Ocean College

From the Blog

Von Erdnussbutterbaguette, Bananeneis und anderen Leckereien

Datum: 11.12.2018
Autorin: Tabea
Position: Karibik, Bequia
Geographische Position:  13°00 N,61°14 W
Etmal: 0 NM (total: 5003 NM)

Gewohnt verfressen, genossen Marlen und ich in unsere Nachtwache von Mitternacht bis 02.00 Uhr, Nudeln mit Pesto und selbstgemachtes Bananeneis, bevor wir wieder schlafen gingen, um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Da wir ein letztes Mal im Atlantik schwimmen gehen wollten, wanderten wir vormittags über die Insel zur Atlantikküste, in eine Bucht mit dem passenden Namen „Friendship Bay“.

Dort genossen wir die Sonne, schnorchelten, schwammen und natürlich aßen wir unsere Lunchpakete. Beim Schnorcheln fanden Tati und ich eine Menge Gegenstände, die eigentlich nicht auf dem Meeresboden liegen sollten, wie z.B. eine Schwimmbrille inklusive Schnorchel und Handtuch. Vor Beginn der Wanderung war ich beim Bäcker und beim Supermarkt, so dass Christin, Tati und ich nach dem Schwimmen Erdnussbutter-Baguette genießen konnten.

Gegen Mittag machten wir uns auf den Rückweg, da Tati, Sophie, Kiri (R), Fabi, Basti und ich ab 14:00 Uhr zum Open Ship eingeteilt waren. Da wir zu faul waren, den ganzen Sand abzuwaschen, gingen wir barfuß, was für Kira und Sophie mit schönen Brandblasen endete, was wohl sehr schmerzhaft ist. Direkt nachdem die Pelican von der Crew in den Hafen manövriert worden war, strömten auch schon ein Dutzend Jugendliche an Bord, die sich aber mehr für die Kissen in der Messe und die Whiteboard Stifte interessierten, als für die Segel.

Um 16:00 Uhr wurden wir abgelöst, damit wir noch etwas Freizeit in Port Elizabeth haben konnten.  Da wir jetzt im Hafen liegen, nutzten Tati, Sophie, Kira und ich die Chance, vom Boot aus ins Wasser zu springen und an Land zu schwimmen. Vom Strand aus gingen wir in ein Café und aßen Knoblauchbrot. Man würde meinen, wir hätten schon genug von dem ganzen Knoblauch an Bord, aber es schmeckte einfach zu gut.

Mit wohlriechendem Atem schwimmen Tati und ich zurück zum Schiff, um Abbies Essen zu genießen. Danach gingen alle zu ihren Watches und wir entschieden, wer welche Position innehaben wird, wenn wir in ein paar Tagen unser Handover haben.

Hier ein kleiner Überblick aus der Red Watch:
Captain: Poldi
1st Officer: Ich 
2nd Officer: Marcel
Engineer: Marlen
Doctor: Kira R.  (Immerhin weiß sie jetzt, wie man Brandblasen behandelt)
Cook: Theresa (Das Essen wird „vegetarisch, gluten-frei und ohne Tomaten“) 
Bosun: Felix

Alle anderen Mitglieder der Watch sind dann Deckhands. Um herauszufinden, wer das erste Handover hat, hat die Permanent Crew Schnick, Schnack, Schnuck gespielt. Zuerst ist also White Watch dran, dann Red und als Schlußlicht Blue.

Nachdem das geklärt war, brachen wir wieder in kleinen Grüppchen in die Stadt auf. Die meisten wurden aber von dem starken Regen schnell wieder an Bord zurück geschwemmt und wir ließen den Abend entspannt mit Schokolade unter dem Bikini Deck enden. Morgen früh müssen schließlich alle um 05:30 Uhr aufstehen, damit wir um 06:00 Uhr ablegen können.

Liebe Grüße an meine Eltern und Großeltern 🙂 
Tabi

P.S.: von Marlen: Opa ich wünsche dir alles Gute zum 75. Geburtstag. Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen Tag!

P.S.: Nick and Ronja yesterday. And today’s advent calendar goes to… „To the girl who is never seasick or cold and whom I borrowed “Tintenherz” from ‘just for the bus ride’. And: Do not care anymore what others think about you!“

Welcome to Paradise

Date: 10.12.2018
Author: Felix
Position: Carribbean, Bequia
Geographical Position:  13°00 N,61°14 W
Etmal: 0 NM (total: 5003 NM)

We started our first full day in Bequia with a pick up tour to see some other parts of the island. Twelve of us were sitting in three open “taxis“. We drove to a turtle sanctuary at the Atlantic ward side of the island. But before we get there, we made a stop at Spring Bay which was a beautiful place to be.

We didn’t swim there but the water looked great and gave us this Carribean feeling, why we’re here. Turquoise water, green hills, white sand… To complete the Carribean dream beach, we found coconuts everywhere and tried to open them using different tactics. Some beat them so long on a stone so they cracked, others tried it with their knives. However you‘ve done it, in the end all of them just tasted amazing.

Our next stop was than the turtle sanctuary. Mr. King, an old Bequian fisherman, built the sanctuary 23 years ago for turtles who are not strong enough to help to save an endangered species. In wildlife, only one of three thousand survives and many of the grown up turtles are still killed by humans. So, having hatched almost one thousand of them in the sanctuary and then set free, does make an impact.

