Ocean College

Vorfreude auf Vigo

Datum: 02. November 2022
Autor: Paul
Position: Biskaya (kurz vor Vigo)
Nautische Position: 43°07,2N 010°06,9W
Etmal: 1114 M
                                                                                                                                                                                                     

Teilnehmer Ocean College Reise 22/23

Schön sauber für Vigo

Heute begann der Tag für viele von uns mit einem Clean-Ship, damit wir heute Nacht schön sauber in Vigo ankommen. Die Main-Watch war auf dem Deck eingeteilt und hat dort mit dem Bosun-Team unzählige Aufgaben erledigt. Dazu zählten das Poop-Deck mit dem Feuerwehrschlauch abzuspritzen, den Kompass zu polieren und die Fenster des Wheelhouses zu putzen.

Danach wurden die Cabins für eine Captains-Round aufgeräumt. Als Motivation wurden dann unter anderem die Strophen von dem Shanty „Rolling the old chariot along“ umgetextet zu:

„Oh a nice tidy cabin wouldn’t do us any harm…“

Das scheint geholfen zu haben, denn am Ende wurde von unserem strengen First Mate Simon wenig bemängelt.

Interview auf dem Schiff

Worauf freut ihr euch am meisten in Vigo?

Nate: „Ich freu‘ mich besonders darauf, mit Freunden essen zu gehen und definitiv auch auf das Schwimmen gehen. Schon jetzt ist es richtig cool, dass wir so eine großartige Gruppe sind. Auch auf die Wärme freue ich mich. Die Ölkleidung ist bei mir langsam durchgeschwitzt.“
Leander: „SCHNITZEL!“

Wie habt ihr die rauen Tage auf See überstanden?

Nicolai: „Ich fand die letzten Tage anstrengend und schön gleichzeitig. Auf der einen Seite war ich seekrank und die kalten, windigen Nightwatches haben mich durchaus an meine Grenzen gebracht. Aber durch die Herausforderung auf See haben wir uns zu einem sehr starken Team entwickelt, welches unter jedem Umstand zusammenhält.

Außerdem habe ich noch nie so schöne Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gesehen. Ich dachte auch nicht, dass so viele Delfine in der Biskaya leben und dass Delfine so gerne neben der Pelican of London entlang schwimmen, wusste ich auch nicht.“

Was konntet ihr während der Überfahrt am meisten genießen?

Lea: „Ich habe mich viel auf die kleinen Dinge konzentriert und an ihnen erfreut. Das waren dann zum Beispiel so Sachen wie, dass ich mich nur einmal wirklich übergeben musste oder wenn man es trotz Wellengang geschafft hat, zu duschen oder vor/nach der Watch gut und schnell einschlafen konnte.

Was allen von uns in diesen Tagen bewusst geworden ist: Zu was für einer wahnsinnigen Gemeinschaft wir in dem knappen letzten Monat zusammengewachsen sind. Denn nahezu jede:r von uns musste in den letzten Tagen mal aufgebaut werden und jeder wurde es auch. Daher würde ich sagen, dass neben den kleinen Freuden, die mir die Überfahrt beschert hat, sie mir auch gezeigt hat, dass wir als Gemeinschaft Herausforderungen schaffen und diese Reise einfach unvergesslich wird.“

Kaija: „Die ersten Tage war es schön, wieder richtig auf dem Wasser zu sein und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Zusätzlich gab es in jeder Watch immer etwas, worüber man sich freuen konnte. Tagsüber die Begleitung der Delfine und nachts  die Sterne oder zum Ende hin die Lichter an Land. Alle Watches waren geprägt von großartigen Gesprächen, gemeinsamen Shanty singen und gegenseitiger Unterstützung.“

Reisestand

Heute Abend hat uns Captain Chris mitgeteilt, dass wir erst morgen früh in den Hafen einlaufen können und voraussichtlich heute Abend in einer Bucht ankern werden.

Grüße
Lea: Ich grüße neben Mama und Papa, Opa und Moni heute vor allem Paula. Alles Gute nachträglich, ich habe an dich gedacht.
Nate: Ich grüße meine Eltern und meine beste Freundin Isabel 🙂

Wenn man nicht mitwandern kann…

Datum: 02.11.2022
Autorin: Lina K.
Position: Cherbourg, France
Nautische Position: N49.38.30 W 01.037.27
Etmal: 301 M

Teilnehmerin Lina auf der Regina Maris

Wie ihr alle sicherlich schon mitbekommen habt, waren wir heute wandern. Allerdings nicht alle. Zwei andere und ich mussten leider an Bord bleiben. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir einfach nur dasitzen und chillen konnten.

Zeit für Wäsche waschen

Zuerst haben wir unsere Pullover und Handtücher gewaschen und somit unser Waschteam unterstützt. Als es dann zum Aufhängen ging, habe ich sämtliches Vertrauen ins System verloren. An unserer Reling haben wir Wäscheleinen, so dass wir schön über Bord alles aufgehängen können. Ich sehe es jetzt schon, wie uns da mal was ins Wasser stürzt…

Ein Crêpe au Chocolat zur Entschädigung

Letztendlich haben wir noch ein paar andere Aufgaben erledigt und durften nochmal raus in die Stadt, um ein paar Dinge zu besorgen. Richtig leckere Crêpes haben wir da auch gefunden!

Nächstes Mal kommen wir auch wieder mit!

P.S. Blümchen wünscht Juli alles Gute zum Geburtstag 🙂

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