Ocean College

Zwei besondere Segel der Pelican

Datum: 07.03.2021
Autor: Julius P.
Lat: 35°44´8N
Long: 43°27´8W
Seemeilen Total: 11706Nm
To go bis zu den Azoren: 734Nm

Die Segel der Pelican
No. 4 Fisherman-Segel und No. 10 Spankertopsail

Das Fisherman-Segel

Erstmal eine kleine Einweisung, was das Fisherman überhaupt ist: Das Fisherman ist ein sehr ineffizientes und schwer zu setzendes Segel, da es uns abdriften lässt und wir dadurch von unserem Kiel abgebremst werden.

Es liegt zwischen Fore und Main Mast und muss erstmal über eine sehr lange Zeit aufgebaut werden. Das ist der Grund, warum es keiner unserer Bosuns, die wir bis jetzt hatten, setzen wollte.

Aber wir, die Schüler:innen von Ocean College, haben unseren lieben Captain so lange bearbeitet und gebettelt, bis wir ihn weich bekommen haben und er es uns heute zeigen wollte.

Sam, unsere Bonsun, mussten wir nicht groß umstimmen, da sie uns das Segel auch zeigen wollte und sich auch sehr darauf gefreut hat.

Nach meiner 4-8 Watch morgens hatten wir unsere Happy Hour. Diese wurde nun unterbrochen, weil Sam und Clara das Fisherman fertig aufgebaut hatten. Also wurden wir alle geholt um zuzuschauen oder zu helfen. Als dann alle an Deck waren, haben wir angefangen, das Segel zu setzen. Das Segel sieht sehr besonders aus, weil es die Lücke zwischen Fore und Main Mast füllt.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut, als wir gehört haben, dass wir das Segel setzen. Als wir auf die Pelican kamen, sagte man uns, dass wir das Segel nie setzen werden, weil es so schlecht ist.

Das Spankertopsail

Das Spankertopsail ist auch ein etwas komplizierteres Segel. Das Segel liegt über dem Spanker (das große Segel ganz hinten) und deckt dadurch die Fläche ab, die über dem Spanker ist. Das Segel bewirkt etwas anderes als das Fisherman. Es ist ein Segel, das sehr viel bringt. Setzen tut man es folgendermaßen:

Erstmal legt man das Segel so hin, dass das untere Ende in Fahrtrichtung zeigt. Anschließend faltet man das Segel und bringt die „rotten Kotten“ an (das sind Bänder, die sich in der Natur zersetzen).

Anschließend befestigt man den „Halyard“ an dem obersten Ende und den „Downhaul“ am untersten. Dann zieht man es nach oben und zieht am „Outhaul“. Daraufhin reißen die „rotten Kotten“ und fliegen in das Meer. Das ist ja nicht weiter schlimm, weil sie sofort wegrotten. Dann ist auch schon das Segel gesetzt.

Ich finde dieses Segel ziemlich gut, weil es uns viel schneller macht und wir dabei üben, uns an den Enden der Segel zu orientieren.

Ich möchte meine Familie und Freunde zu Hause grüßen.

Die Pelican unter vollen Segeln
Pelican unter vollen Segeln

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