Ocean College

November2021

A tour of La Palma

Date: 9th of November 2021
Author: Hanna
Position: La Palma
Geographical Position: 28°40.4’N, 017°45.9’W
Etmal: 0 NM (total: 2677 NM)

Today was a really cool day. At 09:00 in the morning we were picked up by a private bus and a good friend of our captain Chris, Conny. She has been doing volcano tours on La Palma for over 40 years. Our first stop was by a small parking slot from which we could oversee the marina and Santa Cruz. After that we went to the Caldera. The Caldera is a big hole in the island caused by erosion and volcano eruptions. It looked very impressive. A fact which I also found very suprising was that there is only very little animal life on the island. There are only sheep, wild cats , bunnies and rats. A fun fact about the rats: When they eat a certain plant they get high, sit on the road for no reason at all and therefore get run over by traffic. In comparsion to that, La Palma has a huge plant world.

After having a bit of a longer drive we got very close the actively erupting volcano (which is still nameless). The bus dropped us off at a plattform from which we could have a look at the vulcano from a safe distance. We also had to wear FFP2 masks and safety glasses. The eruption looked very impressive but also frightening. We could see a huge cloud of ash and smoke and some small lava flows running down the hill. For Conny it was very important to stress the fact that this eruption may be cool and fun to look at from a distance but has been very dramatic for a lot of inhabitants of the island. More than 2700 buildings have been destroyed and a lot of people lost their jobs and homes. To that theme a spanish TV-Interview team interviewed us. At that point a big well- done to Clara M. who managed to talk to the moderator in Spanish.

After that stop we drove even higher. The stop was a platform above the clouds from which we could see the Teide on Tenerife and the clouds of ash and smoke. It was wonderfully quiet up there. On the way back we saw some destroyed banana farms. A lot of farmers lost their whole plantages and income. If you want to support the farmers you can buy in the supermarket bananas wich are signed with a volcano symbol. They might have some black spots from the ashes but they are toally eatable and enjoyable. Our very last stop was in the foggy forest where everyone could pee who had to.

Back at the Pelican we got our mobile phones for calling family and friends. After that we had time to do the last time sports before the Atlantic crossing. Some of us had a little chat with a guy from the Sea Cloud Spirit which was tied on behind us. We looked ridiculously small next to her.

Shanties gegen Seekrankheit

Datum: 08.11.2021
Autor: Till
Position: Unterwegs nach La Palma
Geographische Position: 28°39.6‘N, 017°23.1‘W
Etmal: 82NM (insgesamt: 2677)

Heute war der letzte Tag auf Teneriffa. Zuerst habe ich mich gefreut, endlich aufzubrechen, um nach La Palma zu kommen. Doch sobald ich auf meine Windy- App geschaut und gesehen hatte, dass der Wind bis zu 22 Knoten werden werden soll, wurde mir flau im Magen. Ich, als derjenige, der immer mit am meisten seekrank ist, habe mir nur gedacht, dass ich diese Nacht nicht überleben werde. Aber sobald wir John, Elie, Elisa, und Matt verabschiedet hatten, (leave her johnny, leave her) wurde auch schon abgelegt. Wer sonst als die Mizzen Watch durfte ablegen, aber so böse war ich darüber gar nicht. So konnte ich mich besser auf die Seekrankheit einstellen.

Aber anders als gedacht kam und kam die Seekrankheit nicht. Ich war so mit Segelsetzen und Shantys singen beschäftigt, dass es mir sogar echt gut ging. Doch bis zu meiner Watch lohnte es sich nicht mehr zu schlafen, also musste ich als Shantyman alle bei Laune halten. Von Paddy Lay Back bis zum Last Shanty haben wir alle gesungen. Wenn es eine Sache gibt, die gegen alles hilft, dann ist das singen.

Gegen 20:00 dann war Watchwechsel. Zuerst fuhren wir um Teneriffa herum, um segeln zu können. Die ersten Stunden nach dem Ablegen waren die härtesten. Gegen die Wellen zu Motoren ist nicht das, was man sich wünscht. Deswegen war die Watch von 20:00 Uhr bis 0:00 Uhr die härteste. Immer wieder Sailhandling und wenige Pausen haben die Watch nicht besser gemacht. Deswegen waren alle froh, als wir um 0:00 Uhr den Kurs gewechselt haben und endlich mit dem Wind gefahren sind, denn dann ist alles viel entspannter: Man fährt nicht auf die Wellen und der Bug klatscht nicht auf das Wasser. Wenn man mit dem Wind fährt, ist das Härteste was passiert, dass das Schiff leicht von einer Welle angehoben wird. Dann gegen Morgen konnte man auch mal ein bisschen die Aussicht genießen. Hinter dem Schiff Teneriffa, vor uns La Palma und links von uns La Gomera. Und rechts der Atlantik, den wir ja bald zur Genüge zu sehen bekommen.

