Ocean College

Über Shoreleave und anderes

Datum: 17.02.2021
Autorin: Martha
Position: Bermuda, St. Georges
NM: 10426
 
Seit vier Monaten sind wir jetzt als Trainees auf der Pelican. Die Pelican ist für uns inzwischen zu einem Zuhause geworden und wir sind zu einer Familie zusammengewachsen. Wir haben alle zusammen viel erlebt, Kritisches, Trauriges aber vor allem ganz viel Lustiges und Schönes. In den letzten Tagen hab’ ich ein paar Mal durch mein Tagebuch geblättert und dabei hab’ ich mich an die vergangenen Monate erinnert. Hier möchte ich einmal für jeden Monat von einer Situationen erzählen:

Martha am Steuer

Oktober 2020
 
In Vigo war ich zusammen mit Mats und Sophia E. auf Shoreleave. Die Pelican lag leider ein Stück weit weg von der Stadt, deshalb mussten wir erstmal 45 Minuten bis in die Stadt rein laufen. Nachdem wir einige Stunden lang die Stadt entdeckt hatten- und ein bisschen shoppen waren (sorry Mats ;)) , hatten wir natürlich ordentlich Hunger.
Wir alle hatten Lust auf Fastfood und sind dann zusammen in den erstbesten Burgerladen gegangen, CornerHut. CornerHut war so eine Sache für sich. Der Laden roch beim Eintreten nach Fett und du hattest das Gefühl, vom Atmen schon zuzunehmen.

Sophia E. und Martha im Urwald

Wir wollten dann eigentlich nur noch Pommes essen, aber die Kellnerin hat entweder nicht verstanden, was wir wollten oder das Sortiment gab das einfach nicht her. Letztendlich mussten wir dann das Burgermenü bestellen. Ich sag mal so, das Beste am Ganzen war das Sprudelwasser. Das Burgerfleisch hat so komisch geschmeckt, dass wir es alle daneben gelegt haben. Den Ketchup, immerhin Heinz Ketchup, haben wir nicht auf das Essen verschwendet, sondern eingepackt, um ihn später auf dem Schiff zu benutzen (ich glaube, Mats hat den immer noch).
Am Ende war das einzig Gute an dem Erlebnis, dass wir kein Geld verschwendet hatten. Wir haben jeder 3,50 € für das Menü bezahlt und wir haben Abbies Essen deutlich mehr zu schätzen gelernt.
An Bord haben wir natürlich erzählt, dass wir super lecker Burger essen waren…

Martha am Steuer

November 2020
 
Diesmal hatten wir Shoreleave auf La Palma. Unser Shoreleave fing damit an, dass wir mit der großen Gruppe am Strand waren und nach und nach sind wir in kleinen Gruppen in die Stadt gegangen. Ich wollte mit Karun, Finja und Mats gehen. Erst haben wir uns die Stadt ein bisschen angeschaut, dann sind wir in einen Supermarkt gegangen, haben Baguettes und Aufstrich gekauft und haben uns damit an den Strand gesetzt. Wir haben Musik gehört, haben den Sonnenuntergang angeschaut und haben Baguettes gegessen. Finja meinte, nachdem wir aufgegessen hatten, dass sie Lust hätte, jetzt einfach spontan mit Klamotten ins Wasser zu gehen.Gesagt, getan… wir sind noch ein Stück den Strand entlang Richtung Hafen gegangen, haben unsere Sachen abgelegt und sind dann ins Wasser gerannt. Da es schon dunkel war, hat das Wasser bei jeder Bewegung geleuchtet. Wir sind ein bisschen geschwommen und hatten den ganzen Strand für uns alleine. Später haben wir dann wieder an Bord gegessen. Und haben Oreo Torte gegessen, die wir unterwegs gekauft hatten.

Warten auf den PCR-Test auf Bermuda

Dezember 2020
 
Hier möchte ich euch jetzt von einer etwas allgemeineren Situation erzählen, einem Ritual, das Sophia E. und ich im Dezember an so ziemlich jedem Morgen durchgeführt haben.
Wenn ich morgens um 06:45 Uhr geweckt wurde, bin ich immer erstmal im Bett liegen geblieben und hab auf Sophia E. gewartet. Gegen 07:00  Uhr ist sie meistens dann in die Cabin gekommen und hat mich fürs Frühstück abgeholt. Wir haben uns zusammen an einen Tisch gesetzt, haben zwei Brote in den Toaster getan und haben, während wir auf das Brot gewartet haben, ein Müsli gegessen. Als wir fertig mit dem Frühstück waren, sind wir immer kurz raus gegangen, um die Lage zu checken. Dann sind wir runter in die Greenmile gegangen. Meine Mutter hat mir ein Buch mit 24 Geschichten für den Dezember mitgegeben, daraus haben wir jeden morgen eine Geschichte gelesen. Während ich vorgelesen habe, hat Sophia ihren Adventskalender geöffnet. Wenn wir dann noch Zeit hatten, haben wir meistens einfach in der Greenmile gelegen, haben geredet oder einfach noch ein bisschen entspannt vor der Schule. Um kurz vor acht sind wir hoch gegangen zur Schule.

Martha beim Surfen

Januar 2021
 
In Vista Guapa hatten wir meistens am Vormittag Surfkurs. Nach dem Surfkurs waren wir alle ziemlich hungrig und erschöpft, deshalb gab es bei Candice im Camp immer einen Brunch mit Frenchtoast, Rührei und Porridge, danach hatten wir bis zur Sprachschule meistens Freizeit. In der Freizeit konnte man unter anderem immer in die kleine Stadt gehen, die war zu Fuß aber leider ziemlich weit weg.

Bei Candice hatten Victor, Sophia und ich morgens vor dem Surfkurs ein paar Fahrräder gesehen. Nach dem Brunch haben wir uns bei Candice die Fahrräder ausgeliehen und sind dann los gefahren Wir sind durch eine komplett offene Straße gefahren und es hat einfach riesig viel Spaß gemacht. Wir sind gefahren, haben Musik gehört und waren dann auch schon ganz schnell in der Stadt. In der Stadt waren wir in ein paar Läden und in einem Restaurant, in dem wir Nutellapizza gegessen haben. 

Martha beim Radfahren

Das waren nur vier von unzähligen Momenten, die wir hier an Bord und bei unseren Landaufenthalten immer wieder erleben. Etwas mehr als die Hälfte der Reise ist jetzt zwar um, aber ich denke, ich kann hier für die meisten an Bord sprechen, wenn ich sage, dass wir uns alle zwar noch riesig auf die kommenden Wochen freuen, aber auch alle glücklich sind, wenn wir wieder bei unseren Familien zu Hause sind.
 
Ich grüße heute meinen Opa und meine Oma, ich hab euch beide ganz doll lieb, ich freue mich (vielleicht schon in den nächsten paar Tagen) wieder mit euch zu telefonieren und euch ein bisschen was über Bermuda zu erzählen (wenn wir dann hoffentlich an Land sind).

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