Ocean College

From the Blog

Digitalität sollte ein Schulfach sein

Von: Johan Kegler

Es muss schon einiges passieren, dass ich mir Zitate des Fussballs zu eigen mache, da ich diesen Sport im Vergleich zu vielen anderen Disziplinen für völlig überbewertet halte. Aber diese Pressekonferenz vom Trainer von Red Bull Leipzig, Christian Streich, war dann in den Aussagen doch ziemlich deutlich und frei von jeder wissenschaftlichen Doktrin.

Ich habe hier viele Parallelen zu unserem Verständnis von Digitalität bei OceanCollege gehört. Es kann nicht darum gehen, Smartphones oder „die Digitalisierung“ zu bekämpfen, das ist natürlich sinn- und aussichtslos. Allerdings ist eine Art Schulfach in Sachen Digitalität, soziale Medien und Internet durchaus notwenig, wird jedoch in den Schulen meines Wissens nach überhaupt nicht beachtet. Ein weiteres Beispiel, wie sehr Schule neben der Lebenswirklichkeit der Schüler und Schülerinnen liegt. Und dennoch meint, darauf vorbereiten zu können. Das kann man als mutig oder anmaßend zugleich wahrnehmen.

Es wird in der Berufswelt der Zukunft wohl keinen Arbeitsbereich mehr ohne digitale Anforderungen geben. Gleichzeitig gibt es genug qualifizierte und warnende Stimmen vor dem dem ungeschulten Nutzen der neuen Kommunikationsmittel. Insofern ist also der bewusste Umgang mit neuen Medien und Kommunikationsmitteln durchaus angebracht.

Als Lehrer an meiner eigenen aktuellen Schule bin ich regelmäßig schockiert über die Tatsache, dass meine Schülerinnen und Schüler zwar via Facebook und Twitter Nachrichten in Sekundenschnelle und mit einem Wischen um die Welt schicken, gleichzeitig aber nicht in der Lage sind, ein Smartboard an einen Rechner anzuschliessen oder eine gestellte Frage zu einem Thema wortgleich bei Google eingeben.

Bei OceanCollege werden wir über längere Zeit komplett offline sein. Klar, auch hier werden wir über eine Satellitenverbindung permanent mit dem Festland verbunden sein, für die Jugendlichen allerdings nur im hoffentlich nie eintretenden wirklichen Notfall. Wir glauben, dass wir gerade in einer solchen digitalen „Offzone“ sinnvoll die Thematik „Digitale Kompetenz“ vermitteln können, weil hier jeder selbst spürt, dass es nicht den permanenten, sondern den bewussten Datenverkehr braucht.

Gleichzeitig beruht natürlich auch OceanCollege als Unternehmen im 21. Jahrhundert vor allem auf einem soliden Daten- und Kommunikationsmanagement. In dieses sollen die Jugendlichen mittels Tagesberichten, Blogbeiträgen, SEO-Schulung und die Erstellung eigener digitaler Inhalte aktiv mit eingebunden werden.

 

 

 

Keine Fächer mehr in der Schule?

Von: Johan Kegler

Eigentlich ist es ja verrückt… jeder, der sich mit den Problemen der heutigen Welt befasst, erkennt sofort, dass diese nicht mehr von einer einzigen Disziplin bzw. Berufsgruppe gelöst werden können. Oder gibt es den einen Beruf, der den Klimawandel bekämpfen kann? Oder die Migrationsfrage lösen kann? Oder die demographische Entwicklung steuern kann? Jeder, der auch nur etwas über seinen eigenen Tellerrand schaut, wird sich sofort anderen Wissensfeldern und sog. „Experten“ (ich persönlich mag dieses Wort aufgrund seines scheinbaren allwissenden Charakters nicht!) gegenüber sehen.

Aber in der Schule wird tatsächlich noch so getan, als könne man die verschiedenen Fächer wirklich voneinander trennen. Und das dann auch noch vielfach kleinteilig in 45min- Rhythmen. Und dann nimmt sich die Schule auch noch die Arroganz heraus und bewertet alle Fächer nach den gleichen Prinzipien. Und zwingt die Jugendlichen in der Schule damit dazu, sich scheinbar für alle Fächer zu jeder Zeit im gleichen Rhythmus mit der gleichen Motivation zu begeistern. Wohlgemerkt ein System, welches nach normalem Input-Output Vergleich längst pleite wäre und entsprechend nur voll subventioniert funktionieren kann.