Es hat immer wieder etwas Magisches zu segeln. Es ist schwierig, sich vorzustellen, dass Segeln und Motoren etwas komplett Anderes ist. Segeln fühlt sich irgendwie enspannter an und man wird auch nicht so herum geschaukelt. Beim Motor ist es eher etwas schaukeliger, weil man nicht mit den Wellen geht, sondern man ist teilweise schneller als die Wellen; Also bekämpft man eher die Welle, als dass man sie als entspannt ansehen könnte. Vom Meer konnte man dann noch einmal den Teide sehen, den höchsten Berg auf Teneriffa. Deswegen war der Rest des Weges nach La Palma auch sehr enspannt: Wir hatten keine Schule, aber stattdessen hatten wir 8h Watch, also 4h nachts und 4h tagsüber.

Als wir dann gegen 16:00 Uhr in La Palma eingelaufen sind und angelegt haben, wurde wie üblich erst die Gangway hinausgeschoben und dann hat Chris mit einem Hafenpolizisten alles geregelt. Danach wurde dann wie immer im Hafen eine Runde Poker gespielt, bevor wir in unsere Betten gefallen und selig eingeschlafen sind.

Freiheit

Datum: 7. November 2021
Autorin: Daisy
Position: Auf dem Weg nach La Palma
Geographische Position: 28°38.6‘N, 016°08.6‘W
Etmal: 42NM (insgesamt: 2590 NM)

Gedanken kommen und gehen. Genauso wie unsere Crew am heutigen Tag. Während morgens die meisten von uns noch ein paar Stunden free shore leave hatten, ist unsere neue Crew angereist. Die einen mit riesigem Rucksack und Reisetasche, die anderen nur mit Rucksack und der Nächste mit Reisetasche und Tagesrucksack. Auch wenn die neue Crew sympathisch und offen aussieht, einige von uns trauern der alten Crew sehr hinterher.
Matt mit seiner lustigen und immer fröhlichen Art, Elisa immer motiviert und hilfsbereit, Elie munter und immer zur Stelle und John meistens, ohne zu sprechen, einfach cool unterwegs. Ffyons Abschied war am traurigsten. Wir alle standen um die Gangway, haben gesungen und sie ist mit tränenden Augen von Bord gegangen. Alle aus der alten Crew kommen in einigen Wochen wieder zurück an Bord, bis auf Ffyon.

In den letzten Tagen sind mir viele Gedanken durch den Kopf gegangen… wir alle hier sind auf dem Schiff „gefangen“, können, wenn wir unterwegs sind, nicht von Bord, haben deutlich mehr Einschränkungen als zuhause und doch fühle ich mich so frei wie noch nie.
Dabei haben wir nicht die Wahl, ich gehe jetzt in mein Zimmer, fahre zu einem Freund oder gehe einfach mal joggen mit Musik im Ohr. Wir sind gezwungen, zu bestimmten Zeit an Ort und Stelle zu sein und uns unserer Verantwortung zu stellen. Aber vielleicht auch gerade deswegen lernen wir zu schätzen, was wir für Möglichkeiten als privilegierte Schüler:innen haben. Wir sehen viele Länder, Landschaften, verschieden Kulturen mit ihren Menschen und kommen an Orte, wo wir nie wieder hinkommen werden.

Vor kurzem durften wir in vier verschiedenen Gruppen zu einem schwarzen Strand im Nirgendwo auf Teneriffa fahren. Dort lagen wir entspannt am Strand, haben manchmal Musik gehört oder einfach nur die Stille genossen. Beziehungsweise die sehr lauten Wellen, aber einfach nur die Ruhe ohne Menschen, die wir sonst rund um die Uhr um uns haben. In solchen Momenten lerne ich zu schätzen, den Moment zu genießen, um mich dann wieder auf die gesamte Gemeinschaft zu freuen. Oder als die meisten in der großen Gruppe auf dem Guajara wandern waren, bin ich mit Leni, May und Luca durch ein Tal zwischen dem Teide und dem Guajara gelaufen. Nach ca. einer Stunde hatte ich einmal das Bedürfnis, nur nach vorne zu rennen, meine Energie rauszulassen und habe ins Nichts gerufen. Freiheit. Das ist genau das, was ich bisher auf dieser Reise zu schätzen gelernt habe. Und dass vor allem materielle Dinge, von denen ich dachte, sie seien mir wichtig, überhaupt keinen Wert mehr haben.

Schülern am Steuer

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