Ocean College

Schokolade ist nicht gleich Schokolade

Datum: 06.01.2022
Autorin: Clara N.
Position: San Jose, Costa Rica

Heute morgen habe ich mich wie immer aus meinem Schlafsack geschält, der über Nacht nicht extrem warm ist, aber dann plötzlich um ungefähr 06:00 zu heiß wird. Also habe ich mich auf den Weg ins Badezimmer gemacht und wurde erstmal von lauter Rapmusik begrüßt, welche von Luca stammte. Danach gab es Frühstück, wie immer FANTASTISCH. Heute Omlett, Bacon und Wassermelone mit Toast. Danach begann unser letzter Spanisch Unterricht. Mit unserem Lehrer Santiago haben wir erst ein Kreuzworträtsel gemacht und danach an unser tollen Rede gefeilt, welche wir als Gruppe gemeinsam gehalten haben. Besonders geholfen hat dabei Sara, die einfach super in Spanisch ist und allen als unsere Erzählerin gedient hat. Nach der Pause haben wir uns alle in einem Kreis versammelt, wie am ersten Tag Spanisch (da allerdings noch auf der Farm La Quinta) und alle haben ihre vorbereiteten Reden etwas nervös vorgetragen und danach ihr Zertifikat erhalten.

Danach gab es Mittagessen, welches an den Picknicktischen oder im Graß sitzend eingenommen wurde. Dann brach ein kleines Chaos aus, da Franzi verkündete, dass es in fünf Minuten zur Schokoladenfarm losgehen sollte und die wenigsten schon vorbereitet waren. Nach einem Countoff, der mittlerweile aus Englisch, Deutsch und manchmal auch aus Französisch und Spanisch besteht, sind wir alle in den Bus gestiegen. Los ging die Fahrt durch die Berge von Costa Rica und vorbei an Pflanzen mit plattengroßen Blättern, die sich an die steile Felswand klammern, um möglichst viel Sonnenlicht zu bekommen. Die Fahrt war wirklich schön, vor allem wenn man bedenkt, dass man die Ausläufer dieser Berge schon in Jaco am Pazifik sehen konnte. Als wir nach ungefähr zwei Stunden Fahrt angekommen waren, fiel erstmal eine groß Müdigkeit über die OC Schüler:innen her. So eine Busfahrt ist halt schon anstrengend ;).

Unsere Müdigkeit verfolg allerdings ziemlich schnell, als wir gleich die ersten Meter in den Urwald Pfeilgiftfrösche, eine sehr sehr gut getarnte Eidechse und einen riesigen Leguan gesehen haben, der einen Baum hochkrackselte. Danach ging es mit dem Schokoladenherstellungsprozess los und wir durften alle die Kakaobohnen während der fünf verschiedenen Schritte der Verarbeitung probieren und sie mitverarbeiten. Als Erstes müssen die Bohnen natürlich geerntet werden und dann werden sie fermentiert. Als nächster Schritt werden sie in der Sonne getrocknet und danach geröstet. Danach werden die Schalen durch Wind entfernt und danach können sie wie durch einen Fleischwolf gedreht werden und so entsteht eine Kakaomasse, welche man Schokolade nennt und die danach noch weiter verarbeitet wird. Am meisten hat uns wahrscheinlich alle überrascht, das weiße Schokolade gar nicht mehr aus Kakaobohnen besteht, sondern meistens aus synthetischen Aromen.

Nachdem wir letzten Endes bestimmt jeder drei Tassen Kakao getrunken, Schokolade im flüssigem, festem und massenartigem Zustand ausgiebig ausprobiert haben, kann ich glaube ich für alle sagen, dass das genug Schokolade für heute war und keiner fand den ständigen Geruch nach Brownie mehr toll, der am Anfang so verführerisch war. Ein Teil davon wurde aber schon wieder im Eier Wettbewerb abgebaut den man eher Krieg nennen kann. Am Ende hat uns unser Guide für heute noch eine tolle Legende erzählt ….

Once, there was a gigantic fire in the forest and all the animals were running away, fleeing.
Except for one little hummingbird.
He was flying the other way, right towards the fire.
He had as much water as possible in his mouth which he had taken from the nearest creek.
One of the other animals stopped him. “What are you doing?”, it asked, “That small drop of water won’t do anything again the fire.”
“It may not hep much but I still want to do my part and at least try.”’

Man hat bei unserem Guide richtig gemerkt, dass er sich um unsere Umwelt sorgt und hier merkt man auch zum Teil schon den Klimawandel, was natürlich erschreckend ist. Hier sind sich die Leute ihrer Lage extrem bewusst und versuchen hier vor allem, den Regenwald und sein einzigartiges Ökosystem zu schützen und er hat auch uns dazu aufgefordert, dies zu tun und unseren Part dazu beizutragen wie der hummingbird. Und auch wenn es nur etwas ganz kleines ist, hilft es trotzdem.

Nachdem wir wieder angekommen sind, war die Wäsche endlich wieder da!!!!! Wir haben sie gestern morgen alle abgegeben und damit gerechnet, das wir sie am Abend zurück bekommen. Haben wir aber leider nicht und so sind wir alle heute mit ausgeliehener Kleidung rumgelaufen. Danach gabs Pizza zum Abendessen und unsere Lehrer:innen sind zurück gekommen. Danach haben wir den Abend mit Shanties am Lagerfeuer ausklingen lassen, wo ich gerade auch diesen Tagesbericht schreibe.

Grüße an meine Family, Samo, Sophie und Ade und eigentlich generell an alle diesen Blog lesen. Auch wenn ich nicht eure Namen nenne, ich danke euch allen und sende sonnige Grüße aus Costa Rica.

Leni: Grüße an alle Steinhuder, Philippa und Anna und den Rest: Prost und bisschen spätes Frohes Neues:)

Sara: Liebe Grüsse an zuhause, ich hab mir ne Ukulele gekauft 🙂

Alina: Ich auch 🙂 Aber ihr habt ja gewusst, dass das früher oder später passieren wird.

Daisy: Ganz liebe Güße an Mami und Thea Appelpie an dich

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