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Interkulturelle Kompetenz: Eine Reise die fürs Leben prägt

Mal sechs Monate raus von Zuhause, die Welt kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln – das stellen sich unsere Teilnehmer*innen vor, wenn sie vor dem Heben des Ankers an ihre kommende Zeit im schwimmenden Klassenzimmer denken. Aber gibt es nachweislich Folgen und Ergebnisse einer solchen Reise? 

Kompetenz auf vielen Ebenen

Aber sicher prägt eine solche Reise auf dem Segelschiff! Wenn Eltern und die Familie die Reisenden nach sechs Monaten wieder in Empfang nehmen, bemerken sie ganz sicher einen Unterschied. Die Jugendlichen sind durch das selbstorganisierte Leben an Bord eines Segelschiffes selbstständiger, oft auch selbstsicherer. Da die Crew englischsprachig ist, haben sie auch einiges an Sprachkompetenzen entwickelt.

Was aber auch auffällt: Die Jugendlichen sind offener gegenüber neuen Erfahrungen und Kulturen. Sie haben in den sechs Monaten ihrer Reise so viel Neues in den besuchten Ländern erlebt, dass sich auch ihre Perspektive auf die Welt – und ihr Zuhause – verändert hat. Unsere Teilnehmer*innen stärken ihre interkulturellen Kompetenzen, lernen mit bis dahin fremden Bräuchen und Kulturen umzugehen. Untersuchungen zeigen, wie wichtig diese Fähigkeiten für die Zukunft der Jugendlichen sind. 

Früh Erfahrungen im Ausland machen

Petia Genkova und Christiane Elisabeth Schubert von der Hochschule Osnabrück stellten im Januar 2020 im Beitrag „Die Wechselwirkungen zwischen Auslandsaufenthalt, interkultureller Kompetenz und soziokultureller Anpassung für Auslandsentsendungen“ die Ergebnisse ihrer Forschung vor. 

Kulturelle Kompetenz - Schüler auf Kamelen

Sie stellten unter anderem fest, dass es bei Auslandsaufenthalten einen sichtbar positiven Zusammenhang zwischen dem Alter der Person und der angeeigneten interkulturellen Kompetenz gibt. Mit steigendem Alter sind auch die interkulturellen Kompetenzen der Personen stärker entwickelt. Die vermutete Ursache: Ältere Personen mit großen interkulturellen Kompetenzen hatten zuvor verstärkt Möglichkeiten, diese Skills zu erlernen. Deshalb „stellen internationale Programme, wie Schüler*innenaustausche, Erasmus und internationale Freiwilligendienste, eine sinnvolle Möglichkeit für junge Menschen dar, um früh interkulturelle Kompetenz zu entwickeln und dadurch ihre persönliche Entwicklung zu forcieren“, so die Wissenschaftlerinnen.

Kulturelle Kompetenz? Auf einem Markt in Marakesh lernen feilschen Menschen

Ein halbes Jahr an Bord eines schwimmenden Klassenzimmers ist also für jeden Jugendlichen eine lehrreiche Erfahrung. Zu lange warten sollten junge Menschen mit Erfahrungen im Ausland nicht. „Je jünger Personen sind, desto leichter fällt es ihnen, ihren Herkunftskontext zu verlassen und sich zu integrieren“, so Genkova und Schubert.

Den Grundstein für internationalen Berufsweg setzen

Die Untersuchung der beiden Wissenschaftlerinnen zeigt auch: Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, der hört so schnell nicht wieder auf: „Die Dauer der Auslandsaufenthalte sagt in der vorliegenden Studie hoch signifikant die interkulturelle Kompetenz und die berufliche Auslandsmotivation voraus“. Was bedeutet das? Je länger die Jugendlichen im Ausland unterwegs sind, desto ausgebildeter wird zum einen ihre interkulturelle Kompetenz, zum anderen bestärkt es aber auch ihre Motivation, nach der Schule im Ausland zu studieren oder arbeiten.

Sie möchten Ihrem Kind diese wunderbare Erfahrung ermöglichen? Dann bekommen Sie in unseren FAQs Antworten auf die wichtigsten Fragen oder kontaktieren Sie uns direkt.