Ocean College

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Alle an Deck – die White Watch übernimmt das Kommando

Datum: 12.12.2018
Autor: Rene
Position: Karibik, Kingstown/ Saint Vincent
Geographische Position:  13°12 N, 61°19 W
Etmal: 0 NM (total: 5003 NM)

Mein Tag begann heute um 06:00 Uhr mit der allgemeinen Durchsage: ALL HANDS ON DECK! Da ich am Tag davor bis Mitternacht Ankerwache hatte, war ich dementsprechend ziemlich müde, aber da wir jetzt losfahren und dafür so gut wie alle Segel setzen wollten, mussten wir alle mithelfen.

Nachdem wir etwa eine Stunde Seile gezogen hatten, schafften wir es unter Segel, ohne auch nur einmal den Motor anzumachen, aus dem Hafen, Richtung Saint Vincent. Danach legte ich mich noch einmal für ungefähr zwei Stunden in meine Koje, um etwas Schlaf nachzuholen. Später weckte mich Christians Stimme über die Schiffslautsprecher – schon wieder mit „All hands on deck“! Dieses Mal setzten wir keine Segel, sondern nahmen sie wieder runter, weil wir uns jetzt Kingstown näherten.

Das bedeutete, wir machten alles wieder rückgängig, was wir zuvor hochgezogen hatten. Wie schön! Als wir später fertig waren, ging ich wieder schlafen, um eine halbe Stunde später dann wieder von der Stimme Christians geweckt zu werden. Dieses Mal war sie nur viel lauter und schrie direkt in mein Ohr: “RENE, AUFSTEHEN!” (@Christian: danke dafür…nicht!).

Der Grund für dieses liebevolle Wecken war, dass die White Watch das erste Handover übernahm. Das bedeutet, dass wir die Positionen der Crew übernehmen und uns selbst darum kümmern, wie wir nach Dominica kommen, welche Segel wir wie setzen und wie wir das Ganze organisieren. In unserem Team teile ich mir mit Helena zusammen den Posten des zweiten Offiziers / der zweiten Offizierin und heute habe ich mir von Anousch beibringen lassen, wie man eine Route plant und was man machen muss, um sie durchzuführen.

Als die Einkäufe in Kingstown, Saint Vincent erledigt und wir mit der Planung der Route nach Dominica fertig waren, setzten wir die meisten Segel und starteten auf der von mir und Helena geplanten Strecke, die hoffentlich auch so funktioniert wie sie soll. Nachdem ich die Runde Schere-Stein-Papier gegen Helena verlor, musste ich, wie alle anderen auch, noch einmal bei den Segeln mithelfen (uff!), während sie aus dem Hafen navigieren durfte.

Nach der Abfahrt und kurz bevor es Abendessen gab, übernahm die White Watch die Wache der Blue Watch, damit sie essen gehen konnte. Weil wir bei dem Handover die A- und B Watches machen müssen, musste ich so früh wie möglich ins Bett. Ansonsten hätten mir weitere vier Stunden Schlaf bei der 00:00 – 04:00 Uhr Wache gefehlt.

Während dieser Wache haben wir so gut wie möglich versucht auf Kurs zu bleiben. Das ist zwar an sich keine Änderung, aber man hat eine ganz andere Perspektive auf das Steuern, wenn man sich selbst um den Kurs kümmern muss. Da morgen Bens Geburtstag ist und die Vorweihnachtszeit anfangen kann, dekorierten wir auch die Messe mit einer seltsamen Mischung aus Geburtstag und Weihnachten.

P.S.: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Opa! Ich hoffe, du hattest einen schönen Tag mit dem Rest der Familie. Ich vermisse dich (zumindest manchmal😝) ❤️❤️❤️❤️ Kira 

P.P.S.: Alles Gute zum Geburtstag, Papa! Dein Nick 

P.P.P.S.: Did you know? It was Tati yesterday. Who could open the calendar today? „This goes to a very talented girl. She is not only good with instruments but also a hard rival to beat when it comes to playing cards. Another talent of hers is to draw and arts in general which is why she even made a total eyecatcher out of the t-Shirt that ended up in the lost-and-found-box with no one seeing its potential except for her. // He brushes his teeth every morning on the weather deck and always looks like he hasn’t slept for a long time. He is open minded and always likes to help others. On his head you‘ll always find a white cap with Japanese signs on it. He is a good roommate because he takes care about the needs of others.“

Von Erdnussbutterbaguette, Bananeneis und anderen Leckereien

Datum: 11.12.2018
Autorin: Tabea
Position: Karibik, Bequia
Geographische Position:  13°00 N,61°14 W
Etmal: 0 NM (total: 5003 NM)

Gewohnt verfressen, genossen Marlen und ich in unsere Nachtwache von Mitternacht bis 02.00 Uhr, Nudeln mit Pesto und selbstgemachtes Bananeneis, bevor wir wieder schlafen gingen, um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Da wir ein letztes Mal im Atlantik schwimmen gehen wollten, wanderten wir vormittags über die Insel zur Atlantikküste, in eine Bucht mit dem passenden Namen „Friendship Bay“.

Dort genossen wir die Sonne, schnorchelten, schwammen und natürlich aßen wir unsere Lunchpakete. Beim Schnorcheln fanden Tati und ich eine Menge Gegenstände, die eigentlich nicht auf dem Meeresboden liegen sollten, wie z.B. eine Schwimmbrille inklusive Schnorchel und Handtuch. Vor Beginn der Wanderung war ich beim Bäcker und beim Supermarkt, so dass Christin, Tati und ich nach dem Schwimmen Erdnussbutter-Baguette genießen konnten.

