Ocean College

Neue Welt

Autorin: Annegret
Datum: 11.Februar 2021
Position: Bermudadreieck
Nautische Position: 24° 19,7 N 080° 41,6 W
Etmal in total: 9800 NM
 
Schon mal im Vorhinein: Ganz viele liebe Grüße von mir an meine Familie und Freunde und alle, die das hier lesen.
 
Stellt euch eine Welt vor, in der alle zusammenhalten und in der alle aufeinander achten. Eine Welt ohne Ausgeschlossene, eine Welt, die nur aus Gemeinschaft besteht.
 
Diese Vorstellung von Leben ist schwierig umzusetzen. Es müssen spezielle Bedingungen vorliegen, damit dies funktioniert.
 
“First look after the ship, than after your shipmates and than after yourselves.”

Schüler:innen bei der Decksarbeit

Dieser Satz wird uns tagein tagaus vom Captain gepredigt. Anfangs war das keine große Sache, aber irgendwann habe ich begonnen, darüber nachzudenken. Ich habe mir Fragen gestellt, was für einen Nutzen es für mich hat, mich an diesen Satz zu halten. An den Satz: “Zuerst schau nach dem Schiff, dann kümmere dich um deine Schiffskameraden und Schiffskameradinnen und dann erst um dich selbst.”

Annegret im Rigg

Der Nutzen: Ein ausgebeutetes Leben führen, weil man sich durchgehend um andere kümmert? Ein trauriges Leben führen, weil man gar nicht mehr auf sich selbst achtet und irgendwann nicht mehr kann? NEIN! Der Nutzen ist ein Anderer. Er bringt ein positives Resultat:

Ich habe mir überlegt, dass das Schiff mein Lebensraum ist und meine Schiffskameraden und -kameradinnen meine “Familie”. Wenn ich mich nicht um beides kümmere, geht mein Lebensraum kaputt und es geht meiner “Familie” schlecht. Das Ergebnis dieser Überlegung ist, dass ich mich um mein “Drumrum” kümmern muss, damit es mir selber gut geht – ein glückliches Leben führen, weil sich alle um alle sorgen und ihr früheres mehr egoistisches Dasein ablegen.

Kartenspielen in der Messe

Ich habe begonnen, diesen Satz, also dieses Lebensmaxim, auf andere Gemeinschaften wie zum Beispiel auf meine Schule zu beziehen:
Wenn sich alle aus meiner Schule um das Schulgebäude kümmern und es sorgfältig behandeln, dannn ist es eines der schönsten Orte an dem man sich gerne aufhält. Wenn dies geschafft ist, können alle beginnen, sich um ihre Klassen- oder Schulkameraden und -kameradinnen zu sorgen. Damit ensteht eine große, sehr gute Gemeinschaft – eine Gemeinschaft,  in der jeder für jeden da ist.
 
Stellt euch eine Welt vor, in der alle zusammenhalten und jeder auf jeden achtet – eine Welt, die nach dem Motto lebt: “First look after the earth, than after the others and than after yourself.”
Diese Welt wäre ein besserer Planet – ein Planet ohne Egoismus, ohne Grenzen und ohne verschiedenen Länder. Es wäre eine Welt, die keine Gesetze benötigt, weil jeder friedlich und hilfbereit ist. Jeder hätte die Freiheit, der zu sein, der er sein möchte. Keiner würde unterdrückt werden, jeder würde jeden lieben und schätzen. Es würde eine neue Welt entstehen.

Simon wird 50!

Unser lieber Bosun Simon wurde an diesem schönen Donnerstag 50 Jahre alt. Extra dafür hat sich das Galley-Team besonders viel Mühe gegeben, das Essen zuzubereiten. Zu Mittag gab es Kartoffeln mit Käse, Thunfisch und Salat. Zum Abend haben sie zu Ehren von Simon Lasange mit Bechamelsauce gemacht. Dessert war ein Apple-Birnencrumble.
Simon bekam die traditionelle Ocean-College-Geburtstags-Karte, den Geburtstaghut und noch ein Special-Geschenk: Folgendes Gedicht über ihn von der Permanent-Crew und den Lehrer:innen.

Simon bei der Atlantiktaufe

50 years of Simon: What could possible go wrong?
 
Exactly 50 years ago
a man called Simon came to know
that he would like to go to sea
he thought that is a life for me
 
His early years when still a child
were what you might describe as wild
He always wanted to stay young
because faffing around is lots of fun

Simon als Neptun der Meere

Just where could he enjoy these arts
with his continuous brain farts?
So he joined the support Navy
he thought, I´ll skive and they´ll pay me
 
When he was a gadget still
showing up with lookout skills
he saw a cow up ahead
with spreaded legs- yes, it is dead

Simon mit Schüler bei der Atlantiktaufe

As a lad he knew no better
but now he gladly writes his letter
weekly to his beloved mom
with brilliant effort from her son
 
His goal was never to fit the norm
not in any shape, size or form
He´d got bigger fish to fry
and wanted adventures, that´s no lie

Simon und Tamsin beim Unterricht

He faffed for years, then went off shore
after Saudi and some more
salvaging and tugging around
at last the Pelican he found
 
There he thought, that´s a real ship
This will give me some good dits
On Tallships his new love he found
of having a fag and faffing around.
 
As first mate Simon seems pretty wise,
when yelling at students, get on top of this guys
As Bosun with a knife at his hip
checking that no one the Smoko would skip

Simon an Sylvester

He loves to join the morning sports
with silly comments of all sorts
already up for what seems like hours
he sits there with coffee that he devours
 
Always up for student killing
and laughing at them, bucket filling
winding them up and stealing their cake
he never made a single mistake
 
With the exception of hitting his head
most people by now would already be dead
And now though he is old with glasses
he still loves shouting, hang your asses!

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