Ocean College

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Schülerin Sophie als Kapitänin

Captain Sophie legt ab

Date: 03.04.2019
Autorin: Tati (Ricarda)
Position: Horta, Açores und dann auf See
Nautical Position: 38° 53.0 N 29°02.1 W
Etmal:  11734 nm

Dieser heutige und mein letzter Tagesbericht wird ein Interview. Mit dem lieben Nils und Poldi.

T: “So, wie fanden Sie diesen Tag?”

N: “Ich habe viel zu viel geschlafen, warte. Ich meine natürlich: ich tanke Energie für meine Nachtwache. Nicht, dass meine Eltern denken, ich verschlafe den ganzen Tag.”

N: “Tati, du solltest zur Bundeswehr gehen.”

P: “Ne, solltest du nicht.”

T: “Danke.”

P: “Nein, so meinte ich das nicht, ich finde einfach nicht, das du dafür gemacht bist. Ok, jetzt ernsthaft, ich fand diesen Tag unproduktiv.”

T: “Wie meinst du das?”
(Räuspern seitens Leopolds)

P: “Es war einfach nichts los.”

T: “Aber die ganzen Sachen, die wir machen mussten, während des Ablegens aus Horta waren doch einigermaßen aufregend, oder etwa nicht, Herr Posch?”

P: “Das Ablegemanöver an sich war relativ unspektakulär, aber wir sind alle schon etwas sentimental geworden, weil es ja unser letzter Landaufenthalt war.”

N: “Ja, auch ich fand, dass es sehr traurig war das Land zu verlassen, und zu wissen dass, wenn wir das nächste mal Land betreten, die Reise vorbei ist und es so nie wieder kommen wird.”

T: “Das Gefühl hatte ich auch. Aber für mich waren es gemischte Gefühle, denn einerseits freue ich mich auf zuhause, meine Familie und alles was dazu gehört, aber andererseits bin ich echt traurig darüber, dass die Reise zu Ende geht.”

Unterbrechung des Interviews da die Abwägung zwischen Sing-Wettbewerb und Gruppenselfie die Pflicht des Tagesbericht schreiben überwiegt.

Es ist schon spät und wie Poldi schon meinte, war der Tag nicht so ereignisreich. Also alles in allem sind wir wieder auf See. Nachdem wir besondererweise Nutella zum Frühstück hatten, wurden wir alle zu einem Meeting um viertel nach acht gerufen.

Nach dem kurzen Zusammentreffen hatten wir alle damit zu tun, die Kabinen seesicher zu machen. Und dann legten wir schon ab.

Captain Sophie, die das erste Handover der letzten Etappe leitet, hat das Rausfahren und die erste Strecke auf See sehr gut gemeistert.

Nachdem ich in meinem Zimmer meine To-Do-Liste beendet hatte, bin ich zum lecker zubereiteten Essen von Koch Theresa und ihrer galley duty gegangen. Vier Stunden Wache und einen Regenschauer später befand ich mich wieder in meinem Zimmer, um meine Wäsche einzusammeln und zu waschen.

Nach dem Abendessen, das nur wenig später folgte bekamen wir eine süße Überraschung, denn die heiße Liebe (Eis mit warmer Beerensoße), die großzügig ausgeteilt wurde, gab dem Tag ein schönes, rundes Ende. 
Gute Nacht und bis bald.

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