Gegen Mittag machten wir uns auf den Rückweg, da Tati, Sophie, Kiri (R), Fabi, Basti und ich ab 14:00 Uhr zum Open Ship eingeteilt waren. Da wir zu faul waren, den ganzen Sand abzuwaschen, gingen wir barfuß, was für Kira und Sophie mit schönen Brandblasen endete, was wohl sehr schmerzhaft ist. Direkt nachdem die Pelican von der Crew in den Hafen manövriert worden war, strömten auch schon ein Dutzend Jugendliche an Bord, die sich aber mehr für die Kissen in der Messe und die Whiteboard Stifte interessierten, als für die Segel.

Um 16:00 Uhr wurden wir abgelöst, damit wir noch etwas Freizeit in Port Elizabeth haben konnten.  Da wir jetzt im Hafen liegen, nutzten Tati, Sophie, Kira und ich die Chance, vom Boot aus ins Wasser zu springen und an Land zu schwimmen. Vom Strand aus gingen wir in ein Café und aßen Knoblauchbrot. Man würde meinen, wir hätten schon genug von dem ganzen Knoblauch an Bord, aber es schmeckte einfach zu gut.

Mit wohlriechendem Atem schwimmen Tati und ich zurück zum Schiff, um Abbies Essen zu genießen. Danach gingen alle zu ihren Watches und wir entschieden, wer welche Position innehaben wird, wenn wir in ein paar Tagen unser Handover haben.

Hier ein kleiner Überblick aus der Red Watch:
Captain: Poldi
1st Officer: Ich 
2nd Officer: Marcel
Engineer: Marlen
Doctor: Kira R.  (Immerhin weiß sie jetzt, wie man Brandblasen behandelt)
Cook: Theresa (Das Essen wird „vegetarisch, gluten-frei und ohne Tomaten“) 
Bosun: Felix

Alle anderen Mitglieder der Watch sind dann Deckhands. Um herauszufinden, wer das erste Handover hat, hat die Permanent Crew Schnick, Schnack, Schnuck gespielt. Zuerst ist also White Watch dran, dann Red und als Schlußlicht Blue.

Nachdem das geklärt war, brachen wir wieder in kleinen Grüppchen in die Stadt auf. Die meisten wurden aber von dem starken Regen schnell wieder an Bord zurück geschwemmt und wir ließen den Abend entspannt mit Schokolade unter dem Bikini Deck enden. Morgen früh müssen schließlich alle um 05:30 Uhr aufstehen, damit wir um 06:00 Uhr ablegen können.

Liebe Grüße an meine Eltern und Großeltern 🙂 
Tabi

P.S.: von Marlen: Opa ich wünsche dir alles Gute zum 75. Geburtstag. Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen Tag!

P.S.: Nick and Ronja yesterday. And today’s advent calendar goes to… „To the girl who is never seasick or cold and whom I borrowed “Tintenherz” from ‘just for the bus ride’. And: Do not care anymore what others think about you!“

Welcome to Paradise

Date: 10.12.2018
Author: Felix
Position: Carribbean, Bequia
Geographical Position:  13°00 N,61°14 W
Etmal: 0 NM (total: 5003 NM)

We started our first full day in Bequia with a pick up tour to see some other parts of the island. Twelve of us were sitting in three open “taxis“. We drove to a turtle sanctuary at the Atlantic ward side of the island. But before we get there, we made a stop at Spring Bay which was a beautiful place to be.

We didn’t swim there but the water looked great and gave us this Carribean feeling, why we’re here. Turquoise water, green hills, white sand… To complete the Carribean dream beach, we found coconuts everywhere and tried to open them using different tactics. Some beat them so long on a stone so they cracked, others tried it with their knives. However you‘ve done it, in the end all of them just tasted amazing.

Our next stop was than the turtle sanctuary. Mr. King, an old Bequian fisherman, built the sanctuary 23 years ago for turtles who are not strong enough to help to save an endangered species. In wildlife, only one of three thousand survives and many of the grown up turtles are still killed by humans. So, having hatched almost one thousand of them in the sanctuary and then set free, does make an impact.

We got an interesting tour by Mr. King himself and saw turtles from tiny ones who just came out of their eggs to eight year olds just before Mr. King and his crew release them. After we were done there we went back to Admirality Bay, where we are at anchor and walked a little through the small but beautiful town of Port Elizabeth. Along the bay hiding between the rocks, we came to a nice beach which was bigger than the one from the morning.

Here, we had lunch and went swimming in the cristal-clear water. It was refreshing but not too, actually quite warm but not too warm… yes, perfect is just the right word for it! The rest of the day was filled with freetime which my group spend eating ice cream, buying some bread and letting some cables from Bequias Wifi-routers glow 🙂

P.S.: Robert and Lizzy yesterday. Who is it today? „With always an eye on his environment, he is a very good friend. He is nice and helpful and loves to photograph. He has brown hair, at the Mid Atlantic Ball he wore an awesome tie and has probably the most blue eyes on the Pelican. // She has persistently shown qualities of a good watch leader, which benefits her watch greatly. Even though she lives in a room with the teachers, she has perfectly integrated herself into the group.“