Ocean College

Ein Tag von oben

Datum: 05.02.21
Autor: Caspar
Latitude: 19° 07,5N
Longitude: 082° 31,3W
NM in 24 h : 179
NM in total : 8931
AVG speed in 24 h: 7,4
no blocked toilets : 60
 
Der Tag hat heute mit einem wunderschönen Sonnenaufgang angefangen. Natürlich habe ich ihn wieder mal als erstes gesehen, da ich ja über allen stehe bzw. sitze. Das nächste Ereignis, so ca. um 06:30, war der sportmachende Projektleiter. Dann kam auch schon das Galley-Team (Luki, Sophia E. und Caspar) in die Galley, um das Frühstück vorzubereiten. Um 07:00-07:30 Uhr ist ein Großteil der Crew zum Frühstück gekommen. Danach ist die Hälfte der Voyage-Crew im Messroom geblieben / gekommen, um Deutschunterricht bei Priska zu haben. Nach den ersten zwei der insgesamt vier Unterrichtsstunden wurde von Deutsch zu Mathe gewechselt. Dabei wurden nochmal die vier Grundrechenarten schriftlich wiederholt und dann war Freiarbeit für die Schüler.

Schüler beim Monkeyzertifikat

Um 12:10 Uhr gab es dann Suppe für alle, die hungrig waren. Danach sind alle aufs Welldeck gekommen und haben el capitano beim Reden zugehört und sind dann zum commsroom gegangen und ihnen wurde da eine Pistole an den Kopf gehalten, um die Temperaturen zu messen. Also hoffe ich… Nachdem das erledigt war, sind ein paar Leute in die green mile gegangen und haben Klos geputzt. Währenddessen hat das Galley-Team sehr sehr produktiv gearbeitet “hust” “hust”. Sie haben auch gar nichts mehr von dem Brownieteig in den Schüsseln gelassen um diese dann auskratzen zu können. Was mich aber an dem Tag am meisten verwundert hat war, dass ich bereits Kuba sehen konnte und das schon nach einer Woche nach Abfahrt aus Panama und das, obwohl wir die letzen beiden Tage schon unter Segel gefahren sind.

Caspar beim Putzen

Ab 14.00 Uhr sind dann ganz viele Leute zu mir hoch gekommen und haben mich besucht. Das Lustige daran war, dass drei von ihnen das T-Shirt voller Schoki hatten (Galleyteam). Der Grund für den Besuch war aber leider nicht ich, sondern dass alle ihre Monkeys wieder machen mussten.:-( Aber daran habe ich mich schon gewöhnt, so traurig es auch ist. Als Aufheiterung wurde mein Schiff noch von Delfinen besucht. Sie sind aus dem Wasser gesprungen und vor dem Bug hergeschwommen. Sie sahen so unfassbar niedlich von hier oben aus. Leider waren die wieder weg, als der Motor angeschmissen wurde und es laut war. Scheinbar hat das Geräusch die Delfine so verschreckt, dass sie, auch als der Motor wieder aus war, nicht wiedergekommen sind. Während ich die Sonne beim Untergehen betrachtet habe, spürte ich einen Regentropfen auf meine Nase fallen und danach viele, viele weitere, solange bis die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.

Sonnenuntergang auf See

Als die Sonne weg war, haben sich ein paar Schüler:innen aus dem Schiff wieder an Deck getraut. Das Schlimme: SIE HABEN NICHT UM ERLAUBNIS GEFRAGT, obwohl es nach 20:00 war! Und schlechte Musik gehört. Als das el capitano, der gerade auf Wache war, mitbekommen hat, ist er zum Welldeck gestapft und hat diejenigen, die da saßen, so laut angebrüllt, so dass man es bis zur Bridge hören konnte. Ich habe mich wirklich erschrocken, da el capitano sonst nicht so laut ist. Nach diesem Ereignis hatten diese Schüler:innen Deck-Verbot für den Rest des Abends.

Friseursalon auf dem Schiff

Als Fazit für diesen Tag kann man sagen, dass es ein durchschnittlicher Pelican-Tag war.
Übrigens ist dieser Daily report aus der Sicht des Wesens auf dem Mainmast geschrieben.
Das Wesen muss dem Bosun genannt werden, um sicherzugehen, dass man ganz oben auf dem Mainmast war. Darum wird hier der genaue Name und die Tierart geheim gehalten.
 
Ich wünsche Cecilia alles Gute zum Geburtstag.
Lara grüßt ihren Eltern und wünscht ihnen alles Gute zum Geburtstag.
Und auch nachträgliche Geburtstagsgrüße an Maries MAMA
Und auch alles Gute von mir;-)
 

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