres geben, als noch länger mit seinen Freunden auf einem Segelschiff zu leben. Die Dinge, die wir vermissen werden, übersteigen weitaus die Liste, die Ruben angefangen hat. Zudem tragen die besonderen Umstände, unter denen wir teilweise leben dazu bei, ganz alltägliche Dinge wertzuschätzen und sich über sie zu freuen.

So weiß man jetzt, was es bedeutet, ein großes gemütliches Bett zu haben und nicht auf einer Kante, in der Wand oder einem Segel zu schlafen, man weiß, was es bedeutet, schlafen zu können, man weiß, was es bedeutet, sich umeinander zu kümmern.

Jetzt freuen wir uns alle auf ein paar entspanntere Tage, an denen man sich erholen und die letzten Tage nochmal voll und ganz genießen kann.

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