Und in einer Welt, in der Wissen bzw. der Mensch, der einem ein anderes Fachgebiet erklären kann, nur einen Klick, eine Webseite oder einen Skypecall weg ist, verschwimmen die Grenzen und die Möglichkeit der Abschottung der einzelnen Fächer noch mehr.

Ich behaupte: Jedes andere System wird auch Fehler machen, aber besser als das herkömmliche Schulsystem wird es allemal, solange es den Respekt vor dem Individuum als hohe Priorität ansieht.

Bei OceanCollege wollen wir sooft als möglich versuchen, verschiedene Perspektiven bei den Topics im Unterricht einfliessen zu lassen: Wenn Fische geangelt werden, kann hier Biologie (Ausnehmen und Sezieren) und „Umweltkunde“ (Messung der Verschmutzung im Fisch selbst anhand von Mikroskopie) kombiniert werden. Wenn in Mathematik der Kurs anhand der Sterne bestimmt wird, kommen die Fächer Mathematik, Zeichnen, Sternenkunde und Geschichte zusammen. Beim Handelsprojekt mit Kaffee ist ein gesamter Wirtschafts- und Geldkreislauf abgebildet. Das sind einige Beispiele, mit denen wir einen neuen Weg im praktischen Wissenstransfer gehen wollen. Ohne Garantie, dass das der Königsweg ist. Aber verstecken brauchen wir uns sicherlich auch nicht.

Und, kein Blog ohne Anlass: Hier der Beitrag, der mich zum Schreiben sehr motiviert hat! Viel Spass beim Lesen!

https://brightside.me/wonder-curiosities/finland-will-become-the-first-country-in-the-world-to-get-rid-of-all-school-subjects-259910/

 

 

OceanCollege auf dem Entrepreneur Summit in Berlin

Von: Johan Kegler

“Wir haben die Chance, eine bessere Welt zu bauen. Liebevoller, witziger, feinfühliger und künstlerischer, als es je zuvor möglich gewesen ist. Aber wir müssen selbst in den Ring steigen, es selbst in Gang bringen, es selbst unternehmen. Es nicht den bloßen Gewinnmaximierern überlassen.“

Unter diesem Motto fand am 08.und 09.10. in der TU Berlin der Entrepreneur Summit statt und es ergaben sich gute neue Kontakte für OceanCollege. Bei dieser Veranstaltung treffen sich Leute aus den verschiedensten Bereichen, die jedoch alle eines eint: Neue Möglichkeiten des Zusammenlebens und Wirtschaftens vorzustellen und zu diskutieren.

Ich war nur am Sonntag vor Ort und wurde hier gleich von meinem Kontakt Emil Underberg ins kalte Wasser geworfen. Er hatte instinktiv die „richtigen“ Leute für mich, mit denen ich mich auch schon teilweise zur konkreten Nachbereitung getroffen habe. So zum Beispiel Sebastian Berlein, der sich mit dem Thema Vanille und dem Transport von Vanille nach Europa beschäftigt. Wir werden in Kontakt bleiben und haben vor, dass wir für ihn die Vanille auf dem Schiff mit nach Europa nehmen. Dies würde unserer gemeinsamen Vorstellung von einem hochwertigen Produkt mit allen Aspekten, also auch dem des wirklich sauberen Transports, entsprechen. Schaut mal rein unter:

www.vanillacampagin.com

Und dann traf ich noch auf Otto Herz und das insofern wirklich erwähnenswert, als dass es sich bei Otto Herz um DEN Erfinder von dem Konzept „Schule auf dem Schiff“ handelt. Er erzählte wortreich von seinem Beginn auf Spiekeroog und wie er das allererste Schiff losschickte. Er ist soz. der Methusalem in diesem Bereich und wir werden auch hier einen Termin suchen, um uns nochmal in Ruhe und ausführlich auszutauschen, denn wenn einem jemand etwas zum Thema „Schule auf dem Schiff“ erklären kann, dann sicherlich Otto Herz. Auch hier möchten wir euch gerne die Webseite ans Herz legen:

www.otto-herz.de

Also, OceanCollege zieht weitere Kreise…