We got an interesting tour by Mr. King himself and saw turtles from tiny ones who just came out of their eggs to eight year olds just before Mr. King and his crew release them. After we were done there we went back to Admirality Bay, where we are at anchor and walked a little through the small but beautiful town of Port Elizabeth. Along the bay hiding between the rocks, we came to a nice beach which was bigger than the one from the morning.

Here, we had lunch and went swimming in the cristal-clear water. It was refreshing but not too, actually quite warm but not too warm… yes, perfect is just the right word for it! The rest of the day was filled with freetime which my group spend eating ice cream, buying some bread and letting some cables from Bequias Wifi-routers glow 🙂

P.S.: Robert and Lizzy yesterday. Who is it today? „With always an eye on his environment, he is a very good friend. He is nice and helpful and loves to photograph. He has brown hair, at the Mid Atlantic Ball he wore an awesome tie and has probably the most blue eyes on the Pelican. // She has persistently shown qualities of a good watch leader, which benefits her watch greatly. Even though she lives in a room with the teachers, she has perfectly integrated herself into the group.“

Die Legenden Benbossars

Datum: 09.12.2018
Autor: Justus
Position: Karibik, Bequia
Geographische Position: 13°00 N,61°14 W
Etmal: 236 NM (total: 5003 NM)

Setzt eure Segelohren, Smutjes! Ich werde euch nun eine der vielen Geschichten – oder sollte ich besser sagen Legenden – des angsteinflößenden Captain Benbossar und seiner furchtlosen Crew erzählen:

Nachdem sie auf der unschlagbaren Black Pelican – man sagt, ihre einzige Schwäche wären Fischernetze – schon in Europa und Afrika Angst und Schrecken verbreitet hatten, überquerten sie den Atlantik, mit der Hoffnung, ihre Gier nach Reichtum in der Karibik stillen zu können. So steuerten sie in der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember ihr erstes Ziel an: Bequia!

Überlebende berichten, sie würden wie aus dem Nichts auftauchen. Man wache auf und schon beim ersten Atemzug spüre man die Präsenz der Black Pelican, welche einem das Blut in den Adern gefrieren ließe. Ein Gefühl, welches auch die Bewohner Bequias heimgesucht haben muss, als sie den Dreimaster mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von fünf Knoten in ihre Bucht einfahren sahen. Wie bei all ihren Plünderungen begab sich Benbossar zusammen mit dem Oberhaupt der Crew Nikitarrr zuerst allein an Land, um zu verhandeln.

Denn er war vielleicht angsteinflößend, aber er hielt sich an den Piraten-Kodex. Jedoch führten auch diese Verhandlungen, wie leider schon viele Male zuvor, zu keinem guten Ende. So stieg die Crew bewaffnet (mit Sonnencreme und Schnorcheln) in das Beiboot und wurde an Land gebracht. Dort begaben sie sich vom Strand aus auf eine Erhöhung, um sich einen besseren Lageüberblick verschaffen zu können. Und dann war es so weit:

In kleinen Gruppen von – natürlich – mindestens drei Piratinnen und Piraten (so steht es im Piraten-Kodex) zogen sie los. Den ersten Triumph landete die tapfere Theresa, welche im Alleingang eine gesamte Bäckerei plünderte und ihre Beute direkt großzügig mit ihrer Kameradschaft teilte. Gestärkt durch das schnelle Festmahl beschlossen die Piraten Nick Treibholz und Justus Barsch, das Ausmaß der Eroberung in die Unterwasserwelt auszuweiten.

Als sie jedoch bemerkten, dass die maritimen Bewohner Bequias, bis auf ein paar Glasflaschen, nicht sehr vermögend schienen, beschlossen sie umzukehren. Oder war es doch die Sichtung einer Seeschlange, welche die beiden sonst so furchtlosen Piraten zur Rückkehr bewegte? Unmöglich! Nun ja, kurz bevor Musketen-Miriam zum Aufbrechen zusammenrief, vergriffen sich die Piraten ein letztes Mal an den Ketten, Armbändern und andern Schmuckstücken der hilflosen Händler.

Wieder zurück auf dem Schiff wurde die Beute bestaunt und verspeist und die erfolgreiche Plünderung vom Sternenhimmel mit einem Meteoritenschauer gesegnet. Bis heute gibt es Berichte von Seefahrern, welche zur Weihnachtszeit den Gesang von Benbossar und seiner furchtlosen Crew im Wind zu hören vermögen.

Liebe Grüße an meine Eltern, die mich bei Allem unterstützen und die es mir ermöglichen, Teil dieser unglaublichen Reise zu sein. Danke <3

P.S.: 7. He is a brave man and defeated sea sickness in a long lasting fight. He is the best in finding arguments in a debate which make some people wish he would be sea sick again. You can always find him listening to music spreading good vibes. // She supports me when we do the „Laurenzia“ dance and helped writing a new text for it. I’m glad that we are in the same watch again because she does a great job as a watch leader. Her hair is very long and beautiful and she is very helpful, funny and always listens to me. Also, she knows everything about invasive species, lives in Lübeck and has two brothers.