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Ankunft in Kap Verde

Datum: 23.11.2018
Autor: Marcel
Position: Atlantik
Geografische Position:19°35,309 N ;22°29,343 W
Etmal: 255 NM (total: 2616)


Der heutige Tag begann für mich genau so, wie die letzten Tage auf See auch, denn Routine wird hier groß geschrieben (Ähem).
Prinzipiell stimmt das jedoch wirklich und es wird immer versucht, gerade auf See, eine gewisse Routine aufrecht zu erhalten, damit besser geplant werden kann und einfach alles besser funktioniert.

Daher wurde ich heute morgen um 03:30 von Robert (Grüße gehen raus) zur Nachtwache geweckt und bin natürlich hoch motiviert aufgestanden und wie immer überpünktlich gewesen…


Naja… tatsächlich war die heutige Nachtwache aber relativ gut und hat mir trotz ziemlicher Müdigkeit auch etwas Spaß gemacht, da klar war, dass wir in ein paar Stunden vor der Küste von Kap Verde ankern werden.

Auch wenn die Tage auf See immer sehr interessant sind und wir viele schöne Sachen wie Sonnenuntergänge und so sehen können, freue ich mich auch jedes Mal, wenn wir wieder an Land gehen können.


Sobald es dann hell wurde, waren wir schon so nah vor der Küste, dass wir erste Details sehen konnten. Auf der einen Seite sah die Landschaft relativ interessant aus, aber ich war auch etwas enttäuscht davon, dass es quasi keine Bepflanzung gab, weil ich mir Kap Verde eher mit viel Regenwald vorgestellt habe und nicht als fast komplett kahle Insel.


Kurz nach dem Frühstück hab ich dann noch mitbekommen, dass wir ungefähr zwanzig fliegende Fische in der Nacht auf dem Deck hatten, die in einem Eimer gesammelt wurden und später noch „seziert“ wurden (Grüße gehen raus an Sinan).


Nach dem Ankern bin ich dann auch nochmal für ungefähr drei Stunden schlafen gegangen, da ich nach der Wache irgendwie immer extrem müde bin.

Nach dem Mittagessen haben wir uns dann fertig gemacht, um an Land zu gehen und haben ein letztes Mal vor der Atlantiküberquerung die Handys bekommen. An Land haben wir dann ungefähr 1,5 Stunden Zeit gehabt, um Freunde und Familie anzurufen und die Stadt anzuschauen, was etwas zu wenig Zeit war, die wir dann zur Hälfte auch im Internetcafe verbracht haben.

Die Stadt war jedoch sowieso nicht so schön anzusehen, aber trotzdem war es ganz interessant zu sehen, wie die Städte hier aufgebaut sind. Besonders krass war, wie viele Menschen hier betteln müssen, was auch so ziemlich das erste Mal jetzt auf der Reise war, wo wir mit wahrscheinlich sehr armen Menschen in Kontakt gekommen sind.


Nach diesem leider sehr kurzen Landgang haben wir noch etwas die Zeit an Bord genossen, Musik gehört und freuen uns, denke ich, alle, vielleicht schon Morgen zur nächsten Insel zu fahren, um vielleicht noch andere Seiten von Kap Verde zu sehen.

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